Laut dem Brancheninformationsdienst Platts kauft China steigende Mengen an in Australien produziertem Eisenerz. Das Nachsehen habe Brasilien, so die Experten. Im Mai, hieß es, habe China mehr als die Hälfte seiner Eisenerzimporte aus Australien eingeführt – 35,6 Mio. Tonnen der Gesamtimporte von 68,6 Mio. Tonnen. Brasilien hingegen verkaufte im Mai lediglich 11,4 Mio. Tonnen Eisenerz in die Volksrepublik und damit weniger als noch vor vier Jahren. Die australischen Verkäufe des in der Stahlherstellung genutzten Rohstoffs nach China seien im Vergleich zu Mai 2009 aber um 60% gestiegen, so Platts.

Im Juni könnte die chinesische Eisenerznachfrage allerdings wieder gefallen sein, da chinesische Stahlhersteller Schwierigkeiten hatten, Zugang zu Krediten zu erhalten. Die Interbankraten waren auf ein Rekordhoch gestiegen, was die Kreditvergabe erschwerte. Ende des Monats allerdings besserte sich die Lage wieder, da die chinesische Zentralbank beteuerte, ausreichend Liquidität zur Verfügung zu stellen.

Zuletzt konnte zudem der Eisenerzpreis deutlich steigen. Der Spotpreis für das Metall, das durch den chinesischen Hafen Tianjin importiert wird, legte laut Daten von Bloomberg beispielsweise an den letzten aufeinander folgenden Tagen zu. Seit dem 26. Juni ist der damit bis zum 5. Juli um 7,7% auf 122,60 USD pro Tonne gestiegen. Platts glaubt, dass es gute Gründe gibt, dass der Eisenerzpreis auch in Zukunft zwischen 100 und 120 USD pro Tonne liegen wird.

Damit stellt sich Platts gegen die Vorhersagen vieler Analysten, die prognostizieren, dass der Goldpreis noch im dritten Quartal unter 80 USD pro Tonne fallen könnte. Das hatte zu erwartbaren Reaktionen aus der Minenbranche geführt. So bezeichneten beispielsweise Offizielle von Atlas Iron (WKN A0DNWE), diese Prognose als „alarmistisch” und erklärten, dass sie nicht damit rechnen, dass der Saison typische Rückgang des Preises im September oder Oktober dieses Jahr so „katastrophal” ausfallen werde, wie 2012.

Auch Jose Martins von Ausdrill (WKN 904358) ist der Ansicht, dass die Analysten zu pessimistisch sind. Martins wird von Platts mit der Aussage zitiert, dass Analysten und viele Anleger unglücklicherweise einen Anlagehorizont von nur drei Monaten hätten. Weiter würden diese Anlegergruppen nicht schauen, sondern sich im Pessimismus suhlen.


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