Die Analysten von CIBC erwarten, dass der Druck auf den Goldpreis anhält. Derzeit würden die negativen Faktoren dominieren, glauben die Banker. Allerdings sehen sie auch Unterstützung – und die Chance auf eine Entlastungsrallye.

Im Gespräch mit dem Branchendienst Kitco erklärten CIBC World Markets‘ Peter Buchanan, es handelt sich dabei aber nicht um eine offizielle Prognose, das man damit rechne, dass der Goldpreis mittelfristig bis auf 1.200 USD pro Unze sinken könnte. Ein Bruch dieser Marke könnte dann sogar zu einem Test des Bereichs um 1.000 USD je Unze führen. Bislang war die Bank davon ausgegangen, dass der Goldpreis das Jahr bei rund 1.400 USD pro Unze beendet.

Sinkende Inflationssorgen trotz der Gelddruckprogramme der Notenbanken, ein starker US-Dollar und ein positiverer Ausblick für die Weltwirtschaft sind nur einige der Faktoren, die nach Ansicht von CIBC den Goldpreis belasten werden.

Den größten Einfluss auf den Goldpreis aber wird nach Ansicht von Buchanan der langsame Ausstieg der US-Notenbank aus ihrem Anleihekaufprogramm QE3 haben. Allerdings betrachtet er den Ausverkauf der vergangenen Woche, der auf entsprechende Aussagen der Fed folgte, als Überreaktion. CIBC geht nach Aussage von Buchanan davon aus, dass die US-Notenbank Ende 2013 damit beginnt, den Umfang von QE3 zu senken.

Da der Goldpreis aber so stark eingebrochen ist, erwartet CIBC kurzfristig eine „Entlastungsrallye“. Es sei insgesamt mit einer steigenden Volatilität zu rechnen, da es auch eine Reihe positiver Faktoren gebe, die den Preis stützen könnten. Dabei wird nach Ansicht des Experten die Nachfrage nach physischem Gold weiterhin eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings, so Buchanan weiter, dürften die Notenbanken, insbesondere in China, ihre Bestände vorsichtiger aufstocken als bislang, da sie nicht dem Markt hinterherhinken wollen. Nach Ansicht von Buchanan, gibt es noch eine große „verborgene“ Nachfrage, die helfen werde, den Goldpreis zu stützen.

Eine andere Problematik, der CIBC große Aufmerksamkeit widmet, ist die steigende wirtschaftliche Spannung innerhalb Europas. Diese könne dem Goldpreis ebenfalls ein wenig helfen, da Anleger sich nach einem sicheren Hafen umsehen könnten. Allerdings habe die Rolle von Gold als Absicherung gegen Risiken dem Preis nicht so stark geholfen wie von vielen Beobachtern erwartet.

Zusammengefasst sieht Buchanan durchaus Potenzial dafür, dass der Goldpreis Unterstützung findet. Allerdings überwiegen seiner Ansicht nach die negativen Faktoren derzeit.


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