Seltene Erden sind die neuen Hightech-Rohstoffe. Blöd nur, dass ca. 80% von ihnen in China und anderen schwer zugänglichen Regionen liegen. Zudem ist China auch der weltgrösste Exporteur dieser Rohstoffe.

Man braucht diese Metalle in Smartphones, Autobatterien, Windrädern, Fernsehern und HIFI-Anlagen. Und sie haben Namen wie Terbium, Samarium, Neodym oder Europium. Dass es sich aber lohnt diese Metalle zu finden und vor allem zu recyceln, zeigt allein der Preis. 1 kg Terbium liegt bei 1000 Euro und Europium sogar bei 1100 Euro.

Weltweit wurden 2008 124.000 Tonnen an Seltenen Erden verbraucht, bis 2020 soll sich der Verbrauch verdoppeln. Allein mit Hilfe von Recycling kann die Industrie 20% davon decken. Die Rohstoffe werden dabei immer aufs Neue verwendet. Allein in Europa können rund 15000 Tonnen aus Abfällen von Technologieprodukten wiederverwertet werden.

Bisher einziger Hersteller der Seltenen Erden in Europa ist die belgische Firma Solvay-Rhodia. Die Solvay-Gruppe ist kein Leichtgewicht, der Chemiekonzern setzte in 2012 rund 12,4 Mrd. Euro um.