Kolumne von Ingrid Heinritzi

China diktiert die Rohstoffpreise

Wenn es um den Verbrauch der Rohstoffe und damit der Rohstoff-Preise geht, dann sind die Augen auf China, dem Rohstoff-Verbrauchsland Nummer Eins, gerichtet.

Betrachtet man die Weltwirtschaft im Ganzen, so stehen die Zeichen nicht so schlecht, wenn man von einer Bodenbildung ausgeht, die sich durch diverse Indizien manifestiert. Auch wenn Chinas Bruttoinlandsprodukt nicht mehr 10 Prozent zulegen wird, sondern geschätzte 7 bis 8 Prozent, so ist dies im internationalen Vergleich nicht so schlecht. Ein wichtiges Indiz für den Aufschwung in China sind unter anderem die Importdaten bezüglich Öl. Wie die chinesische Zollbehörde jetzt aktuell mitteilte, hat China im November rund 24 Millionen Tonnen Rohöl und damit 3 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum eingeführt. Die weltweite Ölnachfrage kann also auf Chinas Bedarf vertrauen.

So erwarten die Rohstoff-Experten der DZ-Bank für 2013, dass besonders die Industriemetalle gute Aussichten auf Preissteigerungen innehaben, dies gelte besonders für Aluminium (Kursziel für 2013: 2450 US-Dollar je Tonne, +16 Prozent). Bei Kupfer (Kursziel: 9100 US-Dollar je Tonne), Nickel (19.500 US-Dollar je Tonne) und Zink (2320 US-Dollar je Tonne) sehen die Analysten der DZ-Bank ein Wachstum von 12 Prozent. Im Moment kostet Kupfer rund 8100 US-Dollar je Tonne.

Laut aktueller Verlautbarung des chinesischen Research-Institutes Antaike soll die Kupfernachfrage Chinas in 2013 um 5,5 Prozent zulegen. Folglich müsste der chinesiche Kupfermarkt fehlende 2 Millionen Tonnen Kupfer importieren. Gebraucht werden vor allem die Basismetalle, die wie Kupfer Chinas geplante Infrastrukturprogramme mit den nötigen Rohstoffen versorgen.

Auch die Experten der Commerzbank sehen für die Metallpreise in 2013 und erst recht in 2014 einen Aufwärtstrend. Beim Kupfer sehen sie allerdings die Möglichkeit, dass aus dem Angebotsdefizit ein Angebotsüberschuss werden könnte. Verhindern könnten dies sinkende Erzgehalte und oft vorkommende Verzögerungen bei neuen Minenprojekten.

Der Aluminiumpreis werde laut Commerzbank trotz weiter hohen Angebotsüberschüssen moderat steigen und Ende 2013 bei prognostizierten 2350 US-Dollar je Tonne liegen. Den Nickelpreis wird auf 18.200 US-Dollar je Tonne für Ende 2013 geschätzt, also niedriger als von der DZ-Bank geschätzt.

Die Wirtschaft Europas sehen die meisten Analysten nicht so rosig, wogegen sich in den USA ein stetigerer Aufschwung abzeichnet. Dies und da das weiter wachsende Reich der Mitte aber für den größten Teil der Rohstoffnachfrage verantwortlich ist, ist ein gewisser Optimismus erlaubt.

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