In regelmäßigen Abständen hält Mayfair Gold (TSX-V: MFG, ISIN: CA57808L1076) seine Partner, Aktionäre und Interessenten über den Fortschritt der Bohrkampagne auf dem Goldprojekt „Fenn-Gib“ auf dem Laufenden. Am Dienstag meldete das Unternehmen ein neues Update: Es gibt es eine aussagekräftige Entdeckung in der sogenannten „Footwall“-Zone. Außerhalb der aktuellen Konzeptgrube stießen die Bohrer unter anderem auf ein hochgradiges 19-Meter-Intervall mit einem Goldgehalt von 3,40 Gramm pro Tonne.

Mayfairs Flaggschiff „Fenn-Gib“, gelegen in der Region Timmins in Nordost-Ontario, beherbergt eine disseminierte Goldmineralisierung entlang der sogenannten „Pipestone“-Verwerfung (Pipestone oder Katlinit bezeichnet ein Tonschiefer-Gestein). Die Vererzung erstreckt sich über etwa 1,25 Kilometer Länge und 300 Meter Breite in Ost-West-Orientierung.

Beachtliche Werte abseits der Grube

Die aktuell vorliegende Ressourcenschätzung gemäß NI 43-101 aus dem Februar diesen Jahres beziffert für „Fenn-Gib“ eine angezeigte (indicated) Ressource von 70,2 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,921 Gramm Gold pro Tonne (2,08 Millionen Unzen) sowie eine abgeleitete (inferred) Ressource von 3,8 Millionen Tonnen zu 0,618 Gramm Gold je Tonne (75.000 Unzen). Allerdings bezieht sich diese Ressourcenschätzung nur auf die gegenwärtige Konzeptgrube

Die „Footwall”-Zone liegt allerdings  in einem Bereich zwischen 100 und 200 Metern nördlich der Lagerstätte „Fenn-Gib” und ist nicht in der Schätzung enthalten.  Dementsprechend erfreut zeigte sich Patrick Evans, der Vorsitzende und Geschäftsführer von Mayfair Gold in einem Statement zu den frischen Zahlen. Die neuen Bohrlöcher in der „Footwall“-Zone seien eine Bestätigung für die Kontinuität der bedeutenden und hochgradigen Vererzung nördlich der bekannten Lagerstätte. Die „Footwall“-Zone setzt sich ab der Oberfläche bis in mehr als 500 Meter Tiefe fort. Dass die Goldmineralisierung gleich in mehreren Zonen vorhanden sei, bezeichnete Evans als „ermutigend“.

„Footwall“ ist somit ein priorisiertes Ziel im Rahmen des auf 50.000 Meter angelegten Phase-1-Bohrprogramms. Bislang wurden in dessen Rahmen mithilfe von vier Bohrgeräten 44.052 Meter, verteilt auf 65 Löcher vorangetrieben.

Die Mineralogie von „Footwall“

Die „Footwall”-Zone besteht, geologisch betrachtet, aus mehreren mineralisierten Bereichen, die primär in der mafischen Vulkan-Assemblage im Liegendes (mafisch: eisen- und magnesiumhaltiges Magma-Gestein) und innerhalb des allgemeinen, von Osten nach Westen verlaufenden Mineralisierungskomplexes der „Pipestone“-Verwerfung liegen. Die Mineralisierung besteht aus mafischem Vulkangestein (gebleichte Siliziumdioxid-Albit-Karbonat-Alteration), ihr Pyrit-Gehalt liegt zwischen zwei und zwanzig Prozent.

Aktuelle Ergebnisse aus historischen Bohrabschnitten

Die neuesten Ergebnisse der Bohrkampagne weisen nach wie vor auf eine bedeutende Goldvererzung hin und bauen direkt auf den vorangegangenen Resultaten auf. Zu den Highlights gehört diesmal der Bohrabschnitt 558525E inklusive dem historischen Bohrloch FG-11-05 von 2011. Dieses kreuzte damals  59,0 Meter zu 3,62 Gramm Gold pro Tonne sowie sechs Meter zu 4,22 Gramm.

