Dass Southern Silver Exploration Corp. (TSX-V: SSV, WKN: A12BX1, ISIN: CA8438142033) eine erfreulich erhöhte Ressourcenschätzung für sein Silber-Paradeprojekt „Cerro Las Minitas“ vorlegen würde, war bereits seit einigen Wochen bekannt. Nun ist es offiziell und amtlich: Wie der Explorer aus Vancouver am Mittwoch meldete, liegt ein neuer technischer Bericht vor, der die aktuellen Zahlen für das Flaggschiffprojekt im mexikanischen Bundesstaat Durango  enthält. Demnach erhöhen sich die Sulfid-Ressourcen aus zwei neuen Mineralvorkommen, hinzu kommt eine kleine Oxidressource aus einem der neuen Gebiete. Außerdem beinhaltet das Update eine Aktualisierung der bereits im Oktober gemeldeten Mineralressourcen unter Berücksichtigung neuer Preise und metallurgischer Ergebnisse. Die neue Ressourcenschätzung ist ein wichtiger Baustein der bald zu erwartenden vorläufigen Machbarkeitsstudie, auf die Edelmetall-Anleger bereits gespannt sein dürfen.

Erstellt wurde der ab sofort sowohl auf SEDAR als auch auf der Unternehmenswebseite einsehbare Bericht gemäß National Instrument 43-101 (und 43-101F1) von Garth D. Kirkham (Geologe) und Arthur Barnes (Ingenieur). Der Bericht unterstützt die bereits Ende Oktober kommunizierten Angaben: Damals hatte Southern Silver eine Steigerung der „Cerro Las Minitas“-Mineralressource gemeldet. Die Zahlen – im Einzelnen weiter unten aufgeführt – dienen als Grundlage für eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung (preliminary economic assessment, „PEA“). Deren Fertigstellung visiert Southern Silver für das zweite Quartal 2022 an.

Die Highlights der Ressourcenschätzung

Im Bericht sind jene 20.991 Meter Kernbohrungen enthalten, die 2020 und 2021 abgeschlossen wurden. Zudem wurden aktualisierte Metallgewinnungsraten und Rohstoffpreise berücksichtigt sowie über 1.127 Meter an spezifischen Schwerkraftmessungen einbezogen.

Die neue Schätzung hebt die Größe der Ressource auf Tonnage-Basis um etwa 33 Prozent, was im Wesentlichen durch die Hinzufügung der neuen Zonen „La Bocona“ und „South Skarn“ zustande kommt. Bei den aktualisierten Mineralressourcen gibt es eine beträchtliche Steigerung der Silberwerte in der angezeigten (42,1 Millionen Unzen) und abgeleiteten (73,6 Millionen Unzen) Kategorie von etwa 38 Prozent gegenüber der vorangegangenen Schätzung von 2019.

Insgesamt ist der Silberanteil am Gesamtmetallgehalt erhöht; die Gewinnung von Gold ist in der Berechnung der sulfidischen Nettohüttenwerte allerdings nicht eingerechnet, weil hierfür noch weitere metallurgische Arbeiten vonnöten sind.

Da die Silber-Blei-Ausrichtung der neuen Lagerstätten gesteigert ist, erhöht sich auch der NSR-Wert für „South Skarn“ und die angezeigten Werte für „La Bocona“. Deren höhergradige Abschnitte befinden sich innerhalb von 300 Metern unterhalb der Oberfläche – ein Vorteil für künftige Abbau-Modelle. Die Mineralisierung ist in einer Tiefe von unter 500 Metern offen und bietet somit viel zusätzliches Entdeckungspotenzial. Für das kommende Jahr plant Southern Silver die Exploration weiterer bislang nicht oder kaum erprobter Gebiete von „Cerro Las Minitas“.

Die aktuellen Zahlen im Detail

Die angezeigten (indicated) Werte für „Cerro Las Minitas“  betragen 137 Millionen Unzen Silber-Äquivalent oder 2,3 Milliarden Pfund Zink-Äquivalent (entspricht 42,1 Millionen Unzen Silber, 28.000 Unzen Gold , 358 Millionen Pfund Blei und 895 Millionen Pfund Zink); dies aus 12,3 Millionen Tonnen Material mit einem Pro-Tonne-Durchschnittsgehalt von 106 Gramm Silber, 0,1 Gramm Gold, 0,2 Prozent Kupfer, 1,3 Prozent Blei und 3,3 Prozent Zink (347 Gramm Silber-Äquivalent; 8,4 Prozent Zink-Äquivalent); dies entspricht einem NSR-Wert von 130 USD je Tonne.

