Das Interesse an Uran steigt wieder. Die internationalen Beobachter blicken positiver in die Zukunft. Vor allem China positioniert sich an den weltweiten Märkten. China hat nicht genug Uran im eigenen Land, um die Nachfrage zu decken. 15 Atomreaktoren werden derzeit betrieben, weitere 25 AKWs sind im Bau. Zudem liegen die Pläne für 50 zusätzliche Anlagen in den Schubladen der Behörden. Bisher versorgt sich China vor allem in Australien, Kasachstan, Usbekistan und Namibia mit dem wichtigen Rohstoff. Doch der Blick geht auch in andere Regionen.

Chinesische Medien berichten, dass das Land ein verstärktes Interesse an kanadischen Unternehmen hat, die im Uranabbau oder der Exploration engagiert sind. Nachdem sich die Atmosphäre zwischen chinesischen Regierungsstellen und dem kanadischen Premier Stephen Harper zuletzt deutlich verbessert hat, sind solche Deals nicht mehr unmöglich. Es ist jedoch bisher kanadisches Recht, dass Ausländer nur bis zu 49 Prozent an solchen Rohstoffförderern halten dürfen. Doch auch dies könnte sich mittelfristig ändern.

Bis es soweit ist, können chinesische Gesellschaften nur eine Minderheitsbeteiligung an kanadischen Explorern eingehen. Es gibt jedoch eine Ausnahme: Wenn das Unternehmen zwar kanadisch ist, die Explorationen jedoch im Ausland stattfinden, trifft diese Regelung nicht zu. Daher stehen vor allem solche kanadischen Unternehmen derzeit in der Gerüchteküche weit oben, die außerhalb der Landesgrenzen nach Uran suchen. Dazu zählt vor allem Macusani Yellowcake (WKN: A1CSGH).

Das Unternehmen hat Uranliegenschaften in Peru. Dort läuft die Exploration auf Hochtouren. Chinesische Investoren könnten sich diese Areale sichern, um so den eigenen Uranhunger zu stillen. Dabei wären sie nicht an die Beteiligungsrestriktionen gebunden. Analysten verweisen darauf, dass andere kanadische Unternehmen in der Nähe der Macusani-Areale ebenfalls aktiv sind. Hier werden bereits Gedankenspiele betrieben. So könnte Fission Energy (WKN: A0MW3M), das in Peru in der Nachbarschaft von Macusani Yellowcake agiert, ebenfalls als Übernahmeziel von Interesse sein.

Doch auch direkte Engagements in Kanada werden von Beobachtern nicht ausgeschlossen. Dabei könnte der Fokus der Chinesen eher auf Explorationsunternehmen liegen, die noch nicht so weit fortgeschritten sind. Für solch junge Explorationscompanies sind die Restriktionen nicht so hart. Es ist also einiges an Phantasie im Markt, was sich möglicherweise auch auf die Kurse auswirken könnte.
 

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