Die Analysten der Erste Group in Österreich beschäftigen sich in einer ausführlichen Studie mit den möglichen Kurszielen für eine Unze Gold. Welche theoretische Variante auch immer sie auswählen, der Goldkurs hat bei allen Untersuchungsvarianten stets ein deutliches Aufwärtspotenzial. Auf dem aktuellen Niveau ist somit eine Unterbewertung festzustellen. Dabei nehmen die Experten statistische Modelle zur Hilfe, sie gehen mit Verschuldungsszenarien an die Sache heran, sie nutzen historische Vergleiche, technische Analysen, Geldmengenvergleiche und einiges mehr.

Je nach Analyseform kommen sie auf mögliche Kursziele von 8.300 Dollar je Unze bis zu mehr als 10.000 Dollar. Ein Vergleich zur Rallye 1980 zeigt, dass unter Bewertungsaspekten selbst ein Kursziel von 16.000 Dollar nicht ausgeschlossen wäre.

Die Analysten stellen bei ihren Modellberechnungen zugleich fest, dass der Goldpreis derzeit trotz aller Volatilität nicht überhitzt ist. Auch hier greifen sie auf frühere Kursvergleiche zurück. Demnach hat der Goldpreis in Hochzeiten um bis zu 130 Prozent über der 200-Tage-Linie gelegen, z.B. 1980. Als der Kurs im September 2011 ein neues Allzeithoch erreichte, betrug die Abweichung zur 200-Tage-Linie nur 26 Prozent. Aktuell liegt der Kurs sogar etwas unter dieser Linie. Für die Analysten steht fest, dass ein Bullenmarkt niemals bei Durchschnittswerten endet, wie sie momentan zu sehen sind. Somit hat der Goldkurs noch deutliches Aufwärtspotenzial, die finale Trendbeschleunigungsphase ist laut ihrer Argumentation noch längst nicht eingetreten. Realistisch ist für sie zunächst ein Wert von 2.300 Dollar.