Wenn man von den momentanen Situationen in der stärksten Kohleregion Australiens, Queensland, ausgeht, JA !Die meisten Kohleminen der Region laufen in Richtung Verlustzone und kämpfen mittels Kostenreduktion um eine schwarze Null. So berichten zumindest die australischen Fachpressen.Auch diese Rückläufigkeit hat offensichtlich im nachgebenden chinesischen Bedarf seinen Ursprung. Bereits im Juni 2012 wurde von rd. 30 ungelöschten und auch unbezahlten Kohleschiffen vor der Küste Chinas berichtet.

Seither werden die Analysten von Fitch, PT Bahana Securities und zahlreicher anderer Häuser nicht müde auf einen sich abzeichnenden Preisrückgang bei Kohle bis zumindest 2014 hinzuweisen. Sie sind sich einig, dass China es politisch nicht schaffen könnte langfristig als stabiler Importeur am Weltmarkt zu fungieren und daher der Kohlepreis unter Druck geraten wird.

Die aktuelle Lage im australischen Queensland scheint diesen Trend zu bestätigen.

Die regionale Ressourcenbehörde vermeldet im laufenden Jahr einen Rückgang der Exporte um 8%. Das Bild verdüstert sich noch durch die Tatsache, dass YANCOAL AUSTRALIA, das größte an der australischen Börse notierte Kohlebergwerk unter chinesischer Kontrolle, derzeit aktiv an einem Kostenreduktionsplan arbeitet und gleichzeitig seine Expansionspolitik neu überdenkt. Yancoal berichtet, dass es schwierig sein wird positiv zu bilanzieren, denn der starke australische Dollar in Kombination mit den gesunkenen Kohlepreisen bereiten den Vorständen starke Sorgen.

Weitere große Unternehmen zeigen ähnliche Reaktionen. BHP Billiton zum Beispiel berichtete vergangene Woche über die Rücknahme der Kohlenproduktion in ihrer Mine in Brisbane. Auch Rio Tinto hat berichtet, dass sie beabsichtigen ihre Blair Athol Mine früher als ursprünglich geplant zu schließen. Aslo Xtrata Coal hat bestätigt, dass sie auf Grund gefallener Kohlepreise, sowohl bei Koks als auch bei Thermalkohle, zahlreiche Mitarbeiter entlassen mussten.

Das aktuelle Beispiel an der Region Queensland zeigt sehr deutlich, wie engmaschig verknüpft regionale Entwicklungen mit der wirtschaftlichen Situation Chinas als Großimporteur sind.

Wir werden daher diese Entwicklung aktiv weiter verfolgen und Neuigkeiten hierzu berichten, da sich dieser Trend nicht alleine auf das australische Queensland beschränken wird.