Außergewöhnliches Potenzial: Liberias Rohstoffreichtum zieht Investoren an
Der im westafrikanischen Liberia tätige Metallexplorer Zodiac Gold CA98980T1049 A3EKSC startete Anfang Mai eine hochauflösende magnetische und lasergestützte Drohnenvermessung des 16 km langen Arthington-Youth-Camp-Trends auf dem Todi-Projekt. Drohnen, ausgestattet mit hochsensiblen Magnetometern, fliegen in geringer Höhe in einem engen Raster über das Projektgebiet und messen kleinste Schwankungen im Erdmagnetfeld. Verschiedene Gesteinsarten erzeugen dabei unterschiedliche magnetische Signaturen. Das Ziel: Da Gold oft an bestimmte geologische Strukturen wie Scherzonen, Verwerfungen oder den Kontakt zwischen verschiedenen Gesteinsschichten gebunden ist, legt das Verfahren wichtige Hinweise unter der Oberfläche offen, was die spätere Bohrzielbestimmung erleichtert. Durch den zusätzlichen Einsatz von Laser entsteht ein extrem präzises 3D-Modell des nackten Bodens, das die Vegetation ausklammert und Hinweise auf historische (artisanale) Bergbauaktivitäten, weggespülte Erze oder geologische Verwerfungslinien offenlegt. Das Programm ist aus Sicht des Explorers ein wichtiger Schritt zur Weiterentwicklung des Explorationsplans für 2026 und zur Erschließung des großflächigen Potenzials des mehr als 2.300 km² großen Goldprojekts Todi.
Zodiac Gold zielt auf breitere Goldvorkommen
CEO David Kol erläutert die taktische Zielsetzung: "Wir haben in Arthington bereits eine Entdeckung gemacht und bauen sie nun aus. Ziel dieses Programms ist es, diese Entdeckung in ein wiederholbares Modell über 16 Kilometer zu überführen. So entsteht aus einer einzelnen Entdeckung ein Goldvorkommen von regionalem Ausmaß." Mit den Daten könne Zodiac gezielter bohren, effizienter arbeiten und das Ressourcenwachstum beschleunigen." Liberias Wirtschaft erlebt einen breiten, wesentlich vom Rohstoffsektor getragenen Aufschwung. Der Internationale Währungsfonds (IWF) schätzt die diesjährige Wachstumsrate für das knapp 6 Millionen Einwohner große Land auf 5,1 %, nachdem das BIP im vergangenen Jahr aktuellen Schätzungen zufolge um 5,1-5,8 % zulegen konnte. Das Land profitiert von seinem Rohstoffreichtum, der in Verbindung mit Auslandsinvestitionen Wachstum erzeugt. In der jüngeren Vergangenheit konnten mehrere richtungweisende Vereinbarungen mit ausländischen Großunternehmen abgeschlossen werden. Ende Januar einigte sich die Regierung unter Präsident Joseph Boakai auf die Verlängerung des Mineralienentwicklungsvertrags mit ArcelorMittal LU1598757687 A2DRTZ. Das Unternehmen erwägt, seine Eisenerzkonzentratproduktion im Land auf 30 Millionen Tonnen pro Jahr zu steigern. Neue Produzenten sollen weiteres Wachstum bringen, darunter Cavalla Resources, das 2015 die liberianischen Eisenerzprojekte von BHP AU000000BHP4 850524 übernahm, Westcrest und Zodiac, dessen Todi-Projekt neben Gold auch größere Mengen Eisenerz enthält.
