Seit nunmehr gut rd. 1,5 Jahren versucht die indische Regierung den Appetit der Bevölkerung auf Goldkäufe und somit dem Abfluss der Kaufkraft aus dem eigenen Land zu zügeln. Wirft man einen Blick auf die bislang getroffenen Maßnahmen der Regierung, so zeigt sich die ganze Verzweiflung.

indias Gold tax timeline

Quelle: sharpspixley.com

Und, was haben all diese Bemühungen gebracht? Im Grunde genommen nichts, denn die indische Bevölkerung hat instinktiv das Richtige gemacht: Sie hat verstärkt Gold gekauft, denn die wirtschaftspolitischen Umstände haben sie dazu verleitet. Eine schwächelnde Wirtschaft, eine steigende Inflation und eine Landeswährung im nahezu freien Fall haben das Vertrauen der Bevölkerung in das eigene Geldsystem massiv erschüttert. Folglich suchten die Menschen des Landes nach einer Sicherheit, die sie vor dem Wertverlust schützt. Und das war und ist zum Großteil Gold. Da für rd. 650.000 Kommunen 36.000 Bankstellen zur Verfügung stehen, so kann auch der leidgeprüfte Bauer im entlegensten Landesteil relativ leicht Gold erwerben.

So wird Indien heuer vermutlich erstmals Goldkäufe von über 1.000 Tonnen in seiner Jahresstatistik ausweisen.

india gold nachfrage

Quelle: sharpspixley.com

Ein untrügliches Zeichen dafür, dass alle getroffenen Maßnahmen der von der Zentralbank unterstützten Regierung absolut keine nachhaltige Wirkung zeigen. Alleine im Juli 2013 ging Gold im Wert von rd. 2,9 Mrd. USD über den Tresen. Im 2. Quartal 2013 wurden Käufe von rd. 400 bis 450 Tonnen gemeldet, einem Plus von 200% gegenüber den Käufen des Vergleichsquartals des Vorjahres. Diese Menge entspricht auch ungefähr der Hälfte der gesamten Käufe des Jahres 2012. Nicht einmal die durch den Währungsverfall begründete stetige Erhöhung des Goldpreises im Land konnte den Kaufwillen stoppen.

Noch deutlicher wird der Goldboom Indiens, wenn man folgende Schätzung in das Gesamtbild einfügt:

Der bislang von Indern angehäufte Goldbesitz wird Untersuchungen zufolge auf über 18.000 Tonnen mit einem Gegenwert von über 1.000 Mrd. USD geschätzt. Ein hoher Prozentsatz des indischen Bruttosozialproduktes. Dem gegenüber stehen lediglich 557 Tonnen an öffentlichen Goldreserven.

Die Monsunzeit und die nun kommenden Monate mit den meisten Eheschließungen sind traditionell starke Kaufmonate in Indien. Da rund 16 Millionen Hochzeiten jährlich zu verzeichnen sind, so darf mit Recht erwartet werden, dass die prognostizierten Jahreskäufe von über 1.000 Tonnen nicht nur erreicht sondern tatsächlich auch kräftig überschritten werden.

Waren bisher London, Zürich und New York die für Gold bestimmenden Zentren, so sind durch neue Handelszentren in Dubai, Hong Kong, Singapur und Shanghai die asiatischen Räume stark im Vormarsch. Auch machen es diese Handelsplätze den Käufern leichter und günstiger Gold zu kaufen und zu lagern. Somit verlagert sich das Epizentrum des Goldhandels langsam aber sicher von den alten Strukturen in Richtung der aufstrebenden asiatischen Länder. Ein Trend, den man neben den Rekordkäufen Indiens auf jeden Fall langfristig beachten muss.

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