Der Großteil der Anleger, die über ein Investment im Rohstoffsektor oder in Rohstoffaktien nachdenken, wird sich wohl auf die „üblichen Verdächtigen” konzentrieren: Gold, Silber, Platinmetalle eventuell noch Kupfer oder Eisenerz. Ein Metall aber, dem viele Analysten eine exzellente Entwicklung voraussagen, haben viele Investoren nicht auf dem Zettel: Zink.

Und das könnte sich als Fehler erweisen, denn dem Metall, das unter anderem zur Galvanisierung von Stahl verwendet wird, droht in den kommenden Jahren eine erhebliche Angebotsverknappung – was bei einer nur gleichbleibenden Zinknachfrage schon deutliche Preissteigerungen auslösen dürfte.

48% der Zinkproduktion zur Stahlgalvanisierung

Von den ungefähr 13 Mio. Tonnen Zink, die jährlich produziert werden, entfallen rund 6 Mio. Tonnen, also 48%, auf die Stahlgalvanisierung zum Schutz vor Rost. Weitere wichtige Anwendungen sind die Herstellung von Legierungen, Druckguss oder die Verwendung von Zink in Architektur und als Batterieumhüllung. Wie sooft im Rohstoffsektor ist der größte Konsument China mit 44% der Nachfrage gefolgt von Europa mit 20 und Japan mit 4%. Das restliche Asien ist noch einmal für 15% der Nachfrage verantwortlich.

Experten erwarten, dass trotz des etwas langsameren Wachstums in China, da dieses ja von einer höheren Basis ausgeht, absolut gesehen die Nachfrage nach Industriemetallen und damit auch nach Zink weiter hoch bleiben dürfte. Gleichzeitig aber gehen beispielsweise die Analysten von Dundee Capital Markets davon aus, dass in den kommenden zwei Jahren – vor allem durch die Schließung mehrerer großer Minen – mehr als 1 Mio. Tonnen Zink und damit ungefähr 10% des weltweiten Angebots vom Markt verschwinden werden. In den kommenden vier Jahren dürften es nach Ansicht der Experten sogar 1,6 Mio. Tonnen oder 15% des Angebots sein, die am Markt fehlen werden.

Die Angebotsverknappung von Zink hat bereits begonnen

Und die Angebotsverknappung hat bereits begonnen, denn, so Dundee weiter, bereits Mitte vergangenen Jahres wurde die Brunswick-Mine von Glencore geschlossen und noch dieses Jahr dürften die Century-Mine von Minmetal und die Skorpion-Mine von Vedanta folgen. Die Analysten schätzen, dass allein 2014 und 2015 somit ungefähr 1,2 Mio. Tonnen Zink-Angebot wegfallen werden, was eben knapp 10% des globalen Angebots entsprechen würde. Hinzu kommt, dass es schwieriger wird, dieses wegfallende Angebot zu ersetzen. Denn in der Regel sind Zinkvorkommen eher klein und liefern weniger als 100.000 Tonnen pro Jahr und in vielen Fällen gibt es auch Qualitätsprobleme mit dem geförderten Erz, so die Experten.

Nach Ansicht von Dundee Capital gibt es zudem auch nur wenige börsennotierte Unternehmen, die im Zinksektor tätig sind, sodass diese mit Entwicklung der geschilderten Lage der Meinung der Experten zufolge einen Aufschlag erfahren sollten. Darüber hinaus weist Dundee darauf hin, dass kein Unternehmen im Zinksektor mehr als 12% des Marktes kontrolliert, selbst „große” Branchenvertreter würden nur rund 3% des Marktes kontrollieren.

Auswirkungen der Angebotsverknappung bei Zink-Juniors wesentlich deutlicher

Ein weiterer interessanter Faktor ist, dass für die Unternehmen, die den größten Anteil an der Zinkproduktion haben, diese nur einen kleinen Anteil am Umsatz ausmacht. Was wiederum bedeutet, dass die Auswirkungen der Angebotsverknappung bei Zink-Juniors wesentlich deutlicher durchschlagen dürften.

Derzeit stammen laut Dundee Capital rund 30% der gesamten Zinkproduktion von Junior-Produzenten, die traditionell und derzeit besonders Probleme mit der Finanzierung neuer Projekte haben. Da auch die Majors ihre Ausgaben senken, während die Juniors auf der Suche nach frischem Kapital sind, sind zudem die Explorationsaktivitäten nach Aussage der Analysten erheblich zurückgegangen – was bedeute, dass die Anzahl der Zinkprojekte, die zur Produktion gebracht werden könnten, gesunken ist.

Fazit zur Zink Entwicklung

Angesichts dieser Faktoren und eines Zinkpreises, der nach Ansicht der Analysten ab Ende dieses Jahres bis in das Jahr 2017 hinein einen Aufwärtstrend ausbilden wird, ergibt sich für Zink-Juniors, die jetzt schon positioniert sind, eine herausragende Ausgangsposition.

In den nächsten Tagen werden wir ein solches Unternehmen vorstellen, das wir auf der größten Bergbaumesse der Welt, der PDAC in Toronto, entdeckt haben. Wir stellen gerade ein exklusives Interview mit dem CEO dieses Unternehmens fertig, das wir dann natürlich auf GOLDINVEST.de veröffentlichen werden.

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