Es ist nur eine kleine Meldung, die aber weit reichende Folgen hat. Nachdem China und Kanada im vergangenen Jahr ihre Zusammenarbeit im Bereich der Atomindustrie neu geordnet haben, ist nun die erste Lieferung von Uran aus der kanadischen Provinz Saskatchewan im Hafen von Shanghai angekommen. Voraussetzung für den Export des radioaktiven Rohstoffes war ein neues politisches Zusatzabkommen aus dem Jahr 2012, mit dem eine bestehende Nuklearkooperation beider Staaten erweitert wurde.

Damit hat sich für die kanadischen Uranförderer ein milliardenschwerer Markt geöffnet. In China sind mehr als zwei Dutzend Atomkraftwerke im Bau, eine große Zahl weiterer Anlagen ist geplant und wird in den kommenden Jahren entstehen. China will sein Kernenergiepotenzial deutlich ausweiten und braucht hierzu Uran als „Füllstoff“ für die Reaktoren. Die Nachfrage aus China könne allein für Saskatchewan über den Zeitraum von zehn Jahren ein Exportvolumen von 3 Milliarden Dollar bringen, sagt der Premierminister der Provinz, Brad Wall. Indien, das ebenfalls die Kernenergie ausbaut, kommt als neuer Markt hinzu.

Davon profitieren nicht nur etablierte Uranförderer wie zum Beispiel Cameco (ISIN: CA13321L1085), sondern auch kleine Juniors der Branche, die an aussichtsreichen Projekten arbeiten. Eine solche Gesellschaft ist Noka Resources (ISIN: CA65528A1030), die im Rahmen eines Jointventures mit anderen Gesellschaften sehr aussichtsreiche Uranvorkommen im kanadischen Athabasca-Becken erschließt. Die Region ist ein traditionelles Abbaugebiet für Uran und weist extrem hohe Mineralisierungen des Rohstoffes auf. Dass das Gebiet in den kanadischen Provinzen Saskatchewan und Alberta zudem bei der Infrastruktur enorm gut erschlossen ist, bringt beste Voraussetzungen für Gesellschaften wie Noka Resources. Neue Märkte wie China und Indien sichern zudem auch zukünftige Absatzchancen.