Die abgeleiteten (inferred) Werte wurden mit 198 Millionen Unzen Silber-Äquivalent oder 3,3 Milliarden Pfund Zink-Äquivalent beziffert (73,6 Millionen Unzen Silber, 500 Millionen Pfund Blei und 1.009 Millionen Pfund Zink), dies aus 19,6 Millionen Tonnen Erz mit (immer je Tonne genannt) durchschnittlich 117 Gramm Silber, 78.000 Unzen Gold 0,1 Gramm Gold, 0,2 Prozent Kupfer, 1,2 Prozent Blei und 2,3 Prozent Zink (314 Gramm Silber-Äquivalent; 7,6 Prozent Zink-Äquivalent), dies wäre ein NSR-Wert von 123 USD.

Neue Zonen, neue Werte: „La Bocona“

Im Bereich der oberen 100 Meter der Zone „La Bocona“ hatte Southern Silver eine kleine Oxidressource festgestellt. Bei einem angesetzten Cuttoff-Gehalt von 60 USD pro Tonne beträgt die Ressource dort angezeigt (indicated) 65.000 Tonnen mit im Schnitt 28 Gramm Silber und 2,2 Gramm Gold je Tonne beziehungsweise 58.000 Unzen Silber und 4.500 Unzen Gold (entspricht 93 USD NSR). Abgeleitet (inferred) sind es 219.000 Tonnen zu jeweils 120 Gramm Silber und 0,8 Gramm Gold (844.000 Unzen Silber, 5.600 Unzen Gold), das entspricht 88 USD NSR.

Das hier angesetzte Ressourcenmodell geht von 74 Prozent Silberausbeute auf Basis eines Säurelaugungstests an Proben aus der „Blind/ El Sol“-Zone aus. Die Goldgewinnungsrate für den Bericht wurde auf 70 Prozent geschätzt; allerdings sind weitere metallurgische Testarbeiten notwendig, die belegen, wie es mit der Goldgewinnung aus den Oxiden dieser neuen Zone aussieht.

Die Lagerstätten von Cerro Las Minitas

In der Ressourcenschätzung sind Modelle für insgesamt sechs separate Mineralvorkommen berücksichtigt, von denen vier bereits 2019 definiert wurden. Die bereits erwähnten Zonen „South Skarn“ und La Bocona“ kamen in diesem Jahr dazu.

Geologisch betrachtet bilden die Lagerstätten „Blind“, „El Sol“, und „Las Victorias“ eine Reihe nach Nordwesten verlaufender und steil abfallender subparalleler Zonen über 1,3 Kilometer Streichenlänge und bis in 600 Meter Tiefe. Unterhalb dieser Lagerstätten bildet sich am äußeren Rand einer Alterationszone, die eine zentrale Monzonit-Zone umgibt, eine Skarnfront. („Skarn“ bezeichnet metasomatische Zonen in Nebengestein in der Nähe von  Graniten.) Diese wurde über etwa 1.200 Meter Streichenlänge und in bis zu 1.000 Metern Tiefe bebohrt.

Ähnlich sieht es an der Ostseite des äußeren Randes dieser Alterationszone aus. Dort befindet sich die Zone „South Skarn“, die einen tafelartigen, steil ostwärts absinkenden Körper mit etwa 350 Metern Streichenlänge aufweist und bis in 500 Meter Tiefe gebohrt wurde.

Die „La Bocona“-Zone besteht aus zwei separaten Unterbereichen: „Bocona Skarn“ und „Muralla“. Erstgenannte Zone befindet sich am Außenrand der Skarn-Alterationszone auf der Nordseite. Der obere Teil von „Muralla“ ist stark oxidiert: Eben dies ist die Quelle der oben beschriebenen Oxidressource.

