Eisenerz ist unverzichtbar für Infrastrukturprojekte. Da allgemein eine Erholung der Weltwirtschaft erwartet wird, sollte die Nachfrage nach Stahl robust sein. Damit wird der Preis von Eisenerz, dem Grundstoff zur Stahlherstellung, unterstützt. Die Eisenerzbranche ist jedenfalls guter Dinge.

Wieder einmal, wenn es um Rohstoffe geht, ist die Lage in China besonders wichtig. Erwartet werden in den kommenden zwei Jahren chinesische Importe von 869 Millionen beziehungsweise 927 Millionen Tonnen Eisenerz. In China selbst wird Eisenerz besonders teuer produziert, etwa zwischen 75 und 145 US-Dollar. Sollten in China Reformen ähnlich denen in ihrer Stahlindustrie kommen, so könnte dies noch in diesem Jahr das Aus für einige chinesische Produzenten bedeuten. Australien, ein Land mit geringen Produktionskosten, könnte vielleicht diese Lücke schließen. Doch es gibt auch weitere potenzielle Eisenerz-Lieferanten. Auch Brasilien zählt dabei zu den großen Hoffnungen.

Jedenfalls zeigt sich auf konjunktureller Seite derzeit ein positiver Trend in China. Der offizielle Einkaufsmanager-Index für das verarbeitende Gewerbe konnte im Juni den vierten Anstieg in Folge, sowie den höchsten Wert seit sechs Monaten für sich verbuchen. Größere Infrastrukturprojekte um das Wachstum zu unterstützen, sind jedoch nicht nur in China geplant, was positiv für den Eisenerzpreis ist, sondern auch in Japan, so jüngst die japanische Regierung.