Kolumne von Björn Junker

Vor der Premiere: Die Philippinen und die Seltenen Erden

Der asiatische Inselstaat könnte sich bald auf einem wichtigen Rohstoffmarkt einen Namen machen. Wenn alles klappt, wird das Land bald in die Liste der Produzenten der Seltenen Erden aufgenommen werden. Noch sind es nur erste Pläne, aber diese erscheinen äußerst konkret. Auf den Philippinen könnte bald Scandium produziert werden. Dieser Rohstoff gilt als Übergangsmetall zu den Seltenen Erden. Meist wird er sogar direkt zu der begehrten Gruppe der Seltenen Erden hinzugezählt. Er liegt nirgends als reiner Rohstoff im Erdreich, sondern wird nur in Verbindung mit anderen Stoffen ans Tageslicht gefördert. In mehr als 800 Mineralien ist er in meist geringen Spuren zu finden, so dass sich die kommerzielle Ausbeutung nicht immer lohnt.

Genutzt wird Scandium in vielen Industriebereichen. So wird es bei der Aluproduktion eingesetzt, um die Stärke und die Hitzebeständigkeit zu erhöhen. Auch bei verschiedenen Brennstoffzellen, Batterien und Lampen kommt das silberweiße Element zum Einsatz. Beispielsweise ist das helle Licht der Stadionbeleuchtung nur mit Hilfe von Scandium möglich. Die jährliche Produktion des Rohstoffes liegt bei rund 10 Tonnen. Neben China gehören Russland, die USA und die Ukraine zu den Produzenten von Scandium. In diese Liste könnten sich die Philippinen bald einreihen.

Wenn alles gut läuft, wird in dem asiatischen Inselreich ab 2015 auf wirtschaftlicher Basis Scandium produziert. Dafür verantwortlich ist Sumitomo Metal Mining (WKN: 859470) aus Japan. Die Gesellschaft betreibt auf der Insel Palawan eine Produktionsstätte für Nickel und Kobalt. Dabei finden sich im Gestein auch Spuren von Scandium. Bis Ende 2013 soll dort eine Testanlage aufgebaut werden, in der Scandiumoxid entstehen soll. In 2014 sollen die Testarbeiten laufen. Geplant ist die monatliche Extraktion von 10 Kilogramm Scandium. In der Folge wird entschieden, ob die Testanlage in den dauerhaften Betrieb gehen soll und entsprechend erweitert wird. Falls grünes Licht gegeben wird, könnte der wirtschaftliche Betrieb der Anlage 2015 starten. Zu den Investitionskosten wird jedoch nichts gesagt.

Sollte die Anlage ihren Betrieb aufnehmen, wäre es die erste Förderstätte für Seltene Erden auf den Philippinen. Das wäre ein bedeutender Schritt für die Zukunft des Rohstoff- und Wirtschaftsstandorts. Zudem könnte die Anlage eine Initialzündung auslösen. Wird sie zu einem Erfolg, ist bereits eine zweite Anlage geplant. Diese soll in Taganito in der Provinz Surigao del Norte errichtet werden.

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