Das Risiko, bei der Suche nach Mineralien auf gut Glück zu bohren, geht heute kein Bergbauunternehmen mehr ein. Moderne Technologie bietet zwischenzeitlich eine Reihe von Methoden, um Mineralisierungen in der Tiefe nachzuspüren, ohne dabei Material zu bewegen. Das vermindert Risiken bei der Exploration, indem die Treffsicherheit präzisiert wird. Wie Pampa Metals Corp. (CSE: PM, WKN: A2QK6Q, ISIN: CA6976701079) aus Vancouver am Dienstag mitteilte, wurde just ein solches geophysikalisches Programm auf dem Grundstück „Block 4“ in Nord-Chile aufgenommen. Mittels induzierter Polarisation sollen die geplanten Standorte für Bohrlöcher am Ziel „Buenavista“ verfeinert werden. Das Programm erkundet außerdem die postmineralische Abdeckung für weitere Bohrziele, denn Ähnlichkeiten bei magnetischen Anomalien lassen auf interessante Entdeckungen hoffen.

Induzierte Polarisation oder kurz „IP“ ist ein geoelektrisches Verfahren zur Untersuchung der kapazitiven Eigenschaften (der „Aufladbarkeit“) von Gesteinsformationen. Es wird beispielsweise zur Feststellung von Tonschichten oder sulfidischen Erzen im Untergrund angewendet. Der nach Anlegen eines elektrischen Feldes gemessene Effekt wird durch die Verengung oder Blockade fluidgefüllter Poren im Gestein hervorgerufen.

Update der Explorationen

Ein solches IP-Untersuchungsprogramm hat Pampa Metals nun auf seinem 6.800 Hektar großen Projekt „Block 4“ im nördlichen Chile in Angriff genommen. Die aussichtsreiche Liegenschaft befindet sich ungefähr 110 Kilometer südlich der Mega-Kupfermine „La Escondida“ (betrieben von BHP) und erstreckt sich entlang dem wichtigsten Porphyr-Kupfergürtel der Region.

Das Programm konzentriert sich primär auf die Verfeinerung jener Bereiche beim Hauptziel „Buenavista“, wo im nächsten Schritt Explorationsbohrungen niedergebracht werden sollen. „Buenavista“ umfasst eine wenig aufgeschlossene Erzstockzone („stockwork“), eingebettet in eine Dazit-Porphyr-Intrusion. (Unter „Erzstöcken“ versteht man Gesteinsmassen mit steilen Kontakten, die ihrerseits andere Gesteine schneiden.) Diese stimmt wiederum mit einem magnetischen Hoch und Anomalien von Molybdän in der Geochemie überein. Sowohl Kupferoxidvorkommen als auch anomale Goldwerte sind um den Erzstock-Bereich herum zoniert.

Details zur „Stockwork“-Formation

Die Quarz-Ader-Erzstock-Zone war im Rahmen einer magnetischen Bodenuntersuchung und daran anschließenden geologischen Feldarbeiten entdeckt worden. Bei einem Schürfprogramm auf dem als „Buenavista“ bekannten Gebiet waren im März jeweils auf (separaten) 24 Metern Werte von 0,14 Prozent Kupfer und 0,25 Gramm Gold (pro Tonne Material) ermittelt worden.

Das Schürfprogramm ermittelte des Weiteren am östlichen Ende der Erzstock-Zone die Überreste einer groben Chalkopyrit-Dissemination aus einem Skarn-artigen System. Im Westen stieß man auf grüne und schwarze Kupferoxid-Mineralisierungen aus einer In-situ-Oxidation einer goldhaltigen Chalkopyrit-Pyrit-Mineralisierung in einer Quarz-Sulfid-Brekzie.

Magnetische Anomalien als Wegweiser zu weiteren Zielen?

Im Norden und Osten des Grundstücks, unterhalb der postmineralischen „Pampa“-Abdeckung wurden weitere magnetische Anomalien gemessen, die denen bei „Buenavista“ stark ähneln. Diese magnetischen Auffälligkeiten befinden sich über nordwestlich und nord-südlich orientierten Verwerfungen und Lineamenten des Domeyko-Verwerfungssystems. Dort hatten vorangegangene Explorationen Kupfer-Goldmineralisierungen in Quarzstrukturen identifiziert.

Mit den nun begonnenen IP-Untersuchungen will Pampa Metals prüfen, ob im Zusammenhang mit den postmineralischen, bedeckten Magnet-Anomalien Sulfid-Mineralisierungen vorhanden sind. Solche könnten weitere lohnende Ziele für Bohrtests darstellen. Die Untersuchungen sollen zudem dazu beitragen, Sulfidvorläufer der Oxidkupfer-Vorkommen bei „Buenavista“ zu kartieren.

Das technische Vorgehen

Mit der Durchführung der Vermessungen auf „Block 4“ wurde der renommierte Geophysik-Dienstleister Quantec Geoscience Chile Ltda. aus Santiago beauftragt. Insgesamt sollen 35 Linienkilometer IP-Vermessung mit Pol-Dipolen abgedeckt werden. Diese Vermessungen verteilen sich auf fünf ost-westlich ausgerichtete Linien mit 200-Meter-Dipolen.

Die Linien kreuzen eine Anzahl magnetischer Anomalien unterhalb der postmineralischen Abdeckung sowie das Zielareal von „Buenavista“. Dort wird eine Linie über der Erzstock-Zone sowie der oben beschriebenen Skarn-artigen Mineralisierung und der Quarz-Sulfid-Brekzie zweimal mit 200-Meter- und 100-Meter-Dipolen vermessen. Mit dieser Methode soll die optimale Auflösung für die tiefen und flacheren Sulfidmineralquellen erzeugt werden. Dieser Part der Vermessungsarbeiten läuft bereits.

Weitere 165 Linienkilometer wird Quantec ab Ende Juni von der bestehenden magnetischen Bodenuntersuchung aus bis zu den Grundstücksgrenzen untersuchen. Diese waren nach Abschluss er ersten derartigen Untersuchung im vergangenen Jahr ausgeweitet worden.

Über Pampa Metals Corp.

Im Mittelpunkt der Firmenphilosophie von Pampa Metals Corp. steht der Anspruch, durch seine Kupfer- und Goldfunde in den wichtigsten Mineralgürteln Chiles und dem Einsatz modernster geologischer und technischer Methoden Mehrwert für seine Aktionäre zu schaffen.

Pampa Metals besitzt ein Portfolio aus acht Kupfer- und Goldprojekten, das insgesamt 62.000 Hektar Gelände entlang wichtiger Mineralgürtel in Chile umfasst. Vier dieser Projekte, darunter das oben dargestellte „Block 4“ treibt Pampa Metals zurzeit einschließlich abgeschlossener und geplanter Bohrtests voran. Zwei weitere Projekte sind an das Partnerunternehmen Austral Gold Ltd. optioniert; auf einem dieser Projekte laufen bereits Bohrtests.

Pampa Metals hat über eine Vereinbarung mit dem Technologieunternehmen VerAI Discoveries Inc. zudem Zugang zu topmodernen KI-Technologien für die Mineralexploration sowie zusätzlichen 18.700 Hektar vielversprechender Gelände im Zentrum hochproduktiver chilenischer Mineralgürtel.