Kolumne von Björn Junker

Champion Iron Mines nimmt Arbeiten an Machbarkeitsstudie zu Fire Lake North wieder auf

Die kanadische Eisenerzgesellschaft Champion Iron Mines (WKN A1J3LZ) hat entschieden, die Arbeiten an der Machbarkeitsstudie zu ihrem konsolidierten Fire Lake North-Projekt wieder aufzunehmen. Eine Vormachbarkeitsstudie hatte dem Projekt bereits eine mögliche Jahresproduktion von 9,3 Mio. Tonnen Konzentrat mit 66% Gesamteisengehalt bescheinigt.

Um diese vorläufige Studie auf das Niveau einer vollen Machbarkeitsstudie zu heben, fehlt Champion quasi "nur noch" eine Machbarkeitsuntersuchung zur Schienenverbindung zwischen dem Projekt und dem Hafengebiet von Pointe-Noire. Ursprünglich hatte das Unternehmen eine geplante Machbarkeitsstudie der kanadischen Bahngesellschaft CN Rail zu diesem Thema in seine Fire Lake North-Studie einbeziehen wollen, doch wurde diese im Februar dieses Jahres aufgegeben.

Nun werden Gespräche mit der Regierung von Québec in Hinblick auf eine Bahnlösung in Nord-Québec und dem Labrador-Trough-Gürtel geführt, zu der bis 2014 eine Bahn-Machbarkeitsstudie auf den Weg gebracht und abgeschlossen werden soll. Dabei wird eine südliche Bahnstrecke für mehrere Nutzer untersucht, die das Fire Lake North-Projekt mit dem Pointe-Noire-Hafengebiet verbinden würde. Und um auf dieses Szenario vorbereitet zu sein, hat sich Champion nun entschieden, die Arbeiten an seiner Machbarkeitsstudie wieder aufzunehmen.

Über die nötigen Mittel dafür verfügt das Unternehmen, da man erst vor einiger Zeit einen Vorschuss in Höhe von 11 Mio. Dollar auf Ansprüche auf erstattungsfähige Steuergutschriften für Explorationsaufwendungen in Québec erhalten hatte. Die Ansprüche belaufen sich insgesamt auf 13,5 Mio. Dollar, sodass Champion, wenn die Abschlussprüfung erfolgreich verläuft, mit weiteren 2,5 Mio. Dollar rechnen kann. Hinzu dürften noch 1 Mio. Dollar aus Gutschriften für erstattungsfähige Abgaben für Verluste in dem am 31. März 2011 zu Ende gegangenen Geschäftsjahr kommen. Aktuell verfügt Champion über liquide Mittel in Höhe von etwa 15 Mio. Dollar.

Die von Champion bereits durchgeführte Vorstudie zur Machbarkeit hatte wie erwähnt ergeben, dass die optimierten Reserven von 465 Mio. Tonnen mit einem Gehalt von 32,4% Gesamteisen (FeT) in den Abbaugruben eine jährliche Produktion von 9,3 Mio. Tonnen Konzentrat mit einem Gehalt von 66% Gesamteisen ermöglichen dürften. Die Studie rechnete für das Projekt in diesem Umfang bei einem Abzinsungssatz von 8%, einem Nettokapitalwert von 3,3 Mrd. Dollar, einem internen Zinsfuß von 30,9% und einem Rückzahlungszeitraum von 3,4 Jahren mit nötigen Investitionen in Höhe von 1,4 Mrd. Dollar. Exklusive der Kosten für die Bahnverbindung.

Champion glaubt zudem, über ausreichende Ressourcen zu verfügen, um die Produktionskapazität in den Jahren nach Produktionsaufnahme auf Fire Lake North auf mehr als 20 Mio. Tonnen Konzentrat pro Jahr erhöhen zu können. Das zusätzlichen Material, das dafür nötig ist, könnte durch Erweiterungen der westlichen und östlichen Lagerstätten auf Fire Lake North oder durch die Erschließung Ressourcen der Oil-Can-Lagerstätten gewonnen werden. Dabei sind insbesondere die südlichen und östlichen Gebiete dieser Lagerstätten interessant, da sie nur wenige Kilometer von den geplanten Verarbeitungsanlagen auf Fire Lake North entfernt liegen.

Champion führt deshalb weitere metallurgische Tests an Bohrproben aus dem Oil-Can-Gebiet durch und hat bereits einen Bohrplan erstellt, der ausreichende Reserven an diesem Standort nachweisen soll, um eine zweite Konzentratproduktionsanlage auf Fire Lake North zu ermöglichen – und damit im Erfolgsfall eben die Erweiterung der Jahresgesamtkapazität auf 20 Mio. Tonnen. Dazu will Champion eine vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie zu den Oil-Can-Vorkommen durchführen. Die wird dann in die Machbarkeitsstudie zum Fire Lake North-Projekt einbezogen.

Als Teil der Machbarkeitsstudie wird Champion seine Umwelt- und Sozialverträglichkeitsstudie zur ersten Produktionsanlage überarbeiten und vervollständigen. Man geht davon aus, dass die Studie Anfang 2014 abgeschlossen sein wird und dem zuständigen Ministerium und der kanadischen Umweltagentur CEA präsentiert werden kann. Nach einer öffentlichen Anhörungsphase wird Ende 2014 mit der Regierungsverordnung gerechnet, die für den Bau des Projekts zuständig ist.

Unserer Ansicht nach sind es hervorragende Neuigkeiten, dass Champion die Arbeiten an Fire Lake North nun wieder vorantreibt. Das Marktumfeld für Eisenerzaktien und Eisenerz ist nach wie vor schwierig, doch hat sich der Eisenerzpreis zuletzt immerhin wieder klar erholt. Zudem wird in jedem Fall noch eine ganze Menge Wasser den Bach hinunterfließen, bis auf Fire Lake North tatsächlich die Produktion aufgenommen werden kann. Und bis dahin könnte die Weltwirtschaft sich bereits erholt haben – und damit die Nachfrage nach dem Produkt von Champion wieder deutlicher steigen.

Wie die Finanzierung des Minenbaus erfolgt, ist allerdings eine andere Frage. Hierin sehen wir die größte Hürde für und das größte Risiko bei Champion Iron Mines.


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