Noch immer ranken sich viele Spekulationen und Diskussionen um den Goldpreiscrash im ersten Halbjahr. Es ging sehr dynamisch nach unten. Auffällig war in diesem Zusammenhang, dass das Gold über die Terminmärkte regelrecht nach unten geprügelt wurde. Großanleger flohen nahezu aus Gold-ETFs, dies wurde begleitet durch hohe Shortengagements an den Terminbörsen.

Auch wenn man nicht den Verschwörungstheoretikern angehört, ist dies auffällig. Die hohe Zahl an Trendfolgeinvestoren ist für die Dynamik sicherlich ein Grund. Doch wer hat dafür gesorgt, dass der Goldtrend überhaupt eine solch starke Abwärtsdynamik aufbauen konnte. Mancher Marktbeobachter und Experte hat hier die US-Notenbank im Blick. Der Grund: Ein niedrigerer Goldpreis hilft der Fed, Turbulenzen rund um den Dollar im Zaum zu halten.

Solche Turbulenzen werden vor allem als Auswirkung der quantitativen Lockerungen befürchtet. „QE“, wie die extrem expansiven Maßnahmen der Fed gerne kurz bezeichnet werden, lasse sich nicht mehr kontrolliert zurück fahren, behaupten einige Experten. Diese Theorie hat nach der jüngsten Verschiebung des „Taperings“ durch die Fed neuen Aufschwung erhalten. Grob skizziert heißt es, dass die US-Notenbank nun die QE-Maßnahmen nicht mehr zurückfahren könne, ohne einen heftigen Einbruch der US-Konjunktur zu provozieren. Eine solche Schwäche aber würde den Dollar einbrechen lassen. Der allerdings sei, so heißt es weiter, ohnehin von einem Einbruch bedroht. Die US-Notenbank baut mit ihrem QE-Programm ein hohes Inflationspotenzial auf, warnen einige Experten lautstark. Das kann den Dollar ebenfalls massiv unter Druck setzen.

Diese Überlegungen führen direkt zu der Spekulation, dass die Fed zusammen mit Institutionen aus der Finanzbranche gegen das Gold spekuliert. Ein schwacher Goldpreis stärkt den Dollar, ein „Krisenbarometer“, dessen Wert fällt, signalisiert: Keine Krise. Das erscheint durchaus logisch und tatsächlich zeigen sich „big guys“ wie zum Beispiel Goldman Sachs extrem bearish für das Edelmetall. Ob die Theorie tatsächlich stimmt, ist dagegen umstritten, denn die Rallye der Aktienmärkte seit der Trendwende des Goldpreises 2011 signalisiert, dass viel „QE-Geld“ in Aktien fließt und gar nicht zu 100% direkt in der Konjunktur ankommt.

Dennoch ist die Spekulation um den Terminmarkt und dessen Goldengagement hoch interessant, denn dieses passt so gar nicht zur fundamentalen Nachfrage nach Gold. Vor allem Asiaten kaufen wie verrückt das Edelmetall und müssen zum Teil hohe Aufschläge akzeptieren, weil physisches Gold zunehmend knapp wird. Das passt so gar nicht zu der Situation, die die Aktivitäten am Terminmarkt vor allem in der ersten Jahreshälfte 2013 suggeriert haben.

Existiert also das Potenzial für eine riesige Schieflage der Gold-Bären? Ja, doch dazu müsste der Dollar aus seiner Abwärtsbewegung ausbrechen. Eine breite Zone um das jüngst erreichte Erholungshoch bei 1.433 Dollar ist dabei eine Schlüsselmarke bei der Antwort auf die Frage, ob es der Feinunze gelingt, den Kursabsturz von 1.921 Dollar im Jahr 2011 auf Ende Juni erreichte 1.180 Dollar endgültig zu beenden und in eine lang anhaltende Aufwärtsbewegung zu verwandeln. Anhänger der Theorie „Die Fed ist ein Gold-Bär“ würden nun ergänzen: Dazu müsste die Fed den Dollar aus der „Box“ herauslassen. Wenn dann aber zugleich der Dollar schwach wird, und das müsste er laut dieser Theorie werden, profitieren Investoren außerhalb der USA nur unterproportional.

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