Wie der kanadische Kupferexplorer Deep-South Resources Inc. (TSX-V: DSM; Frankfurt: DSD; WKN: A2DGWF; ISIN CA24378W1032) jüngst  in einer Eilmeldung verkündete, ist man bei Bohrungen auf dem Kupfer-Flaggschiffprojekt „Haib” in Süd-Namibia auf bedeutende Kupfermineralisationen gestoßen. Hohe Gehalte über lange Strecken gewähren dabei nicht nur Einsichten in die Kontinuität der Vererzungen der Lagerstätte. Auch die Ressource könnte sich durch die ermittelte Ausdehnung erweitern.

„Haib“ gilt als eine der ältesten Kupfer-Porphyr-Lagerstätten der Welt. Im Laufe von etwa 1,8 Milliarden Jahren Erdgeschichte kam es dort zu diversen geologischen Transformationsereignissen. Diese führten zu Scherungen und Verwerfungen, die die Mineralisierung entlang dieser Strukturen bewegten und konzentrierten. Der Schwerpunkt der laufenden Bohrkampagne liegt bei der weiteren Abgrenzung und Erweiterung solcher höhergradigen Zonen, die Deep-South im Jahr 2019 freigelegt hatte. Ziel ist es, eine gemessene Ressource für diesen Abschnitt der Lagerstätte zu erreichen.

Begeisternde neue  Gehalte

Wie Pierre Léveillé, Präsident und Geschäftsführer von Deep-South erklärte, sei man im Unternehmen hellauf begeistert von den ersten vorliegenden Ergebnissen aus dem Bohrprogramm. Bereits frühere Programme hatten zwar auf das Vorhandensein von höhergradigen Kupfervererzungen hingedeutet, die mit großer Wahrscheinlichkeit mit nahezu vertikalen Strukturen in den breiteren mineralisierten Zonen des Projekts verbunden sind. Bei Vertikalbohrungen in der Vergangenheit waren diese Strukturen jedoch möglicherweise übersehen worden.

Das führte zu einer Unterschätzung des Gesamtgehalts, den die Lagerstätte zu bieten hat. Im laufenden Bohrprogramm, so Léveillé weiter, sollen nun abfallende Bohrlöcher dieses Problem beheben. Dadurch können die Strukturen besser identifiziert und abgegrenzt werden. Außerdem sollen die Zusammenhänge mit Zonen mit höheren Kupfergehalten getestet werden.

Bereits die ersten Resultate scheinen nun die aktualisierte Interpretation zu stützen, kommentiert Léveillé. Sie zeigen wesentliche Schnittpunkte mit Kupfer-Gehalten, die – für die Verhältnisse des Projektes – sehr hoch liegen. Auch soll künftig die vertikale Ausdehnung der Lagerstätte mit einigen Löchern mit über 350 Metern Tiefe gemessen werden.

Bohrprogramm zur Ressourcenschätzung

Derzeit liegt die Ressourcenschätzung für „Haib“ noch bei 457 Millionen Tonnen mit einem Kupfergehalt von 0,31 Prozent, das entspricht 3,12 Milliarden Pfund Kupfer. Die abgeleitete Ressourcenschätzung beziffert sich auf 342 Millionen Tonnen zu 0,29 Prozent Kupfer (2,19 Milliarden Pfund Kupfer). Nach Abschluss des Bohrprogramms wird die MSA Group of South Africa eine aktualisierte Ressourcenschätzung konform zum National Instrument NI43-101 bereitstellen.

Testergebnisse aus fünf Löchern

Zwei Bohrgeräte sind auf „Haib“ im Einsatz. Das Bohrprogramm soll insgesamt 10.000 Bohrmeter abdecken, wobei etwa ein Viertel der Arbeiten bereits abgeschlossen ist.  Die jetzt vorliegenden Testergebnisse stammen aus fünf Bohrlöchern, die 800,60 Meter abdecken und in einem zentralen mineralisierten Bereich der Lagerstätte gebohrt wurden. Damit sollte die Ausdehnung der Zone auf andere Mineralisierungen im Nordwesten und Südwesten des Areals ausgetestet werden.  Die Löcher stießen erfolgreich auf vererzte Abschnitte im Grundgestein oder in dessen Nähe.

Die aktuellen Highlights kommen zum einen aus Loch HM06. Das  durchteufte 0,47 Prozent Kupferäquivalent über eine sensationelle Strecke von 152 Metern, inklusive 30 Metern zu 0,81 Prozent. Loch HM07 wiederum schnitt immerhin noch  128 Meter mit 0,42 Prozent Kupferäquivalent, darin enthalten 14 Meter zu 0,57 Prozent Kupferäquivalent. Loch HM10 schließlich ergab 36 Meter mit 0,65 Prozent Kupferäquivalent, einschließlich 12 Metern mit 1,04 Prozent Kupferäquivalent.

Weiterhin stieß man bei den Bohrungen auf hochgradiges Molybdän, das im Zusammenhang mit den Strukturen und Veränderungen vorkommt.

HM06 und HM08

Diese beiden Löcher in der zentralen mineralisierten Zone „Grube 2“ sollten deren Ausdehnung in westlicher Richtung testen. Westlich von „Grube 2“ befindet sich eine weitere Zone namens „Grube 3“. Loch HM06 hatte den Zweck, die Durchgängigkeit des Kupfergehalts zwischen diesen Bereichen abgrenzen. Über seine gesamte Länge stieß es auf bedeutende Werte ab der Oberfläche. Eine weitere Erkenntnis ist, dass die höhergradige Kontinuität zwischen „Grube 2“ und „Grube 3“ größer ist als zuvor angenommen.

Das Loch HM08 kreuzte einen hochgradigen Kupfer-Schnittpunkt über eine Strecke von 50 Metern, der sich in „Grube 2“ gleichermaßen in Süd- als auch West-Richtung ausdehnte. Zugleich gab das Loch bedeutende Molybdän-Werte aus.

HM07 und HM10

Das Loch HM06 war in der zentralen hochgradigen Zone von  “Grube 2” gebohrt worden, um als Auffüllloch zu fungieren und um hochgradige Gehalte zu bestätigen, die zwischen recht weit auseinander liegenden Löchern extrapoliert worden waren. Loch HM10 sollte die hohen Grade in Richtung Nordosten prüfen. Beide Löcher trafen auf bedeutende Kupfer-Schnittpunkte, wobei HM07 das Vorliegen der hochgradigen Zone bestätigte. HM10 zeigt derweil, dass die Vererzung sich möglicherweise weiter nach Norden fortsetzt als zuvor

Bislang wurden vierzehn Löcher fertiggestellt, zwei weitere sind derzeit in Arbeit. Die Ergebnisse aus sechs Löchern stehen derzeit noch aus, die Proben sind aber bereits im Labor.

PEA-Studie bestätigt Wirtschaftlichkeit in Relation zum Kupferpreis

Im Dezember vergangenen Jahres hatte Deep-South eine solide vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA) veröffentlicht. Diese ergab, dass bei einem angenommenen Kupferpreis von 3,0 USD pro Pfund ein