Nachdem der Energie-Rohstoff Uran Erholungszeichen zeigt, sollte 2014 das Jahr der Urananleger werden. Zunehmende Marktaktivitäten, Akquisitionen und Finanzierungen deuten darauf hin. Eine neue Broker-Studie stellt Fission Uranium als einen der großen Gewinner heraus.

Die Preise für Uran, da sind sich einige Analysten einig, könnten in 2014 zulegen. Minenschließungen wie jüngst in Niger durch Areva und eine Renaissance der Atomkraft in Japan sollten nicht nur einen psychologischen Schub für das Uran bewirken. Das kanadische Investmenthaus Dundee beispielsweise erwartet bis 2020 eine Urannachfrage von bis zu 260 Millionen Pfund. Aktuell stehen jedoch nur rund 200 Millionen Pfund jährlich zur Versorgung zur Verfügung. Daraus entstehende Lieferengpässe könnten den Preis nach oben treiben.

Eine der spannendsten Urangeschichten schreibt derzeit Fission Uranium im Athabasca Becken in Saskatchewan, Kanada. Das kanadisch-US-amerikanische Brokerhaus Canaccord Genuity hat den Konzern und seine Pläne genau unter die Lupe genommen. Das Urteil: Die Fission Uranium-Aktie ist ein Kauf. Aufgrund der Abhängigkeiten vom Uranpreis und Explorationserfolgen ist das Investment jedoch nur für risikobereite, also spekulativ eingestellte Anleger angeraten. Doch für diese bietet Fission Uranium dafür aus heutiger Sicht ein ausgesprochen gutes Chance-Risiko-Verhältnis.

Das Unternehmen, verantwortlich für eine der größten Uranentdeckungen der letzten Jahrzehnte, veröffentlicht am laufenden Band hervorragende Bohrergebnisse. Das Winterbohrprogramm auf dem Patterson Lake South-Projekt würde unter anderem 90 Bohrlöcher umfassen, so die Canaccord-Analysten. Rund 20 Prozent der Bohrungen zielen darauf ab, neue Ziele zu testen. Insgesamt würden rund 30.000 Bohrmeter niedergebracht. Die Canaccord-Experten Joe Mazumdar und Scott McLean gehen davon aus, dass allein das Winterprogramm zirka 12 Millionen kanadische Dollar umfassen wird. Die gesamten Explorationsausgaben 2014 würden rund 20 Millionen Dollar ausmachen.

Fissions Uranium kann sich solch ein Explorationsprogramm durchaus leisten, was derzeit in dem schwierigen Marktumfeld nicht viele Explorationsgesellschaften von sich sagen können. Das Canaccord-Genuity-Team geht davon aus, dass die Working-Capital-Position zum Jahresende 2013 bei Fission zwischen 33 Millionen und 34 Millionen kanadische Dollar betragen hat. Neben den geplanten 20 Millionen Dollar an Exploration benötigt Fission noch rund 5 Millionen bis 6 Millionen kanadische Dollar an administrativen Kosten. Die aktuelle Kasse sollte dies locker abdecken.

Da die Trefferquote bei den bisherigen Bohrprogrammen von Fission sehr hoch war, dürfte auch das Winterprogramm wieder Erfolge tragen. Die Canaccord-Genuity-Experten hatten erst am 15. Januar dieses Jahres ihre Schätzungen für die Uranoxid (U3O8) Ressourcen von Fission auf 34 Millionen bis 35 Millionen Pfund angehoben. Das Potenzial sei bei mehr als 50 Millionen Pfund zu sehen, so die Analysten. Daraus ergebe sich eine Bewertung für die Fission Uranium-Aktie von bis zu 1,84 kanadischen Dollar. Dabei setzen die Canaccord Genuity-Analysten einen Wert von bis zu 11 US-Dollar je Pfund Uranoxid an. Dieser Preis ist nicht willkürlich gewählt. Dieser Preis wurde bei der letzten großen Übernahme im Uran-Sektor, von Hathor Exploration, gezahlt.