XXL-Projekt und Expansion: Arizona wird zum Powerhouse für US-Kupfer
Der Kupferexplorer Gunnison Copper CA4028801088 A40TP4 forciert derweil die Entwicklung seines Gunnison-Kupferprojekts in Arizona. Anfang Juni wurde eine 34,5 Mio. CAD schwere Privatplatzierung abgeschlossen. Einen Tag später gab das Unternehmen den noch für diesen Monat geplanten Start eines 42.000 Meter umfassenden Bohrprogramms bekannt.
Das Programm dient der Unterstützung der laufenden Vorstudie (Pre-Feasibility Study, PFS), der Ressourcenerweiterung, der metallurgischen Optimierung und der Ressourcenumwandlung. 15 Mio. USD zzgl. Personalkosten hat der Explorer für das Programm veranschlagt. Erste Ergebnisse werden innerhalb von 6 Monaten, vollständige Ergebnisse in den nächsten 12 bis 15 Monaten erwartet.
Gunnison Copper vor 42.000-Meter-Bohrprogramm
Gunnisons Bohrprogramm soll die metallurgische Optimierung und Ressourcenumwandlung vom Kupfer unterstützen, die für den Nachweis einer Mineralreserve in der geplanten Machbarkeitsstudie erforderlich sind.
Arizona spielt für die Bestrebungen der USA im Hinblick auf eine inländische Kupferversorgung eine zentrale Rolle. 2025 wurden jüngsten Schätzungen des US Geological Survey zufolge nur rund 1 Mio. Tonnen Kupfer in US-Minen produziert, 57 % des Kupferverbrauchs mussten durch Importe gedeckt werden. Rund 70 % der inländischen Produktion entfallen auf Arizona. Dort lagern auch die größten unerschlossenen Vorkommen, die nun in Richtung Produktion geführt werden sollen.
Kupferbergbau ist in Arizona seit dem 19. Jahrhundert ein bedeutender Wirtschaftszweig. Welche Bedeutung Kupfer für den Bundesstaat besitzt, wurde anlässlich einer Aktion zum 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit deutlich. Alle 50 Bundesstaaten wurden um einen Beitrag zu einer Zeitkapsel gebeten. Das Herzstück der Dreingaben Arizonas markierte ein Gedenk-Kupferbarren mit einem Arizona-Logo "America 250" des Künstlers Riley Hemmett aus Phoenix.
Zu den bedeutendsten Entwicklungen im Kupfersektor Arizonas gehört Resolution Copper in Oak Flat. Das Joint Venture von BHP AU000000BHP4 850524 und Rio Tinto GB0007188757 852147 soll nach langwierigen juristischen Auseinandersetzungen und einem erfolgten Landtausch mit der Bundesregierung nun endlich in Richtung Produktion entwickelt werden.
Resolution Copper: Riesige Investition in Arizona
Vicky Peacey, Präsidentin und Geschäftsführerin von Resolution Copper, verdeutlichte die Tragweite des Projekts. Resolution kann demnach künftig ein Viertel des US-Kupferbedarfs decken und ist "eine der größten privaten Investitionen in der Geschichte Arizonas".
In den kommenden zwei Jahren sind Investitionen in Höhe von 500 Mio. USD geplant, erste Stellen wurden bereits ausgeschrieben. Das abgebaute Kupfer soll in den USA bleiben. "Resolution Copper hat Zugang zur Kennecott-Anlage von Rio Tinto, einer von nur zwei aktiven Kupferschmelzen im Land, mit der nötigen Raffineriekapazität, um das Kupfer direkt von der Mine zu fertigem Metall zu verarbeiten", sagt Peacey. Resolution ist dabei in einer einzigartigen Position, um eine vollständig amerikanische Kupferlieferkette zu gewährleisten.
Dass selbst das XXL-Projekt Resolution nur einen Teilbeitrag zur angestrebten US-Kupfersouveränität leisten kann, hat sich herumgesprochen. Ende April gründeten Kodiak Copper CA50012K1066 A2P2J9 und Teck Resources CA8787422044 858265 einen neuen, auf die USA fokussierten Explorer, der zwei Projekte in Arizona (Mohave und Copper Hill) vorantreiben soll.
Teck Resources und Hudbay Minerals setzen auf Kupfer in Arizona
Im März einigten sich Hudbay Minerals CA4436281022 A0DPL4 und Arizona Sonoran Copper CA04058Q1054 A3C8MS auf eine Übernahme durch Hudbay. Durch die Transaktion erwirbt Hudbay eine 100-prozentige Beteiligung am Cactus-Projekt. Cactus ist ein hochwertiges, großflächiges Kupfererschließungsprojekt in einem Bergbaugebiet, das wir bestens kennen. Zusammen mit der Weiterentwicklung von Copper World schafft diese Transaktion eines der bedeutendsten Kupfergebiete Nordamerikas", sagte Hudbay-CEO Peter Kukielski damals.
Gunnison Copper startet mit metallurgischen Optimierungsbohrungen mit einer Gesamtlänge von ca. 10.000 Metern, um repräsentative Proben aus den Lagerstätten Gunnison und Strong & Harris zu gewinnen. Ziel ist es, zusätzliche Proben für laufende metallurgische Testarbeiten, Ingenieurstudien und die Minenplanung bereitzustellen, um das PFS-Arbeitsprogramm und die Genehmigungsverfahren des Unternehmens zu unterstützen. An die metallurgische Bohrphase schließt sich ein auf 32.000 Meter ausgelegtes Ressourcenbohrprogramm an, das unter anderem zur Erweiterung und Hochstufung von Ressourcen dient. Gunnison Copper ist damit wichtiger Bestandteil einer Entwicklung, an deren Ende die Importabhängigkeit der USA bei Kupfer Geschichte sein könnte.