Die Bergbaugiganten Rio Tinto (853147) und BHP Billiton (WKN 908101) werden für das erste Quartal wohl einen niedrigeren Eisenerzausstoß melden, nachdem schwere Regenfälle und Zyklone die Aktivitäten auf den Minen und in den Häfen in Australien beeinträchtigten.

Die Produktionsausfälle könnten sich auf bis zu 4 Mio. Tonnen Erz belaufen. Das wären rund 4% des globalen Gesamtausstoßes für das Quartal. Der zu erwartende niedrigere Ausstoß der Minenriesen hat den Preis für auf dem Seeweg transportiertes Eisenerz nach oben getrieben, obwohl Bedenken in Bezug auf die Nachfrage aus China bestehen, dem größten Käufer australischen Eisenerzes.

Ein geringeres Angebot, nicht eine höhere Nachfrage würden den Preis treiben, erklärten Rohstoffhändler. Eisenerz mit einem Gehalt von 62% Eisen erreichte 148,7 USD pro Tonne und damit den höchsten Preis seit Mitte Oktober.

BHP scheidender Eisenerzchef hatte Ende März noch gewarnt, dass sich die Nachfrage aus China abschwächen werde und damit zu einem Preis- und Kursrückgang im Sektor beigetragen. Dennoch will der drittgrößte Eisenerzproduzent der Welt bislang an seinen Plänen festhalten, 10 Mrd. USD in die Erweiterung der Produktionskapazitäten zu investieren.

Das sollte zu einer starken Produktion im laufenden Quartal führen, das traditionell auf Grund des sich verbessernden Wetters im Pilbara-Eisengürtel Western Australia zu den stärkeren Quartalen des Jahres gehört.
 

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