Erstellt im Auftrag von Monumental Energy

Neue Lizenzen vergeben: Neuseeland forciert Comeback der Öl- und Gasexploration

Neue Lizenzen vergeben: Neuseeland forciert Comeback der Öl- und Gasexploration picture alliance / Zoonar / Dmitry Naumov

Der neuseeländische Öl- und Gasexplorer Monumental Energy CA61534D1087 A3EYZW ist einer von zahlreichen Akteuren, die sich in Stellung bringen: Auf dem neuseeländischen Öl- und Gasmarkt findet derzeit eine regelrechte Restauration statt.

Monumental Energy baut seine Position im Taranaki-Becken aktiv aus: Das Unternehmen hat gemeinsam mit Partnern eine eigene Explorationsgenehmigung beantragt und von der Behörde grünes Licht erhalten.

Bis zu 40 NZD pro mcf Erdgas – wer auf dem Binnenmarkt liefern kann, erzielt Preise, die rund fünfmal so hoch sind wie in Nordamerika. Durch strategische Partnerschaften und Beteiligungen an produktionsbereiten Feldern im entscheidenden Taranaki-Becken verfügt Monumental Energy über einen unmittelbaren Zugang zu einem aus Produzentensicht täglich attraktiver werdenden Markt.

Das Unternehmen hat eine 25-%-Royalty-Vereinbarung für mehrere Förderbohrungen im Taranaki-Becken abgeschlossen. Aktuell produzieren mehrere Bohrungen, darunter Waihapa H1, Ngaere 1+2 und Moki 2, die pro Tag mehr als 1.000 Barrel Öläquivalent liefern. Im zweiten Halbjahr sollen mit Ngaere 3, Waihapa 4 und Toko 2B drei weitere Bohrungen an den Start gehen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Ziele, die in vergleichsweise kurzer Zeit Öl und Gas liefern sollen.

Monumental hat sich auf Beteiligungen an Bohrungen spezialisiert, die unter den besonderen Umständen des neuseeländischen Marktes eine hohe Wirkung erzielen. Im Kern geht es um die Sanierung früherer Bohrlöcher. Diese Vorgehensweise erlaubt einen raschen Produktionshochlauf bei geringen Risiken und niedrigen Kosten.

Optimismus in Neuseelands Öl- und Gasbranche

Die Dynamik – um nicht von Eile zu sprechen – auf politischer Ebene ist nicht zu übersehen. Die Mitte-Rechts-Koalitionsregierung des Landes erteilte Ende Juli zum ersten Mal seit langer Zeit eine Erdölexplorationsgenehmigung. Das australische Privatunternehmen EnZed Energy erhielt eine 12-jährige Erdölexplorationslizenz für ein 546 km² großes Gebiet im Offshore-Taranaki-Becken, das entscheidend für die inländische Versorgung ist.

Das Unternehmen wird ein gestaffeltes Explorationsprogramm durchführen, beginnend mit einer Untersuchung vorhandener seismischer Daten und geologischer Studien, um das Potenzial des Vorkommens besser zu verstehen.

Im August folgte der nächste Schritt: Matahio NZ Onshore Limited erhielt eine 10-jährige Erdölfördergenehmigung für das Puka-Feld – ein kleines Öl- und Gasfeld, das 2012 entdeckt wurde und das sich über etwa 19 Quadratkilometer in der Onshore-Region Taranaki erstreckt. Zum Genehmigungsgebiet gehört auch das Oru-Prospekt.

Matahio schätzt die förderbaren Reserven des bestehenden Puka-Vorkommens auf etwa 170.000 Barrel Öl und 1,3 Milliarden Kubikfuß Gas. Eine unabhängige Bewertung des Oru-Prospekts schätzt die potenziellen Ressourcen auf 1,8 Millionen Barrel Öl und 1,2 Milliarden Kubikfuß Gas.

Lange Zeit war die inländische Produktion auf dem Rückzug. Im vergangenen Jahr hatte die Regierung ein von der Vorgängerregierung im Jahr 2018 verhängtes Bohrverbot aufgehoben. Dieses Verbot hatte zu Engpässen bei der Energieversorgung geführt und die Strompreise insbesondere in trockenen Sommern stark ansteigen lassen.

Stromsektor in trockenen Jahren angreifbar

"Neuseeland erlebt einen Boom im Bereich der erneuerbaren Energien, aber die rapide sinkende Gasversorgung hat unseren Stromsektor in trockenen Jahren, wenn unsere Wasserspeicherbecken zur Neige gehen, angreifbar gemacht", hatte Energieminister Simon Watts Anfang dieses Jahres das Problem skizziert. Derzeit importiert das Land Kohle aus Indonesien, um den Bedarf in Spitzenverbrauchszeiten zu decken.

