Frischer Schwung für ein vergessenes Silberjuwel in Arizona

Frischer Schwung für ein vergessenes Silberjuwel in Arizona picture alliance / Zoonar / Alexander Limbach

Mitten im Herzen des historischen Kupfergürtels von Arizona beginnt Prismo Metals CA74275P1071 A2QEGD mit dem ersten umfassenden Bohrprogramm im Silver-King-Projekt seit Jahrzehnten. Am 12. Februar 2026 erhielt das Unternehmen die Genehmigung der US-Forstbehörde für rund 1.000 Meter Diamantbohrungen.

Die Bohrungen sollen die obere Hälfte eines steil einfallenden, pfeilförmigen Erzgangsystems untersuchen, das bis in 300 Meter Tiefe einst Silber in hohen Gehalten lieferte. Die Erschließung erfolgt von mehreren genehmigten Bohrplätzen in unmittelbarer Nähe der historischen Stollen.

Geplante Bohrstandorte der Phase I am Silver King (Quelle: Prismo Metals)

Bohrbeginn rückt näher

Der Bohrbeginn ist für den 20. Februar geplant. Zuvor stehen noch Vorbereitungen auf dem Gelände an, darunter der Ausbau von Zugangswegen. Beauftragt wurde das in Arizona erfahrene Unternehmen Godbe Drilling aus Colorado. Es soll zunächst neun Bohrungen niederbringen.

Prismo Metals sieht das Projekt als Wendepunkt: "Die Genehmigung ist ein zentraler Meilenstein auf dem Weg vom oberflächlichen zum strukturellen Verständnis des Lagers", sagte Explorationsleiter Craig Gibson laut Unternehmensmitteilung.

Laut CEO Alain Lambert ist das Interesse am Projekt groß – nicht zuletzt wegen der Nähe zur gigantischen Resolution-Copper-Mine, einem Joint Venture von Rio Tinto und BHP. Diese liegt nur 3,4 Kilometer entfernt.

Neues Leben für einen alten Schatz

Das Silver-King-Projekt blickt auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1875 entdeckt, galt es einst als eine der bedeutendsten Silberquellen im Südwesten der USA. Historische Aufzeichnungen sprechen von etwa 6 Mio. Unzen gefördertem Silber mit Gehalten zwischen 21 und 61 Unzen pro Tonne.

Selbst kleine Abbauversuche in den 1990er Jahren förderten noch hochgradiges Material zutage – inklusive Goldbeimengungen. Prismo will nun mit modernen Methoden prüfen, ob noch wirtschaftlich verwertbare Zonen im Berg verborgen liegen.

Neben dem zentralen Zielkörper sollen auch angrenzende Zonen und tiefere Abschnitte bebohrt werden. Weitere Zielgebiete auf privatem Gelände sind ebenfalls im Fokus.

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Nähe zu aktiven Großprojekten als Standortvorteil

Der Standort des Projekts innerhalb des gut erforschten Kupfergürtels bietet laut Prismo strategische Vorteile. Die geologische Lage ähnelt jener der benachbarten Großvorkommen. Die Nähe zu bestehenden Mineninfrastrukturen könnte bei einem späteren Entwicklungsschritt ein entscheidender Pluspunkt sein.

Ein erstes Ziel ist nun die systematische Erkundung des oberen Lagerbereichs. Ein zweiter Bohrabschnitt soll später tiefere Strukturen untersuchen. Prismo sieht sich durch bestehende Mittel gut aufgestellt für mehrere Phasen.