Groß wurde die Nervosität, als der Goldpreis zuletzt nach seiner Erholung von 1.180 Dollar auf 1.433 Dollar wieder zur Schwäche neigte. Was viele am Markt übersehen haben. Charttechnisch ist das eine durchaus normale Reaktion. An der Unterstützung um die Marke von 1.300 Dollar hat die Feinunze in den vergangenen Tagen wieder Tritt gefasst, was das Szenario einer technischen Korrektur stützt. Im Bereich 1.320/1.360 Dollar sind nun verschiedene Hindernisse zu überwinden. Gelingt dies, kann die Konsolidierung abgehakt werden, dann wäre wohl wieder das Verlaufshoch im Blick.

Dass der Goldpreis sich stabilisiert hat, liegt übrigens auch an einer Fed-Personalie. Dass der frühere US-Finanzminister Lawrence Summer nicht mehr weiter für die Nachfolge von Fed-Chef Ben Bernanke kandidieren will, wird am Markt als wichtiges Vorzeichen für eine weiter lockere Geldpolitik der US-Notenbank interpretiert. Als Favoritin gilt derzeit mit Fed-Vize Janet Yellen eine Person, die für eine solche lockere Politik eintritt. Der Markt hofft nun darauf, dass die US-Währungshüter ihr „Quantitative Easing“ viel, viel moderater als bisher befürchtet zurücknehmen werden. Die Angst vor dem Ende von „QE“ hatte den Goldpreis abstürzen lassen.

Doch mittlerweile wandelt sich die Marktstimmung für Gold. Befürchtungen, dass reihenweise Unternehmen in die Pleite getrieben werden, haben sich längst relativiert. Die Aktienkurse vor allem der „big guys“ im Sektor wie Goldcorp und Barrick Gold haben sich von ihren Tiefs deutlich erholt, bleiben aber schwankungsfreudig.

Goldexperte Brien Lundin rechnet damit, dass auch die Juniors der Goldbranche bald von dem besseren Sentiment profitieren werden. Zuvor waren die Aktienkurse der kleinen Goldunternehmen drastisch abgestürzt. Belastet hatte nicht nur der schwache Feinunzenpreis, sondern auch die extrem schwierige Finanzierungssituation. Am Markt floss kaum noch Geld in Richtung der Juniors, die frische Gelder allerdings zum Aufbau von Projekten und für Explorationsarbeiten dringend benötigen, da sie meist noch nicht genügend eigenen Cashflow aufbauen konnten.

Doch das könnte bald „Schnee von gestern“ sein. Im Interview mit „The Gold Report“ sieht Lundin trotz der jüngsten Volatilität der Goldaktien den Weg nach oben frei. Die Einschätzung basiert auf steigenden Preisen für den Rohstoff. Den Preisaufschwung der Feinunze macht der Rohstoffexperte unter anderem an einer angespannten Versorgungslage beim physischen Gold fest. Vor allem die Nachfrage aus Asien, hier insbesondere aus China, und das begrenzte Goldangebot sollen die Preise treiben. Hinzu kommt eine überverkaufte Lage für das Edelmetall. Eindeckungen von Shortpositionen könnten nach Lundins Ansicht sogar eine starke Kursrallye auslösen.

Eine solche Entwicklung wird laut Lundin auf die Aktien von Gold-Juniors abfärben. Den Pessimismus mancher anderer Experten für die kleineren Goldförderer und Explorateure teilt er nicht. Lundin geht davon aus, dass Investoren durch die enormen Gewinnaussichten bei Juniors wieder angezogen werden, sobald sich ein einigermaßen sicheres positives Marktumfeld für den Goldpreis zeige. Und genau diese Tendenzen sind zu sehen.

Lundin nennt eine ganze Reihe von Unternehmen, die er interessant findet. Es gebe viele unterbewertete Gesellschaften, so der Experte. Für den Investor hat das Vorteile, denn er muss keine unnötigen Risiken in Kauf nehmen. So könnte man zum Beispiel Länder mit hohen politischen und rechtlichen Risiken meiden, stattdessen mit Blick auf das Umfeld sichere Länder ansteuern.

Einer der Werte, von denen sich Lundin eine positive Überraschung erhofft, ist Brigus Gold Corp. (BRD:NYSE.MKT; BRD:TSX) Das kanadische Unternehmen betreibt unter anderem die Goldmine Black Fox im bekannten Timmins Gold District in Ontario. Vor wenigen Wochen erst hat die Company ihre Produktionsprognose für 2013 um 5.000 Unzen auf bis zu 105.000 Unzen erhöht. 2014 werden die notwendigen Investitionen für den Aufbau der Aktivitäten deutlich zurück gehen, was die Finanzkraft von Brigus stärkt. Lundin erwartet zudem Aufwärtspotenzial aus den Explorationsarbeiten der Gesellschaft auf einem weiteren Projekt, Grey Fox.

