Seit geraumer Zeit tendieren einige Analysten dazu, den Silberpreis im Jahr 2014 mit etwa $ 21,- je Unze zu prognostizieren. Das andere Lager der Marktbeobachter hat jedoch Hoffnung auf eindeutig höhere Notierungen des Metalls und einen wieder anziehenden Silbermarkt. Silverinvestingnews.com hat die vier bedeutendsten Argumente für einen steigenden Markt zusammengetragen und sie wie folgt dargelegt.

1.) Produktionskosten: Tony Davis, Eigner von Atlanta Gold und Münzkäufer, hat in einem Artikel, veröffentlicht durch „The Paramount Post“, berichtet, dass die durchschnittlichen Gesamtkosten der Silberproduzenten im 3. Quartal 2013 bei $ 21,39 je Unze lagen. Tagesaktuell (15.01.2014) lag der Kurs bei $ 20,16. Davis ist der Meinung dass der aktuelle Preis höchstwahrscheinlich nicht lange unter den Produktionskosten liegen bleiben würde, denn dies würde zu Minenschließungen, zu Angebotsverknappung und somit erst recht wieder zu steigenden Kursen führen.

2.) US-Wirtschaft: Nach vielen Spekulationen über den Zeitpunkt der Rücknahme des Anleihen-Kauf-Programmes der Fed und über die Höhe der Rücknahme wurden schließlich nur $ 10 Mrd. weniger Ausgaben für 2014 daraus, also immer noch $ 75 Mrd., und das jeden Monat. Dies, so führte Davis weiter aus, bedeutet für den amerikanischen Dollar eine fortgesetzte Schwächung. Dies liesse China und andere Länder verstärkt in „Währungsswaps“ als Absicherung gegen einen fallenden Dollar eintreten, was wiederum gut für Silber, und natürlich auch gut für Gold, wäre.

In einem anderen Artikel, veröffentlicht im „Daily Gains Letter“, spricht sich John Whitefoot ebenfalls für einen steigenden Silberpreis aus. Er begründet dies mit der Behauptung, dass die Rücknahme des Anleihekaufprogrammes in einer sich erholenden Wirtschaft begründet liegt. Diese aufstrebende Wirtschaft würde wieder mehr Silber in der Industrie benötigen, was zwangsläufig zu höheren Notierungen führen würde. Wenn dies eintritt, so würde Silber auch wieder stärker als „sicherer Hafen“ akzeptiert werden.

3.) Überverkaufte Märkte: Betrachtet man Silber aus der technischen Kursecke, so ist lt. dem Analysten Peter Zihlman das weisse Metall aktuell in einer extrem überverkauften Position. Viel stärker noch als in den Jahren 2008 und 2001. Solch extreme Situationen seien in der Geschichte, so Zihlman, stets durch kräftige Aufwärtsbewegungen aufgelöst worden. Somit wäre seiner Meinung nach auch jetzt der richtige Zeitpunkt, sich verstärkt bei Silber zu positionieren. John Whitefoot meint an anderer Stelle, dass die Aktienmärkte nach ihren fantastischen Gewinnen im Jahr 2013 förmlich nach einer Korrektur schreien, und diese werde mit Sicherheit kommen. In diesem Fall würden viele wieder die unterbewerteten Edelmetalle bevorzugen, was wiederum zu steigenden Notierungen führen würde.

4.) Der asiatische Silberhunger: Der asiatische Raum, vorwiegend China und Indien, steigert laufend seine Edelmetallimporte. Alleine der Silberimport Indiens lässt die Fachleute staunen, denn man erwartet für 2013 ein erneutes Rekordjahr. Das würde bedeuten, dass Indien im vergangenen Jahr mehr als 5.048 Tonnen, also mehr als das bisherige Rekordjahr 2008, importiert hat. Verbleibt die Nachfrage auch in Zukunft ähnlich hoch, so würde dies einen Turbo für die Edelmetallpreise bedeuten.

Zusammenfassung

In den letzten 2 Jahrzehnten hat Silber stets im Zeitraum vom 23. Dezember bis 28. Februar durchschnittlich 9,05% zugelegt. Wenn dies auch dieses Jahr zutrifft, so sollte man jetzt auf Silber setzen. Aus den 4 oben genannten Gründen wäre der Markt reif für Veränderungen, die positive Auswirkungen am Edelmetallsektor zeigen würden. Was wiederum eindeutig für Silber und natürlich auch für Gold spricht. Es wird interessant werden zu beobachten, ob das konservative Lager der Analysten Recht mit ihrer $ 21,- Aussicht behält, oder ob die Beobachter des Gesamtmarktes nicht doch ein besseres Gespür für die Trends entwickelt haben.

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