Ein neues Projekt nimmt Form an: Southern Silver Exploration Corp. (TSX-V: SSV, WKN: A12BX1, ISIN: CA8438142033), interessierten Bergbau-Anlegern derzeit vor allem im Zusammenhang mit seinem Flaggschiff, dem Silber-Blei-Zink-Projekt „Cerro Las Minitas“ (Mexiko) ein Begriff, wird dieser Tage auch an anderer Stelle Bohrgeräte mobilisieren. Der Multimineral-Explorer aus Vancouver meldete am Dienstagabend, dass die Bohrgenehmigungen für das Kupfer-Porphyr-Grundstück „Oro“ (New Mexico/USA) nun vollständig vorliegen. Die Arbeiten dort sollen innerhalb der kommenden zwei Wochen beginnen. Das dürfte der Startschuss für einen hochinteressanten Newsflow werden: Aufgrund der signifikanten Nachfrageentwicklung nach Kupfer wäre die Entdeckung einer weiteren Lagerstätte bedeutsam für Branche und Abnehmer.

Wie Southern Silver in einer Unternehmensmeldung mitteilt, haben die drei zuständigen Behörden – das sind die New Mexico Mining and Minerals Division, das New Mexico State Land Office und das Bureau of Land Management (BLM)- die Genehmigungen für ein auf 4.000 Meter angelegtes Bohrprogramm auf „Oro“ erteilt. Im Rahmen dieser Kampagne sollen mit Diamantbohrungen verschiedene Kupfer-Porphyr- und Skarn-Ziele auf dem vollständig unternehmenseigenen Projekt getestet werden. (Skarn ist heterogenes Gestein, das in seiner Genese durch Druck, Temperatur oder chemische Einflüsse alteriert wurde). Grundlage zur Erkundung der Vererzung ist die 3D-Modellierung von Daten, die sich auf historische Bohrlöcher, geologische Kartierungen, Studien über geochemische und Alterations-Ton- Zonierungen sowie geophysikalische Untersuchungen gründen.

Über das Projekt „Oro“

Das Projekt „Oro“ setzt sich aus Landpatenten, Pachtverträgen mit dem US-Bundesstaat New Mexico und Federal- beziehungsweise BLM-Claims zusammen, die Southern Silver in den vergangenen Jahren durch Grundstückskäufe, Pacht und Absteckungen erworben hat. Auf verschiedenen Teilen des Gesamtareals wurde aus fünf Minen historisch geschürft und produziert, und zwar Kupfer, Silber, Gold, Blei und Zink.

Geologisch betrachtet, beherbergt das „Oro“-Projekt ein großes, zoniertes Mineralsystem aus dem Laramid-Zeitalter. Es besteht aus einem Ring von sogenannten Karbonat-Ersatzlagerstätten (CRD, carbonate replacement deposits) rings um einen Kernbereich mit intensiver Serizit-Pyrit-Alteration. Die historische Produktion auf „Oro“ erfolgte oberflächennah aus solchen Karbonat-Ersatzlagerstätten. Nach der Auslegung von Southern Silver befinden diese sich jedoch außerhalb einer tiefer gelegenen Porphyr-Kupferlagerstätte. Die Ton-Mineralogie interpretiert eine Gesteinskappe oberhalb eines nicht exponierten Porphyr-Zentrums. Das gilt es, zu erkunden.

Explorationspotenzial vorhanden: „Stockpond“ als „Musterziel“

Unweit der Karbonat-Ersatzlagerstätte befinden sich distale (vom Mittelpunkt entfernte) eingesprengte und sedimentgebundene Goldvorkommen. Ein Beispiel dafür ist das Ziel „Stockpond“: Dort hatte Southern Silver bereits in begrenztem Umfang Explorationsbohrungen durchgeführt. Diese ermittelten eine stark oxidierte, eingesprengte Goldmineralisierung unterhalb einer flachen Kiesdecke. Begrenzt wird diese durch eine postmineralische Verwerfung, die mögliche Erweiterungen unter einer dicken Kiesschicht begraben hat. Dadurch bleibt die Mineralisierung an dieser Stelle für weitere Explorationen offen.