Die Gasproduktion des Landes lag im vergangenen Jahr bei durchschnittlich rund 215 Millionen Kubikmetern pro Monat, verglichen mit 415 Millionen Kubikmetern pro Monat im Jahr 2017. Die nachgewiesenen und wahrscheinlichen Erdgasreserven Neuseelands sanken im Vergleich zum Vorjahr um 23 % auf 731 Petajoule zum 1. Januar 2026. Dies ist der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen vor mehr als zwei Jahrzehnten.

Das gesamte produzierte Gas wird im Inland verbraucht, so dass keinerlei Exporterlöse erzielt werden können. Der Branchenverband Energy Resources Aotearoa (ERA) schätzt, dass bei einer größeren Gasverfügbarkeit eine zusätzliche Nachfrage von 100 PJ pro Jahr bestünde.

ERA-CEO John Carnegie betont die "siebenjährige Lücke", die durch das Explorationsverbot entstanden sei. Der Sektor werde "praktisch von Grund auf" neu aufgebaut. "Da die bestehenden Gasfelder erschöpft sind, bleibt die Exploration ein wichtiger Bestandteil des Verständnisses der zukünftigen Energieoptionen Neuseelands", heißt es auch aus dem Ministerium für Wirtschaft, Innovation und Beschäftigung. Erdgas bleibe ein unverzichtbarer Bestandteil des neuseeländischen Energiesystems. Es unterstütze die Stromerzeugung, wenn die Produktion erneuerbarer Energien gering sei, und sei ein wichtiger Brennstoff und Rohstoff für wichtige Industriezweige.

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Bewerbungen um weitere Explorationslizenzen laufen

Die Erteilung von Explorations- und Abbaugenehmigungen markiert den nächsten Schritt auf dem Weg hin zum Ausbau der inländischen Energieerzeugung, nachdem zuvor der Bau eines LNG-Terminals und die Auflegung eines 200 Mio. NZD schweren Fonds zur Unterstützung der Exploration beschlossen worden waren.

Neben EnZed haben sich weitere Unternehmen für Explorationsgenehmigungen beworben, darunter die britische Sunda Energy und die australische Pancontinental Energy.

Monumental Energy ist unter den Antragstellern besonders aktiv: Im Mai 2026 reichte das Unternehmen gemeinsam mit dem Privatunternehmen 3TCF und der New Zealand Energy Corp. (NZEC) eine Bewerbung für die Erdölexplorationsgenehmigung PEP61554 ein. Das Antragsgebiet Tirua Point umfasst rund 245 Quadratkilometer onshore und offshore gelegenes Gelände im nördlichen Taranaki-Becken. Die Behörde NZPAM akzeptierte die Bewerbung. Die dreimonatige Frist für konkurrierende Anträge lief am 12. August 2026 ohne eine einzige Gegenbewerbung ab. Das Konsortium geht damit in die Regierungsprüfung. Wird die Genehmigung erteilt, hält Monumental mit 60 Prozent die Mehrheitsbeteiligung. 3TCF hält 30 Prozent, NZEC als geplanter Operator die verbleibenden 10 Prozent.

Das Konsortium hat im Tirua-Point-Gebiet zwei Gas-Kondensat-Prospekte identifiziert. Mauku Northeast ist ein Prospekt aus dem Eozän in der Mangahewa-Gruppe, gelegen updip vom Bohrloch Mauku-1 aus dem Jahr 2013, das rund 140 Meter Nettoreservoir durchteufte. Mangatoa ist ein tieferer Prospekt, der auf die mittelkretäische Taniwha-Formation abzielt. CEO Max Sali kommentierte: "Die Akzeptanz unserer Bewerbung ist ein wichtiger Schritt in Richtung Tirua-Point-Lizenz. Tirua Point würde unsere Präsenz im Taranaki-Becken ausbauen und zwei identifizierte Gas-Kondensat-Prospekte zu unserem Portfolio hinzufügen. Ich bin überzeugt, dass dieses vorausschauende Denken und das richtige Timing zu einer Neubewertung unseres Aktienkurses führen werden. Bis Jahresende sollen weitere Katalysatoren folgen."

Monumental Energy ist drittgrößter Aktionär der New Zealand Energy Corp –  ein ehemals im Onshore-Bereich tätiges Öl- und Gasunternehmen mit umfangreichen genehmigten Flächen für neue Öl- und Gasförderprojekte im Taranaki-Becken. Durch eine 50-prozentige Beteiligung an der Waihapa-Produktionsanlage kann NZ Energy kurzfristige Förderprojekte schnell realisieren und direkt am Markt verkaufen. NZEC ist in dem gemeinsamen Konsortium zugleich als Operator vorgesehen. Ein trockener Sommer in Neuseeland wird die lokalen Öl- und Gaspreise weiter in die Höhe treiben. Lokale Akteure wie Monumental Energy sollten dann davon profitieren.