Nachdem der Goldpreis am Freitag um 2% gefallen war, kann er sich zu Wochenbeginn zunächst knapp über der Marke von 1.380 USD pro Unze stabilisieren. Käufe in China scheinen die Angst, dass die US-Notenbank ihr Stimulusprogramm QE3 zurückfahren könnte, derzeit noch aufzuwiegen.

Auslöser für den Goldpreisrückgang Ende vergangener Woche waren leicht besser als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus den USA. Im Mai waren in den Vereinigten Staaten mehr Stellen geschaffen worden als im Vormonat und auch – geringfügig – mehr als erwartet.

Aussagen von Markbeobachtern gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge war die Nachfrage aus China der einzige stützende Faktor in den letzten Handelssitzungen in Asien. Die Nachfrage in der Volksrepublik, dem zweitgrößten Konsumenten des gelben Metalls nach Indien, ist gestiegen, seit der Goldpreis Mitte April ein Zweijahrestief bei 1.320 USD je Unze erreichte. Ein knappes physisches Angebot ließ zudem die Aufschläge, die für Barren und Münzen gezahlt wurden auf Rekordniveau steigen.

Am Wochenende hatten Daten aus China angedeutet, dass das Risiko steigen könnte, dass das Wirtschaftswachstum im Reich der Mitte im zweiten Quartal weiter nachgeben könnte, nachdem im Mai unerwartet schwache Handelsdaten zu verzeichnen waren. Zeichen von Schwäche in der chinesischen Wirtschaft aber könnten dazu führen, dass von den Aktienmärkten auf Goldinvestments ausweichen, hieß es.

Die gut laufenden Aktienmärkte haben dieses Jahr viele Anleger angelockt und ihren Hunger auf Gold sinken lassen. Die Goldbestände des größten mit dem gelben Metall hinterlegten ETF, des SPDR Gold Trust, fielen am Freitag um 0,06% auf 1.007,14 Tonnen – den niedrigsten Stand seit vier Jahren. Doch nun haben Hedgefonds und Vermögensverwalter die zweite Woche in Folge ihre Long-Positionen oder Wetten auf einen höheren Goldpreis ausgebaut, berichtete die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) Bloomberg zufolge ebenfalls am Freitag.

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