Um eine geochemische Kupfer- und Goldanomalie in den Böden längs der Goldzonen-Projektion unterhalb der Kiesdecke südlich von „Stockpond“ abzudecken, hatte Southern Silver das Grundstück durch die Absteckung von 40 neuen, nicht patentierten Ader-Claims erweitert. Dadurch vergrößert sich das Grundstück auf ungefähr 26 Quadratkilometer. Die geophysikalische Schwerkraft weist in diesem Bereich darauf hin, dass der Kies nur oberflächlich ist. Erste Bodenproben waren bereits im September entnommen und im Monat darauf weitere Bodenlinien hinzugefügt worden, die die Anomalie im Boden bestätigt hatten.

Geschäftsleitung: Aussicht auf Kupferressource trifft Marktnachfrage

Lawrence Page, der Präsident von Southern Silver Exploration, betonte in einem Statement, dass es sich bei „Oro“ um ein Gebiet handele, das das Unternehmen bereits seit mehreren Jahren systematisch konsolidiere und vorantreibe. Man sei der Ansicht, dass nun ein günstiger Moment gekommen sei, um die Kupferziele zu erproben und möglicherweise daraus eine Ressource zu entwickeln. Die Aufnahme einer bedeutenden Kupferressource in das Gesamt-Mineralinventar von Southern Silver im Falle einer erfolgreichen Exploration stelle eine Komponente dar, die besonders von Abnehmern in der florierenden Energiespeicherungs- und Energieübertragungsbranche nachgefragt würde.

Auch auf „Hermanas“ geht es weiter

Abgesehen von möglichen Kupferfunden kommt Southern Silver zeitgleich auch auf dem zu 100 Prozent gehaltenen Gold-Silber-Grundstück „Hermanas“ (ebenfalls in New Mexico und nur 30 Kilometer von „Oro“ entfernt) ein gutes Stück voran. Dort werden voraussichtlich Ende Februar die Probeentnahmen und geologischen Kartierungen abgeschlossen sein. Im Fortgang sollen nach Vorliegen der Untersuchungsergebnisse Bohrstellen ausgewählt und die Genehmigungen für ein Bohrprogramm eingeholt werden. Läuft dabei alles nach Plan, könnten die Explorationsbohrkampagnen auf „Hermanas“ bereits im vierten Quartal 2022 oder Anfang 2023 beginnen.

Weiterhin im Fokus: „Cerro Las Minitas“

Für das Firmenflaggschiff, das Silber-Blei-Zink-Projekt „Cerro Las Minitas“ im mexikanischen Bundesstaat Durango sind derweil die Vorbereitungen zu einer vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA, preliminary economic assessment) im Gange. „Cerro Las Minitas“ liegt in der Faja de Plata, einer Region, in der mehrere Weltklasse-Mineralvorkommen wie „Penasquito“, „San Martin“, „Naica“ und „Pitarrilla“ angesiedelt sind. Auch „Cerro Las Minitas“ soll zu einer erstklassigen und hochgradigen Silber-Blei-Zink-Mine entwickelt werden.

Die aktuelle Ressourcenschätzung beziffert für das Projekt angezeigte (indicated) 137 Millionen Unzen Silber- beziehungsweise 2,3 Milliarden Pfund Zink-Äquivalent: 42,1 Millionen Unzen Silber, 358 Millionen Pfund Blei und 895 Millionen Pfund Zink. Die vermuteten (inferred) Werte liegen bei 198 Millionen Unzen Silber- oder 3,3 Milliarden Pfund Zink-Äquivalent: 73,6 Millionen Unzen Silber, 500 Millionen Pfund Blei und 1.009 Millionen Pfund Zink.