Treffer in neue Dimension? US-Silberexplorer erbohrt tiefes Kupfersystem
Prismo Metals CA74275P1071 A2QEGD hat mit seiner ersten Bohrphase auf dem Silver-King-Projekt in Arizona viel mehr erreicht als eine bloße Aufwärmung historischer Silbergeschichten. Das Unternehmen meldet acht Diamantbohrlöcher mit insgesamt 1.272 Metern Kern. Sieben Löcher zielten auf die oberen Zonen des historischen Erzkörpers. Das achte ging deutlich tiefer. Genau dort beginnt die Meldung spannend zu werden.
Denn Silver King wirkt plötzlich nicht mehr nur wie ein altes Silberprojekt mit nostalgischem Glanz. Der tiefe Bohrtest SK-26-07 hat laut Prismo Merkmale durchschnitten, die eher nach einem porphyrischen Kupfersystem aussehen. Und das wäre eine ganz andere Dimension.
Obere Zonen treffen Erwartungen
Zunächst das Erwartbare. Alle acht Bohrungen trafen nach Angaben des Unternehmens das anvisierte Quarzadern- und Stockwork-System im Bereich des historischen Silver-King-Körpers. In mehreren flacheren Löchern wurden Quarz-Baryt-Gänge und silberhaltige Sulfide beobachtet. Genannt werden unter anderem Freibergit, Stromeyerit, Akanthit und gediegenes Silber.
Das ist für Prismo keine Kleinigkeit. Denn damit stützt die Bohrkampagne sowohl die historischen Daten als auch das eigene 3D-Modell der alten Grubenbaue. Explorationschef Craig Gibson sagte, das Modell der Untertagebaue habe sich weitgehend bestätigt. Zugleich deuteten die Arbeiten darauf hin, dass die oberen Bereiche offenbar weniger stark abgebaut wurden als historische Berichte vermuten ließen. Das lässt dem Projekt in der bekannten Silberzone weiter Luft.
Tiefes Loch erweitert Projektstory
Wirklich interessant wird es aber in der Tiefe. Das Bohrloch SK-26-07 erreichte 488 Meter und stieß unterhalb der historischen Grubenbaue auf einen Quarzmonzonit-Eingriff mit reichlich Pyrit, lokaler Kalium-Alteration sowie vereinzeltem Chalcopyrit und Pyrrhotit. Wer im Bergbau auf solche Begriffe schaut, weiß, worauf die Firma hinauswill. Diese Kombination passt eher zu einem System, das in Richtung porphyrischer Kupfermineralisierung weist.
Prismo formuliert das vorsichtig, aber die Richtung ist klar. Was bisher wie ein hochgradiges Silberprojekt wirkte, bekommt mit einem Schlag eine zweite Ebene. Das Projekt könnte nach oben epithermales Silber zeigen und nach unten in ein größeres, heißeres Kupfersystem übergehen. Genau diese vertikale Zonierung macht Lagerstätten in solchen Distrikten interessant.
Firmenchef Alain Lambert bringt es in der Mitteilung entsprechend auf den Punkt. Aus einer Silberchance könne ein deutlich größeres Ziel werden. Das ist noch kein Beweis für ein wirtschaftliches Kupferprojekt. Aber es ist der Moment, in dem ein aussichtsreiches Explorationsprojekt geologisch einen neuen Kick bekommt.
Lage neben Resolution macht Treffer brisant
Noch wichtiger wird die Meldung durch die Lage des Projekts. Silver King liegt nur rund 3,4 Kilometer vom Hauptschacht des Resolution-Copper-Projekts entfernt, einem Gemeinschaftsprojekt von Rio Tinto und BHP. In solchen Nachbarschaften schaut der Markt genauer hin. Nicht, weil Nähe allein schon Wert schafft. Sondern weil Geologie in bekannten Kupfergürteln selten an Claimgrenzen stoppt.
Silver King liegt in einem geologisch komplexen Fenster mit mehreren Intrusionsphasen und zahlreichen historischen Arbeiten. Der neue tiefe Treffer fügt sich für Prismo in dieses Bild ein. Die Botschaft dahinter ist klar. Silver King soll künftig nicht mehr nur als historisches Silberrevier gewertet werden, sondern als polymetallisches System mit offenem Potenzial in der Tiefe.
Laborwerte rücken ins Zentrum
Die geologische Richtung ist gesetzt. Silver King wirkt nach dieser Bohrphase nicht mehr wie ein reines Silberprojekt mit historischem Charme, sondern wie ein System mit echter Tiefe und neuem Maßstab. Genau das macht die Kampagne für Prismo so wertvoll. Die Bohrkerne bestätigen nicht nur die bekannte Silberzone, sie öffnen zugleich die Tür zu einem größeren Kupferziel unterhalb des alten Reviers.
Die nächsten Wochen entscheiden nun darüber, wie stark dieses Signal wirklich ist. Proben aus fünf Bohrlöchern werden bereits im Labor ausgewertet, weitere sollen folgen. Die Ergebnisse werden für Mai 2026 erwartet. Danach dürfte klarer sein, ob aus Silver King ein Projekt mit deutlich größerer strategischer Bedeutung wird. Schon jetzt hat die erste Bohrphase die Wahrnehmung des Projekts spürbar verändert.