Auch unter den Explorationsunternehmen sieht Lundin Chancen. Eine davon sei die Gold Standard Ventures Corp. (GSV:TSX.V; GSV:NYSE) Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren gute Explorationsergebnisse von Projekten in Nevada abgeliefert, sei anschließend aber mit dem Gesamtmarkt untergegangen und vergessen worden. Derzeit werde das Unternehmen auf einem Niveau wie vor den Entdeckungen gehandelt, dies sei attraktiv, so Lundin. Wichtiger Aspekt: Trotz des ausgetrockneten Finanzierungsmarktes hat die Gesellschaft Anfang August 5 Millionen Dollar frisches Kapital einwerben können.

Ebenfalls in Nevada aktiv ist die Rye Patch Gold Corp. (RPM:TSX.V; RPMGF:OTCQX), die Lundin ebenso zu den interessanten Werten zählt. Das Unternehmen stand längere Zeit aufgrund eines Streits mit Coeur Mining im Blickpunkt. Übernahmehoffnungen haben sich im Zuge der Einigung zerschlagen, allerdings bekommt Rye Patch Gold 32 Millionen Dollar in Form von Royaltyzahlungen. Dies sei für einen Junior enorm hoch und ermögliche der Gesellschaft, ohne finanzielle Nöte Projekte in Nevada weiter zu erkunden. Das Unternehmen müsse nun die Qualität der Projekte mit Bohrungen nachweisen.

Kanada gilt ebenfalls als stabile Bergbauregion. Hier sieht Lundin eine Reihe von Chancen und nennt Comstock Metals Ltd. (CSL:TSX.V) als Beispiel. Die Gesellschaft habe im Yukon ein aussichtsreiches Projekt, das an das Golden-Saddle-Projekt von Underworld Resources erinnere. Underworld war damit ein spektakulärer Fund gelungen. Trotz zuletzt gemischt ausgefallener Bohrergebnisse gebe es hier einiges an möglichem Potenzial, glaubt der Experte. Es müsse sich allerdings noch durch Bohrungen zeigen, ob die Vererzungsgrade wirklich ausreichen, um eine Entwicklung des Projektes zu unterstützen.

Mexiko hat Lundin auch auf der Watchlist, hier unter den Goldtiteln vor allem Cayden Resources Inc. (CYD:TSX.V; CDKNF:NASDAQ). Das Unternehmen hat Anfang des Jahres für 15,7 Millionen Dollar Teile eines Projektes an eine Tochtergesellschaft von Goldcorp verkauft, die in der Nachbarschaft arbeitet. Das Geld gibt dem Unternehmen reichlich Spielraum für weitere Explorationsarbeiten auf den beiden mexikanischen Standorten im Guerrero-Goldgürtel. Auf dem Projekt El Barqueño startet man nun nach erfolgversprechenden Bodenuntersuchungen mit einem Bohrprogramm.

Doch nicht nur auf Goldwerte wirft Lundin einen Blick, sondern auch auf Silber-Companys, die in Mexiko aktiv sind. Unter anderem nennt der Experte hier Endeavour Silver Corp. (EDR:TSX; EXK:NYSE; EJD:FSE), SilverCrest Mines Inc. (SVL:TSX.V; SVLC:NYSE.MKT) und Great Panther Silver Ltd. (GPR:TSX; GPL:NYSE.MKT) als Beispiele, für die er bullisch ist. Eine neue Empfehlung sei Santacruz Silver Mining Ltd. (SCZ:TSX.V; 1SZ:FSE). Das Unternehmen habe eine Silberproduktion mit sehr niedrigen Kosten aufgebaut und sei eine Wachstumsstory. Die Aktie sei ein „Hebel“ auf steigende Silberpreise, glaubt Lundin.

Newcomer, die derzeit kaum auf der Liste von Investoren stehen, seien zudem Columbus Gold Corp. (CGT:TSX.V) mit einer Ressource von mehr als 4 Millionen Unzen Gold sowie Lara Exploration Ltd. (LRA:TSX.V). Letztere habe unter anderem ein exzellentes Managementteam, starke Großaktionäre und sei auf dem aktuellen Niveau ein Schnäppchen.

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