Parameter für die Mineralressourcenschätzung von „South Skarn“ und „Bocona“

Grundlage der Schätzung waren separate Blockmodelle der Zonen, die 3D-Drahtgittermodelle zur Einschränkung der mineralisierten Zonen verwendeten. Aus den Blöcken wurden die Gehalte für Silber, Gold, Kupfer, Blei und Zink interpoliert und anhand dieser Zahlen die Werte für die Nettoschmelzabgabe pro Tonne, Silberäquivalent und Zinkäquivalent berechnet. Die Interpolation erfolgte in zwei Durchgängen, wobei (außer für die Zone „Bocona Skarn“) schrittweise größere Suchradien verwendet wurden.

Bei „La Bocona“ setzt sich die Schüttdichte aus insgesamt 418 bei Feldarbeiten genommenen Proben und Unterproben der einzelnen Kernlängen zusammen. Verwendet wurde ein gewichteter Durchschnitt der Proben. Für „Skarn South“ waren es 387 solcher Messungen. Die so zusammengesetzten Silberwerte wurden gekappt: Damit sollten Auswirkungen möglicher Überschätzungen durch statistische „Ausreißer“ beseitigt werden. Für beide Zonen betrug der Schwellenwert 700 Gramm Silber pro Tonne. Auch die „Ausreißer“ bei den Nebenprodukt-Metallen wurden gedeckelt.

Als Definition für die Drahtgittermodelle der Mineralisierungen wurden Kombinationen aus geologischen Beschränkungen und Gehaltsgrenzen ohne Mindestabbaumächtigkeit verwendet und unbeprobte Abschnitte mit einem Null-Gehalt versehen.

Als „abgeleitet“ (inferred) klassifiziert wurden die Blöcke, die sich innerhalb von 75 Metern von einem Bohrlochabschnitt befanden. Innerhalb von 40 Metern des nächsten Abschnitts gelegen und durch zwei Bohrlöcher geschätzt wurden sie als „angezeigt“ (indicated) gewertet. Auch hier wurde eine Grenze interpretiert, um „Ausreißer“ herauszurechnen.

Es wurden außerdem kontinuierliche und potenziell untertägige „Bergbauplatten“ erstellt, um begründete Aussichten auf wirtschaftlichen Abbau nachzuweisen.

Die Berechnung des NSR-Wertes

Grundlage hierfür waren langfristige Durchschnittspreise für die Metalle: 20 USD pro Unze Silber, 1.650 USD pro Unze Gold sowie Pfundwerte von 3,25 USD für Kupfer, 1,00 USD für Blei und 1,20 USD für Zink. Bei den metallurgischen Testarbeiten wurden drei verkaufsfähige Konzentrate für die Skarn-Zonen sowie zwei solcher Konzentrate für „Blind“, „Las Victorias“ und „El Sol“ identifiziert.

Zur Berechnung der Oxid-NSR-Werte wurden nur Silber- und Goldgewinne in der Ader berücksichtigt. In den Sulfid-Konzentraten wurde Gold nicht wiedergewonnen und wurde für die Ressourcenschätzung auf 70 Prozent im Oxidkreislauf geschätzt.

Über Southern Silver Exploration Corp.

Die Southern Silver Exploration Corp. erforscht das zu 100 Prozent gehaltene Silber-Blei-Zink-Projekt „Cerro Las Minitas“ in Mexiko, ein Gebiet, das Mineralvorkommen von Weltklasse beherbergt. Ein Top-Expertenteam steht bereit um das Projekt zu einer erstklassigen, hochgradigen Silber-Blei-Zink-Mine zu entwickeln.

Neben Cerro Las Minitas  besitzt Southern Silver das Porphyr-Kupfer-Gold-Projekt „Oro“ im Süden des US-Bundesstaates New Mexico, das patentgeschütztes Land, staatliche Pachtverträge und BLM (Bureau of Land Management)-Mineralien-Claims auf einer Gesamtfläche von 22,3 Quadratkilometern umfasst. Das Unternehmen erwartet zeitnah die Genehmigung des geplanten Bohrprogramms, das mehrere Kupfer-Molybdän-Porphyr- und Kupfer-Gold-Skarn-Ziele innerhalb einer breiten Quarz-Serizit-Pyrit-Alterationszone erproben soll. Die Bohrungen werden voraussichtlich im ersten Quartal 2022 beginnen.