Knappes Metall, günstiges Umfeld: Chiles Kupferbergbau blüht auf
Der Metallexplorer Red Metal Resources CA75679D2023 A40DG3 kommt derweil bei der Erkundung seines Kupferprojekts in Chile gut voran. Das Unternehmen hat dafür zuletzt 1 Mio. CAD an Kapital eingeworben.
Danach wurde mit einer detaillierten LiDAR-Vermessung begonnen. Es handelt sich um Metallexplorationsarbeit im engsten Sinne: Das Verfahren funktioniert, indem Laserimpulse von einem Flugzeug oder einer Drohne aus auf den Boden gesendet und die Zeit gemessen wird, die die Impulse benötigen, um nach der Reflexion an der Oberfläche zurückzukehren. Durch die Anwendung von Schattierungen aus verschiedenen Winkeln auf die Daten erkennen Geologen strukturelle Lineamente und Versätze, die auf Satellitenbildern nicht erkennbar sind, was einen klaren Einblick in das tektonische Gefüge ermöglicht.
Exploration nimmt Fahrt auf: Kupferaufschwung in Chile
Programme wie jenes von Red Metal Resources sind derzeit in Chile an der Tagesordnung: Der Bergbausektor der Andenrepublik nimmt Fahrt auf. José Antonio Kast trat am 11. März 2026 sein Amt als Präsident an. Der Bergbausektor, dem der republikanische Politiker einen Aufschwung durch bessere Rahmenbedingungen versprochen hat, gewährt dem Amtsneuling, der im Dezember die entscheidende Stichwahl gewann, einen Vertrauensvorschuss. Diesen Eindruck vermitteln zumindest die jüngsten Schlagzeilen, in denen naturgemäß vor allem Entscheidungen der größten Akteure Platz finden.
Der Bergbauriese BHP CA75679D2023 A40DG3 hat für das Projekt "Nueva Concentradora Escondida" im Wert von 5 Mrd. USD Anträge zur Umweltverträglichkeitsprüfung eingereicht. Das Projekt soll die Kupferproduktion aufrechterhalten, etwa 220.000–260.000 Tonnen Kupfer pro Jahr produzieren und könnte 2031-2032 in Betrieb gehen, wobei die Gesamtkapazität bei 460.000 Tonnen Erz pro Tag auf dem bisherigen Niveau bleibt. Der neue Konzentrator ist ein Hauptprojekt der auf bis zu 9,8 Mrd. USD taxierten Investitionen von BHP bei Escondida.
Freeport McMoRan US35671D8570 896476 hat derweil den Genehmigungsprozess für die geplante, 7,5 Mrd. USD teure Erweiterung der El Abra Kupfermine eingeleitet, an der das Unternehmen die Mehrheit hält. Der Plan umfasst eine neue Aufbereitungsanlage, eine Entsalzungsanlage, ein Wasserpumpensystem, den Ausbau der Mineninfrastruktur und die Fortsetzung der Laugung. Die Produktion soll 2033 beginnen und durch die Erweiterung um 300.000 Tonnen pro Jahr oder 330 % steigen. El Abra könnte damit zur drittgrößten Kupfermine Chiles aufsteigen.
Analysten führen zum einen das Marktumfeld als Grund für handfeste Investitionsentscheidungen an: Kupfer gilt global als langfristig knapp. Doch auch die Veränderung des lokalen politischen Umfelds nach dem Amtsantritt von José Antonio Kast könnte ihren Teil zu den Entscheidungen in den Führungsetagen beigetragen haben.
Als eine ihrer ersten Maßnahmen brachte die Regierung einen Gesetzentwurf zur Reduzierung der Bürokratie und zur Vereinfachung der Genehmigungsverfahren ein. Der Vorschlag sieht zudem eine Senkung des Körperschaftsteuersatzes von 27 % auf 23 % vor.
Kast gilt als bergbaufreundlich – neue Impulse erhofft
Der neue starke Mann Chiles gilt als bergbaufreundlicher als die Vorgängerregierung unter Präsident Boric. "Diese Investition wird reibungslos voranschreiten", sagte Finanzminister Jorge Quiroz etwa zum Escondida-Projekt.
Die Politik verspricht dem Bergbau Erleichterungen, die Branche lockt mit dem Versprechen eines Aufschwungs, der am Ende der Regierung zugutekäme. Der Präsident der chilenischen Bergbaukammer, Manuel Viera etwa, sieht Projekte im Wert von rund 18 Mrd. USD aufgrund bürokratischer Hürden im Genehmigungsverfahren ins Stocken geraten.
"Und innerhalb nur einer Woche hat der Präsident signalisiert, dass sie freigegeben werden sollten. Das ist ein Zeichen dafür, dass dieses Signal von den Investoren gut aufgenommen wurde, und wir erwarten, dass sich Nachrichten wie die von Escondida und El Abra in den kommenden Monaten fortsetzen werden, denn Chile braucht auch mehr und bessere Bergbauerträge", so Viera.
Cristian Cifuentes, leitender Wissenschaftler und Experte für Studien und Inhalte am Center for Copper and Mining Studies (Cesco), sagte gegenüber Medien, dass die Ankündigungen einerseits ein klares Signal seien, sich andererseits ein Trend zu mehr Investitionen bereits zuvor abgezeichnet habe. Neben der globalen Kupfernachfrage seien "Genehmigungen, institutionelle Stabilität und politische Signale" maßgeblich für konkrete Entscheidungen.
Chiles Explorer investieren mehr Geld
Dass es schon vor Kast einen Aufschwung gab, zeigt ein Blick auf Daten aus dem Explorationsbereich. Hier sind tendenziell weniger große Unternehmen tätig. Die Daten zu Explorationsausgaben spiegeln zudem eher die langfristigen Preiserwartungen als die kurzfristigen Preise wider (letztere können z. B. trotz geringerer Produktion zu einem höheren Exportvolumen führen).
Im Jahr 2025 belegte Chile mit einem Anteil von 7,1 % bzw. 874,7 Mio. USD den vierten Platz im weltweiten Budget-Ranking für die Exploration von Bodenschätzen – hinter Kanada, Australien und den USA. Dies bedeutete einen Anstieg um 80,7 Mio. USD gegenüber 2024.
Auch Red Metal Resources plant weitere Investitionen in sein Carrizal-Kupferprojekt. Caitlin Jeffs, Präsident und CEO von Red Metal Resources, erklärte zu den jüngsten Arbeiten: "Durch den Einsatz von hochauflösendem LiDAR identifizieren wir historische Abbaustätten und subtile strukturelle Wege, die mit Satellitenbildern nicht erfasst werden können. Dies ist eine kosteneffiziente Methode, um aussichtsreiche Ziele zu erschließen, wobei wir uns auf die vielversprechendsten Zonen konzentrieren, die in unseren jüngsten Analysen identifiziert wurden."
Der Aktienkurs von Red Metal Resources ist in den vergangenen sechs Monaten nach langer Durststrecke bereits angesprungen. Das an der Börse aktuell aber immer noch nur mit gut 2 Mio. EUR bewertete Unternehmen könnte vom starken Marktumfeld und den verbesserten Rahmenbedingungen weiter profitieren, wenn die Exploration erfolgreich verläuft. Das günstige politische Umfeld unter Präsident Kast spielt dabei in die Karten.