Kupfer und Gold im Visier: Red Metal beginnt LiDAR-Vermessung für Bohrziele in Chile
Die kanadische Red Metal Resources (ISIN: CA75679D2023, WKN: A40DG3) hat eine hochauflösende LiDAR-Vermessung auf dem chilenischen Carrizal-Projekt gestartet. Im Fokus steht das Teilgebiet Farellon, das sich im bekannten Candelaria-Erzgebiet befindet. Anfang Februar sollen mittels Drohne und Laserscanner rund 1.293 Hektar detailgetreu erfasst werden.
LiDAR – kurz für "Light Detection and Ranging" – funktioniert mit Laserpulsen, die vom Fluggerät ausgesendet und nach ihrer Reflexion am Boden wieder aufgefangen werden. Das Verfahren liefert ein hochauflösendes 3D-Geländemodell mit Zentimeter-Genauigkeit. Für Red Metal geht es darum, bisher nicht sichtbare geologische Strukturen zu identifizieren – insbesondere alte Stollen oder Aderverläufe, die durch Erosion oder Überdeckung aus dem Blick geraten sind.
Erkundung mit Tiefenschärfe
Laut Unternehmensangaben sollen die neuen Daten helfen, bestehende mineralisierte Strukturen über ihre bisher kartierten Grenzen hinaus zu verlängern. Zudem lassen sich durch Schattierungen im Geländeprofil subtile tektonische Merkmale erkennen, die auf Erz führende Zonen hinweisen können. CEO Caitlin Jeffs betont: "Satellitenbilder stoßen hier an ihre Grenzen. LiDAR zeigt uns historische Abbaustellen und mögliche mineralisierte Pfade, die sonst verborgen bleiben".
Bereits vor der aktuellen Kampagne hatten historische Proben auf dem Carrizal-Gebiet bemerkenswerte Gehalte an Kupfer und Gold gezeigt. Besonders auffällig: Die Südostzone mit den Theresa- und Armonia-Adern weist einen deutlich höheren Goldanteil auf als der westlich gelegene Farellon-Bereich. Einzelne Proben lieferten Gehalte von bis zu 17,25 % Kupfer und 13,5 g/t Gold.
Bohrziele mit höherer Trefferquote
Die gewonnenen LiDAR-Daten sollen in Kombination mit früheren Kartierungen und rund 422 entnommenen Bodenproben dazu dienen, hochpriorisierte Bohrziele abzuleiten. Das langfristige Ziel: effizientere Explorationsbohrungen mit höherer Trefferquote.
Red Metal positioniert sich mit diesem Schritt aussichtsreich im Rennen um kritische Rohstoffe. Das Unternehmen besitzt neben dem Carrizal-Projekt auch aussichtsreiche Konzessionen für strategische Metalle in Kanada, insbesondere im Bereich Wasserstoff-relevanter Elemente. Mit dem Fokus auf saubere Energie und geostrategisch relevante Metalle reiht sich Red Metal in die wachsende Zahl von Junior-Explorern ein, die auf Technologiemetalle und Kupfer setzen.
Geologie digital gedacht
Mit der aktuellen LiDAR-Initiative will Red Metal die historische Erkundung digital erweitern. Während in früheren Jahrzehnten viele Vorkommen oberflächlich erfasst wurden, eröffnet die Kombination aus moderner Sensorik und alten Proben neue Perspektiven – auch unterhalb der sichtbaren Oberfläche.
Ob diese Hinweise tatsächlich zu Bohrerfolgen führen, bleibt abzuwarten. Doch die Methodik zeigt, wie stark sich Explorationsansätze technologisch verändert haben – und wie wichtig präzise Daten für eine fundierte Entscheidung sind.