Venezuela: Die Wahl und der Bergbau

Hugo Chavez bleibt Präsident von Venezuela. Bei der Präsidentenwahl setzt er sich überraschend deutlich mit 54 Prozent gegen den Mitbewerber Henrique Capriles von der Opposition durch. Seine neue Amtsperiode startet am 10. Januar, der 58jährige Sozialist bleibt somit bis 2019 im Amt. Ein Ziel der neuen Amtsperiode ist es, die Armut in Venezuela weiter zu reduzieren. Das dazu nötige Geld holt sich der seit 1999 amtierende Präsident vor allem aus der Industrie. Wie das geht, hat er bereits in den vergangenen Jahren gezeigt. Daher sind nicht alle internationalen Beobachter begeistert von der Wiederwahl.

Vor allem die Öl- und Bergbauindustrie hat in den vergangenen Jahren unter den Plänen von Chavez leiden müssen. Er hat Teile der Ölindustrie verstaatlicht, er hat mehrfach Pläne geäußert, auch die gesamte Goldindustrie unter die Hoheit des Staates zu bringen. In der Folge haben viele Unternehmen ihre Aktivitäten in Venezuela reduziert oder ganz aufgegeben.

Für die Zukunft sieht der Trend im Bergbau nicht besser aus. Im Wahlkampf hat Chavez mehrfach betont, dass er seine Nationalisierungsstrategie fortsetzen will. Das sorgt für Schweißtropfen auf der Stirn der verantwortlichen Unternehmensbosse. Diese werden sich zwei Mal überlegen, ob sie in Venezuela neues Geld investieren wollen, wenn nicht klar abgesichert ist, dass die Regierung in der Folge nicht ihre Hand darauf legen wird. So werden neue Investitionen in den Bergbau mindestens erschwert. Wahrscheinlicher ist sogar, dass Konzerne einen großen Bogen um die fünftgrößte Volkswirtschaft Südamerikas machen und ihr Geld lieber nach Mexiko, Kolumbien oder Brasilien bringen. Dort gibt es unternehmensfreundlichere Bergbaugesetze.

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