Kolumne von Ingrid Heinritzi

Weltkonjunktur mit Kohle befeuert

In den USA, in China, in vielen aufstrebenden Ländern und sogar in Teilen Europas sieht die wirtschaftliche Lage wieder besser aus. Da die Konjunktur vor allem durch Rohstoff-intensive Sektoren angetrieben wird, dürften die Preise von Metallen und vor allem Energieträgern wie Kohle unterstützt sein.

Na das sind doch gern gehörte Töne aus dem Hause Unicredit. Die Londoner Dependence des Mailänder Kreditinstituts gab vergangene Woche die Devise heraus: "Industriekonjunktur zieht weltweit an." Die lose Geldpolitik der internationalen Notenbanken dringt nun anscheinend bis zur Realwirtschaft durch.

Wie Nikolaus Keis, Analyst bei der Unicredit-Tochter HVB in München, in seinem Research-Report so schön formulierte: "Obwohl die globalen Geschäftsklimaindizes zuletzt eine Verschnaufpause einlegten, zeigt der Trend nach oben." Einem Anziehen der weltweiten Industrieproduktion steht also nichts mehr im Wege. Zeigen am Freitag die Zahlen zur US-amerikanischen Industrieproduktion eine Belebung, dürften auch die letzten Zweifler zumindest eine zwischenzeitliche Aufhellung der weltweiten Konjunktur erkennen. Das Verhältnis von Auftragseingängen zu Lagerbeständen deutet auf jeden Fall auf eine Belebung in der Industrie hin.

Die jüngsten volkswirtschaftlichen Schätzungen der Unicredit-Analysten zeigen für den Euroraum für das Gesamtjahr 2013 zwar noch ein kleines Minus beim Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 0,1 Prozent. Doch von Quartal zu Quartal soll sich eine positive Wachstumsrate immer weiter verstärken, von minus 0,6 Prozent im 4. Quartal 2012 auf plus 0,3 Prozent im 3. und 4. Quartal 2013. Die volle Erholungstendenz soll dann 2014 spürbar sein. Weltweit sollten dann fast alle größeren Volkswirtschaften der Erde ein höheres Wachstum des BIP zeigen.

Um weltweit die Industrieproduktion auszuweiten, bedarf es in erster Linie Energie. Neben Öl und Gas ist vor allem Kohle eine tragende Säule für die Herstellung von Strom, mit dem Industriebetriebe arbeiten können. Auch der Industrie interne Energiebedarf wird oft durch Kohle befriedigt. Das gilt vor allem für asiatische Industriebetriebe. Der Kohlebedarf in China und Indien, aber auch Südkorea, Japan, Thailand und Indonesien wird daher aller Voraussicht nach ansteigen.

Für die Betreiber von Kohlegruben, insbesondere in Australien und Indonesien, bedeutet dies ein ansteigendes Geschäft. Wer sich gut positioniert hat, sollte langfristig profitieren. Neben den großen australischen Kohleexporteuren, die in letzter Zeit jedoch wieder unter Überschwemmungen und Wetter bedingten Einschränkungen beim Abtransport zu leiden hatten, sehen indonesische und thailändische Kohleproduzenten vielversprechend aus.

Ein Beispiel unter diesen ist Energy Earth (ISIN: TH0551010Y11). Der Konzern baut strategisch zum einen seine Kundenbasis und zum anderen seine Minenstandorte aus. Derzeit kommt der absolute Großteil der Kohle aus Indonesien. Dabei wollen die Thailänder den Anteil ihrer eigenen Minen im Vergleich zum Handel stärken. Rund 75 Prozent liefert Energy Earth nach China an namhafte Kraftwerksbetreiber, 5 Prozent wird nach Indien geschifft und 20 Prozent der Kohle findet Abnehmer in Thailand.

Um das Indien-Geschäft zu stärken, baut Energy Earth in Myanmar eine neue Kohlemine auf, von der aus nach Indien exportiert werden soll. Das dürfte in den kommenden Monaten den Umsatz und voraussichtlich auch den Gewinn weiter nach oben treiben. 2012 erreichte Energy Earth 10,4 Milliarden Baht Umsatz und 1,3 Milliarden Baht Nettogewinn. Die Steigerungen in beiden Kategorien gegenüber 2011 waren jeweils dreistellig.

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