ArcelorMittal, TotalEnergies und Ivanhoe Atlantic mit Liberia-Deals
In den letzten Jahren hat ArcelorMittal 1,8 Mrd. USD in Liberia investiert. Der Großteil der Investitionsausgaben wurde für den Bau einer neuen Eisenerzaufbereitungsanlage verwendet, die seit Mitte 2025 in Betrieb ist. Im Zuge der neuen Vereinbarung zahlt das in Luxemburg ansässige Stahlunternehmen 200 Mio. USD an die Regierung. Im Gegenzug gibt es neben bestimmten Bergbaurechten auch Zugang zur Eisenbahnlinie Tokadeh-Buchanan, in deren Ausbau Arcelor investiert hatte. Ivanhoe Atlantic erhielt ebenfalls die Genehmigung zur Nutzung der liberianischen Transport- und Logistikinfrastruktur. Diese wird für den Abbau und Export von hochgradigem Eisenerz aus dem Kon-Kweni-Projekt in Guinea benötigt. Das Unternehmen zahlt voraussichtlich rund 1,4 Milliarden US-Dollar an Eisenbahnnutzungsgebühren sowie 600 Millionen US-Dollar an sonstigen Steuern und Abgaben an Liberia. Liberia und Guinea haben ein bilaterales Abkommen zur Förderung der gemeinsamen Nutzung der Verkehrsinfrastruktur. Das Kon-Kweni-Projekt liegt 16 km von den Landesgrenzen und 46 km vom nördlichen Ende der Yekepa-Buchanan-Eisenbahnlinie entfernt. Die liberianischen Behörden akzeptierten im März die für die Projektaktivitäten der Phase 1 eingereichte Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfung (ESIA) auf liberianischer Seite. TotalEnergies FR0000120271 850727 unterzeichnete im September Verträge mit der der liberianische Erdölregulierungsbehörde (LPRA) für vier Offshore-Blöcke im Liberianischen Becken. Der Abschluss der Verträge markierte eine der bedeutendsten ausländischen Investitionen im liberianischen Öl- und Gassektor seit über einem Jahrzehnt. "Die Unterzeichnung (…) beendet eine zehnjährige Pause im liberianischen Offshore-Erdölprogramm, markiert einen positiven Wendepunkt für die Energiezukunft des Landes und ist ein Vertrauensbeweis für die von uns eingeleiteten Reformen zur Gewinnung verantwortungsvoller Betreiber", sagte Marilyn T. Logan, Generaldirektorin der LPRA anlässlich des Vertragsschlusses.
Große Potenziale im Energiesektor
Das Rohstoffberatungsunternehmen SRF Oxford bestätigt die Ambitionen der Regierung im Energiesektor auch über die Ölförderung hinaus. "Im Rahmen seiner Energiestrategie baut Liberia seine Wasserkraftkapazitäten aus, die aufgrund der Flusssysteme des Landes ein erhebliches Potenzial bergen. Die Regierung erforscht zudem weitere erneuerbare Energiequellen wie Solar- und Windenergie", heißt es in einem Bericht. Zodiac Gold ist vom Standort Liberia überzeugt. Das Unternehmen verweist auf die politische Stabilität. So hat es seit 2005 vier Wahlen mit anschließendem friedlichem Machtwechsel gegeben. Die Wiederbelebung des Bergbaus ist ein erklärtes Regierungsziel und ein wichtiges Instrument für anhaltendes Wirtschaftswachstum und ausländische Direktinvestitionen. Lizenzgebühren und Steuern sind zudem moderat, es gibt keine Einschränkungen bei Gewinnrückführungen und bei der Währungsumrechnung. Vor allem aber verweisen die Geologen auf das gewaltige Mineralienpotenzial. Der westafrikanische Kraton beherbergt zahlreiche Goldvorkommen mit einem Gesamtvolumen von über 450 Mio. Unzen. Liberia ist das am wenigsten erforschte Gebiet des Kratons und für Goldexplorer dementsprechend interessant. Zodiac Gold lässt die im Rahmen der Magnet- und Lasermessungen gewonnenen Daten aktuell auswerten. Danach interpretieren die Geologen die Datensätze. Die Interpretation fließt direkt in das laufende 14.000 m umfassende Bohrprogramm des Unternehmens ein, von dem bereits 2.343 m in 13 Bohrlöchern absolviert wurden. Erste Ergebnisse aus dem Bohrprogramm bestätigen die hohen Erwartungen an das Projekt. Berichtet wurden unter anderem 14,85 Meter mit 1,55 Gramm Gold pro Tonne und 7,37 Meter mit 1,95 Gramm. CEO Kol sieht genau das erhoffte Ergebnis eingetreten. "In einem völlig unerforschten Gebiet sofort auf eine durchgängige Goldmineralisierung über einen ganzen Kilometer Streichenlänge zu stoßen, einschließlich oberflächennaher Mineralisierung mit hochgradigen Zonen, ist eine überzeugende Bestätigung unseres geologischen Modells." Noch wichtiger sei, dass dieselben Wirtsgesteine, strukturellen Gegebenheiten und dieselbe Art der Mineralisierung wie in Arthington vorgefunden worden seien. Für das vierte Quartal ist eine Mineralressourcenschätzung geplant. Sollte sich die Arthington-Entdeckung auf ein regionales Ausmaß ausweiten, dürfte das den Aktienkurs des Unternehmens schnell in neue Höhen treiben. Die Story eines XXL-Goldprojekts im ressourcenreichen und ökonomisch aufstrebenden Liberia jedenfalls trägt im Fall einer günstigen Entwicklung das Potenzial für deutlich höhere Bewertungen in sich.