Erneute Unfälle in Kohlegruben führen in China zu Schließungen. Profitieren dürften Kohle-Lieferanten aus Indonesien und Australien.

Am 12. Mai wurden alle Kohlegruben im Südwesten der chinesischen Provinz Sichuan angewiesen die Produktion einzustellen. Die Regierung in Peking will zuerst sicher stellen lassen, dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden. Grund war eine Explosion am 11. Mai in einer Kohlegrube in Sichuan, die mindestens 28 Kumpel das Leben kostete und mindestens 18 schwer verletzte. Dass Peking so extrem auf den Unfall in der Taozigou-Kohlegrube nahe Luzhou reagierte, kam daher, weil die Explosion auf illegale Arbeitsweisen zurück zu führen ist.

Bevor nicht jede Kohlegrube Sicherheitsüberprüfungen stand gehalten hat, wird sie geschlossen bleiben. Insgesamt will Peking zudem 500 kleine Kohlegruben noch in diesem Jahr schließen, um bessere Sicherheitsstandards durchzuführen. Dieses Vorgehen der Regierung hat weitreichende Folgen für die Energieversorgung im Land. Denn China ist zwar mit Abstand der weltweit größte Kohleproduzent, doch ein Großteil wird auch lokal verbraucht. So produzierten die chinesischen Kohlegruben im vergangenen Jahr rund 1,9 Milliarden Tonnen Kraftwerkskohle. Der Verbrauch erreichte aber auch gut 1,8 Milliarden Tonnen.

Fällt nun die Produktion von 500 kleinen Gruben weg und wird die Produktion größerer Anbieter durch verstärkte Sicherheitsauflagen oder auch nur durch zusätzliche Sicherheitschecks eingeschränkt, dann wird China verstärkt auf ausländische Kohle angewiesen sein. Und bereits in den vergangenen Monaten konnte man eine Bewegung hin zu Kohleimporten beobachten. So importierte China allein im März 12,1 Millionen Tonnen Kraftwerkskohle. Das sind 27 Prozent mehr als im März 2012. Größter Lieferant war Australien, das seine führende Position durch eine Steigerung um 64 Prozent im Jahresvergleich untermauerte. An zweiter Stelle kommt bereits Indonesien, dessen Lieferungen gegenüber März 2012 um 25 zunahmen.

Indonesien, weltweit der größte Exporteur von Kraftwerkskohle, besitzt durchaus die Möglichkeit seine Lieferungen nach China deutlich zu steigern, wenn in China die Nachfrage das inländische Angebot deutlich übersteigen würde. Längerfristig ist wohl von diesem Szenario auszugehen. Kohlegruben, die in Indonesien aktiv sind, können sich daher freuen – und damit auch ihre Aktionäre.

Ein Konzern, der seine Präsenz in Indonesien in den vergangenen Jahren stetig aufbaute, ist Energy Earth (ISIN: TH0551010Y11). In der Sebamban-Mine in Indonesien sollen rund 7 Millionen Tonnen Kohle-Reserven vorhanden sein. Dazu kommt noch dieses Jahre eine weitere Kohle-Mine mit etwa 30 Millionen Tonnen.

Neben den Kohlegruben in Indonesien besitzt Energy Earth seit 2012 auch ein sehr gutes Projekt in Myanmar mit zirka 45 Millionen Tonnen Reserven. Wachstum durch die Aufnahme weiterer Minenoperationen sind von Thailands zweitgrößtem Kohlehandelsunternehmen geplant.

Teilen Sie diesen Beitrag...
Share on Facebook
Facebook
0Share on Google+
Google+
0Tweet about this on Twitter
Twitter
Share on LinkedIn
Linkedin
Share on Xing
Xing