Hohe Kosten und Probleme: Neufundland-Explorer verfehlt Bohrziele deutlich
Gold Hunter Resources CA3806011043 A2QPAL hat sein Bohrprogramm 2026 am Great-Northern-Projekt in Neufundland nach 13 Bohrlöchern beendet. Die Arbeiten verteilten sich auf sechs Zielgebiete. Sämtliche Bohrkerne befinden sich zur Analyse im Labor.
Höhere Bohrkosten begrenzen geplantes Programm
Ursprünglich hatte Gold Hunter ein Programm von bis zu 10.000 Metern angekündigt. Tatsächlich endeten die Arbeiten am 4. September nach 2.879 Metern, als das vorgesehene Budget von rund 3,8 Millionen CAD ausgeschöpft war. Die Kosten je Bohrmeter lagen deutlich über der ursprünglichen Kalkulation.
Ein größerer Teil der Arbeiten musste mit Unterstützung von Hubschraubern durchgeführt werden. Zudem wechselte Gold Hunter zu Beginn der Saison den Bohrdienstleister, um die benötigte Ausrüstung bereitzustellen. Damit erreichte das Programm weniger als 30 Prozent des angekündigten Maximalumfangs.
Frühere Aussagen zur Finanzierung werden korrigiert
Gold Hunter hatte in mehreren Mitteilungen erklärt, vollständig für das geplante Programm finanziert zu sein. Nun stellt das Unternehmen klar, dass lediglich ein festes Budget bereitstand, das nach der ursprünglichen Kalkulation für bis zu 10.000 Meter reichen sollte. Von der zuvor genannten Finanzierung über 6,7 Millionen CAD waren rund 3,8 Millionen CAD für das Bohrprogramm vorgesehen.
Auch die Angaben zur Genehmigungslage wurden berichtigt. Die erforderlichen Genehmigungen lagen nur für die tatsächlich gebohrten Ziele vor. Für Reparaturen an einer beschädigten Brücke auf der Zufahrtsstraße zum Thor-Vorkommen stehen Genehmigungen weiterhin aus. Die Bohrungen am Thor-Vorkommen verschieben sich deshalb auf 2027. Thor verfügt über eine angezeigte Ressource von 51.000 Unzen Gold und weitere 4.200 Unzen in der abgeleiteten Kategorie. Vor neuen Arbeiten muss nun die Straßenzufahrt erst wiederhergestellt werden.
Laborergebnisse aus sechs Zielgebieten stehen aus
Die 13 Bohrlöcher untersuchten unter anderem Kramer, Simms Ridge, Incinerator, Viking North und Viking. Viking North wurde 2026 erstmals durch Bohrungen getestet. Historische Arbeiten hatten dort eine acht Kilometer lange Goldanomalie im Boden abgegrenzt.
Bei Kramer, Simms Ridge und Incinerator liegen ältere Goldfunde und Bohrabschnitte vor. Ob die neuen Bohrungen diese Ergebnisse bestätigen oder die bekannten Zonen erweitern, zeigen erst die ausstehenden Laboranalysen. Gold Hunter will die Resultate nach Prüfung veröffentlichen und anschließend in die Planung für 2027 einarbeiten.
Der Abschluss des Programms bleibt damit deutlich hinter der angekündigten Größenordnung zurück. Neben der Kostenüberschreitung belastet vor allem die nachträgliche Korrektur früherer Aussagen zu Finanzierung und Genehmigungen die Glaubwürdigkeit der Planung. Gute Laborergebnisse aus den verbliebenen 13 Löchern des Bohrprogramms können dem Projekt und der Aktie dagegen schnell auch wieder neue Impulse geben.