Die Ergebnisse für die diesjährigen Bohrungen FG21-173 und FG21-173 stehen noch aus; zwei weitere Löcher lieferten jedoch bereits aufschlussreiche Zahlen.

FG21-166 schnitt 1,42 Gramm Gold pro Tonne über 66,0 Meter. Darin enthalten waren zwei höhergradige Intervalle: 19,2 Meter zu 3,4 Gramm und 9,2 Meter zu 6,20 Gramm Gold pro Tonne. Im selben Bohrloch gab es des Weiteren einen Abschnitt mit niedrigerem Goldgehalt: 34 Meter mit 1,02 Gramm, in dem wiederum ein Ein-Meter-Intervall mit 11,49 Gramm Gold pro Tonne enthalten war.

Das Bemerkenswerte an FG21-166: Es befindet sich 180 Meter oberhalb des vom erwähnten historischen Loch FG-11-05 ermittelten mineralisierten Abschnitts.

Das Bohrloch FG21-170 wiederum durchteufte 37,51 Gramm Gold pro Tonne auf 2,6 Metern sowie 59,05 Gramm und 86,94 Gramm, jeweils auf einem Meter.

Im Bohrabschnitt 558575E befindet sich das ebenfalls im Jahr 2011 niedergebrachte historische Bohrloch FG-11-08. Das stieß seinerzeit auf 2,24 Gramm Gold pro Tonne über 39,4 Meter und 5,7 Meter mit 4,50 Gramm. Mayfair Gold hat hier nun fünf neue Löcher gebohrt, wobei für drei (FG21-183, FG21-188 und FG21-192) die Auswertung noch aussteht.

Das Loch FG21-186 indes hat etwa 220 Meter oberhalb des mineralisierten Abschnitts aus der historischen Bohrung über 30,0 Meter 2,31 Gramm Gold je Tonne durchteuft, darin enthalten ein Sieben-Meter-Intervall mit 6,58 Gramm Gold je Tonne.

Etwa 160 Meter oberhalb des historischen Abschnitts schnitt FG21-195 seinerseits 28,0 Meter zu 1,28 Gramm inklusive 16,0 Metern zu 1,74 Gramm Gold pro Tonne.

Weitere Bohrungen in Vorbereitung

Mayfair Gold wird das Phase-1-Bohrprogramm nun im Abschnitt 558600E fortsetzen. Dort hatte bereits im Sommer dieses Jahres ein neu niedergebrachtes Loch (FG21-139) ein spannendes Intervall von 38 Metern mit 1,94 Gramm Gold je Tonne (inklusive 15 Metern mit 4,06 Gramm) aufgedeckt. Das erste Nachfolgebohrloch (FG21-199b) ist bereits vollendet und wird zurzeit ausgewertet; ein weiteres (FG21-203) ist in Arbeit.

Der in diesem Abschnitt platzierte Bohrer soll die nordöstlich verlaufende „Footwall“-Zone in Schritten von 50 Metern zu je drei oder vier Löchern weiter testen. Weitere Ergebnisse werden sukzessive veröffentlicht.

Neues von der Metallurgie

Auch die metallurgischen Testarbeiten machen Fortschritte: Repräsentative Proben von sieben verschiedenen Standorten sind ausgewählt worden. Die Probenintervalle wurden so festgelegt, dass sie die Bohrlöcher innerhalb der Konzeptgrube repräsentieren und eine Übereinstimmung mit den durchschnittlichen Jahresgehalten des möglichen Minenplans besteht.

Fünf der Proben stammen von der Lagerstätte „Fenn-Gib“ und eine aus jenem Bereich der „Footwall“-Zone, der innerhalb der geplanten Grube liegt. Die siebente Probe schließlich wurde außerhalb davon genommen.

Das metallurgische Programm wird von Ausenco Engeneering Canada Inc. durchgeführt und soll zur Vorbereitung einer vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (preliminary economic assessment, „PEA“) dienen. Die metallurgischen Tests obliegen den Laboratorien von SGS Canada Inc. in Lakefield. Auch die Ergebnisse aus der Metallurgie werden kommuniziert werden, sobald sie vorliegen.