Lange war Indien der größte Goldimporteur der Welt, doch im vergangenen Jahr war es damit vorbei. Der Einbruch der indischen Goldnachfrage ist dabei auf die Verzehnfachung der Einfuhrsteuern von 1% Anfang 2012 auf dann 10% sowie andere neue Regeln zurückzuführen. Dazu gehörten die Verpflichtung, 20% der Importe auch wieder auszuführen, Transaktionssteuern und selbst Beschränkungen beim Erwerb börsennotierter Goldfonds, so genannter ETFs (Exchange Traded Fund).

Die Ernennung des als wirtschaftsfreundlich angesehene neuen Premierministers Narendra Modi hatte Hoffnungen geweckt, dass die Regierung diese Regeln, die die Goldbranche Indiens, in der mehr als 3 Millionen Händler und Arbeiter beschäftigt sind, in schwere Bedrängnis gebracht haben, wieder zumindest ein wenig lockern würde. Doch diese Hoffnungen wurden enttäuscht.

Aber, obwohl der Großteil der Goldimportbeschränkungen noch in Kraft ist, zeigten die am Montag veröffentlichten Handelsdaten, dass die Einfuhren des gelben Metalls im August um 176% von 739 auf 2 Mrd. USD stiegen. Die Nachrichtenagentur Bloomberg zitiert indische Banker mit der Aussage, dass selbst dieser deutliche Anstieg nicht dazu führen sollte, dass die Alarmglocken in Hinblick auf die Zahlungsbilanz des Landes läuten.

Juli, August und September sind in Asien in der Regel die Monate mit der höchsten Goldnachfrage – insbesondere auf Grund der anstehenden Feiertags- und Hochzeitssaison in Indien. Doch trotz der enorm hohen Importzahlen im August, die sich auch in den Aufschlägen zeigt, die die Goldhändler zum Londoner Preis verlangen, ist die Nachfrage nicht so fieberhaft wie noch 2013. Derzeit verlangen die Juweliere und Händler 5 USD pro Unze mehr als in London gezahlt wird. Vor einem Jahr waren es noch 170 USD pro Unze, bis die Einfuhrbeschränkungen der Regierung sich dann bemerkbar machten.

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