Historischer Gold-Distrikt: Nevada-Explorer sucht das nächste Multi-Milliarden-Ressourcenprojekt
Der Ruby Hill Komplex bietet trotz der langen Goldabbau-Historie in Nevadas Bergbauzentrum Eureka noch eine Multi-Milliarden-Ressourcenschätzung. Ganz in der Nähe untersuchen Geologen nun historische Kleinbergwerke, deren Geologie der von Ruby Hill auffällig ähnelt.
Der Edelmetallexplorer Advanced Gold Exploration CA00792D2023 A41RJV legte Anfang Juli die Ergebnisse eines Kartierungs- und Probenahmeprogramms auf dem Projekt Silver Belle in Nevada vor. Die Geologen erkundeten mineralisierte Zonen in einem Umkreis mehrerer Kilometer. Auf dem Gebiet befinden sich kleine historische Bergwerke und Prospektionsgebiete. Die Namen der wichtigsten Zonen: Phillipsburg, Silver Bell und Mammoth/Champion.
Mehrere Auffälligkeiten sind im Bericht der Geologen dokumentiert. Der Phillipsburg-Manto etwa: Ein schichtförmiger Erzkörper, der sich durch das Karbonatgestein zieht.
Advanced Gold Exploration untersucht mineralisierte Zonen
Der Bericht betont die gossanartige Ersatzbildung. Gossan wird auch als eiserner Hut bezeichnet. Das eisenreiche, rostbraune Gestein entsteht, wenn erzbildende Minerale an der Oberfläche verwittern und mit Sauerstoff reagieren. An dieser Stelle wurde einst das ursprüngliche Gestein chemisch durch mineralreiche Lösungen aufgelöst und durch wertvolle Erze ersetzt.Diese Geologie ist in mehreren kleinen historischen Minen vor Ort erkennbar, die entlang eines Streichs von etwa 1,5 km erschlossen wurden. Die Proben ergaben bis zu 192 Gramm Silber pro Tonne, mehr als 10 % Blei, 2,3 % Zink und geringe Gehalte von Kupfer.
Die mineralisierte Zone Silver Bell besteht aus Quarzadern: Risse im Gestein, die im Laufe der Erdgeschichte mit hydrothermaler Kieselsäure (Quarz) gefüllt wurden. Oft wandern wertvolle Metalle genau mit diesen Flüssigkeiten ein und kristallisieren in solchen Adern aus. Die Geologen fanden Bleiglanz (Galena), Sphalerit (Zinkblende) und Antimonit, die Hauptquelle für das Halbmetall Antimon, sowie Kupferminerale. Anders als in der Zone Phillipsburg verläuft die Vererzung hier parallel zu den natürlichen Ablagerungsschichten eines Sandsteins und nicht in Karbonatgestein. Auch in der Zone Silver Belle zeigten die Proben auffällige Ergebnisse: Bis zu 131 Gramm Silber pro Tonne, mehr als 10 % Blei und mehr als 0,1 % Antimon.
Die dritte Zone in der Mammoth Mine zeigt ebenfalls Quarzadern – diesmal querverlaufend in Karbonatgestein zwischen dem Phillipsburg-Manto und der Silver-Bell-Zone. Proben ergaben hier 142 Gramm Silber pro Tonne sowie 3,2 % Blei, 1,9 % Zink und 0,2 % Kupfer.
Was die Geologen antreibt – und Silver Belle von anderen Explorationsprojekten im Frühstadium unterscheidet – ist die räumliche Nähe zu einem in Vergangenheit wie Gegenwart hochrelevanten geologischen Hotspot. Das Silver-Belle-Projekt liegt 55 km nördlich des Eureka-Gebiets, in dem sich sowohl große Karbonat-Ersatzlagerstätten (Carbonate Replacement Deposits, CRD) als auch in Sedimentgestein beherbergte Goldlagerstätten befinden.
Die Mineralisierung ähnelt der bei Ruby Hill
Dr. Craig Gibson, verantwortlich für den technischen Bericht des Explorers, sagt, worauf die hohen Erwartungen beruhen: "Die Mineralisierung im Projekt ähnelt derjenigen, die für die CRD-Mineralisierung in der großen Ruby-Hill-Lagerstätte bei Eureka beschrieben wurde."
Ruby Hill, betrieben durch i80-Gold CA44955L1067 A3CLTE weist über die drei Gebiete Mineral Point Open Pit, Archimedes Underground und Archimedes Open Pit eine beachtliche Mineralressourcenschätzung aus, die über die angezeigte und abgeleitete Kategorie hinweg rund 7 Mio. Feinunzen Gold und 200 Millionen Unzen Silber skizziert.
Während Ruby Hill schon allein aufgrund seiner Historie äußerst intensiv erkundet wurde, fand bei Silver Belle seit den 1930er Jahren keine Exploration mit modernen Methoden statt. So ist eine zeitweise Produktion von 1936 bis 1955 mit 851.898 Unzen Silber, 755.100 Pfund Blei und 184.520 Pfund Zink dokumentiert. Zudem ergab eine Schmelzwerklieferung aus dem Jahr 1937 in Höhe von 21 Tonnen aus Untertagebauwerken einen Gehalt von etwa 1.611 Gramm pro Tonne Silber, 34 % Blei, 9 % Zink, 1 % Kupfer und 0,3 % Antimon.
Geologen von großen, mineralisierten Zielen überzeugt
Die Geologen von Advanced Gold Exploration hoffen, auf der richtigen Spur zu sein. "Das Vorkommen von Wolfram-Anomalien könnte auf die Nähe zu Bereichen der Mineralisierungsumgebung mit höheren Temperaturen hindeuten", sagt Gibson. Diese sind bei Eureka und an anderen Orten in der Region vorhanden. Er ist überzeugt: "Bei Silver Belle sind große, mineralisierte Ziele vorhanden." Vor dem ersten Bohrprogramm seien jedoch in mehreren Gebieten weitere, detailliertere Explorationsarbeiten erforderlich.
Der Kurs der Advanced Gold Exploration Aktie hat nach einem Hoch im Frühjahr wieder deutlich nachgegeben. Die derzeitige Bewertung spiegelt definitiv nicht die Chance auf ein geologisch aussichtsreiches Projekt am Tier-1-Standort Nevada wider. Sobald sich die Hinweise auf größere Mineralisierungen verdichten, sollte deshalb schnell eine Neubewertung anstehen.