Analysten sehen Kupfer unter den Basismetallen 2026 vorn: Explorer drücken aufs Tempo
Der Basis- und Edelmetallexplorer Prismo Metals CA74275P1071 A2QEGD setzt zwei strategische Schwerpunkte: Arizona als bevorzugten Standort und Kupfer als bevorzugtes Explorationsziel im Bereich der Basismetalle. Drei der vier Projekte im Portfolio – Hot Breccia, Silver King und Ripsey – befinden sich in dem für sein bergbaufreundliches Umfeld bekannten US-Bundesstaat.
Durch den hohen Kupferanteil im Portfolio profitiert Prismo Metals von der Hausse des Metalls, das mittlerweile als Notwendigkeit für fast alle Megatrends der Gegenwart und näheren Zukunft betrachtet wird. Aufrüstung, KI, Elektrifizierung, erneuerbare Energien, Bevölkerungswachstum: Für alle großen Entwicklungen der kommenden Dekaden wird Kupfer benötigt.
Analysten sehen Kupferpreis positiv
Dabei ist das Angebot auf absehbare Zeit strukturell begrenzt: Jahrzehnte der Unterexploration, ein Mangel an großen Funden und die nach wie vor geringe Bereitschaft der großen Bergbauriesen zur Investition in Greenfield-Projekte lassen für Jahrzehnte ein wachsendes Angebotsdefizit erwarten.
Unter Analysten ist Kupfer für das laufende Jahr der Favorit auf die höchste Rendite unter den Basismetallen. Einer Reuters-Umfrage zufolge erwarten Analysten für den Kupferpreis 2026 im Median eine Preissteigerung von 20 %. Das ist deutlich mehr als den ebenfalls gefragten Metallen Zinn (+16 %) und Aluminium (+12 %) zugetraut wird.
Die mittleren Kursziele sind mittlerweile weitgehend erreicht: An der London Metal Exchange (LME) werden aktuell knapp 13.000 USD pro Tonne gezahlt, der Preis an der Comex liegt bei 5,83 USD pro Pfund (lb). Noch Ende 2024, also vor gut 13 Monaten, wurden pro lb noch 4,1 USD gezahlt.
Aus spekulativer Sicht mag der Reiz des Kupfers zunächst ein Stück weit ausgeschöpft sein. Entscheidend aus Sicht von Bergbauunternehmen ist, dass sich absehbar ein dauerhaft erhöhtes Preisniveau eingestellt hat.
Bergbauunternehmen profitieren von dauerhaft höherem Kupferpreis
Der durchschnittliche Kupferpreis lag 2025 bei 9.954 USD pro Tonne – der höchste jemals verzeichnete Jahreswert, der in diesem Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit noch spürbar übertroffen wird. Das neue Preisniveau führt zu neuen Bewertungen von Kupferminen und in Exploration befindlichen Kupferprojekten.
Wie stark sich der Anstieg des Preises auf diese Bewertung auswirken kann, zeigt ein Blick auf den 2024er Geschäftsbericht von Freeport McMoran US35671D8570 896476, das in Arizona mit Morenci, Bagdad, Safford, Sierrita und Miami mehrere Kupferminen betreibt.
Im Bericht hieß es als Ausblick auf 2025: "Die Auswirkungen der Kupferpreisänderungen im Jahr 2025 auf den operativen Cashflow würden sich auf etwa 375 Mio. USD pro 0,10 USD pro Pfund Änderung des durchschnittlichen Kupferpreises belaufen." Dabei wurde ein Kupferpreis von 4 USD pro lb angesetzt.
Das günstige Marktumfeld treibt damit die Margen von Kupferproduzenten – und die impliziten Kapitalwerte von Explorationsprojekten – in die Höhe. Dabei bezieht sich dieses günstige Marktumfeld nicht nur auf den Kupferpreis an sich, sondern auf weitere Begleitumstände.
Niedrige TC/RC und hohe Preise für Nebenprodukte erweitern Margen
Einer dieser Umstände betrifft die Treatment Charges (TC) und Refining Charges (RC), kurz TC/RC. Diese stellen die Kosten für die Umwandlung von Konzentrat in Kathoden dar und werden üblicherweise vom LME-Preis abgezogen, um den an Bergbauunternehmen gezahlten Preis zu ermitteln. Die TC/RC sind seit Jahren unter Druck und haben historische Tiefstände erreicht. Was die Rentabilität von Schmelzhütten gefährdet, kommt Kupferkonzentratproduzenten (also Minenbetreibern) zugute.
Ein weiterer günstiger Umstand für Kupferproduzenten betrifft die Preise von Nebenprodukten, darunter vor allem Gold und Silber. Diese werden zusätzlich zum Kupfer gewonnen. Der trotz der jüngsten Korrektur nach wie vor starke Anstieg der Edelmetallpreise erhöhte die Nebeneinnahmen der Minenbetreiber erheblich.
Ein Boom neuer Kupferminen – der das hohe Preisniveau wieder drücken könnte – ist gleichwohl nicht zu sehen. "Je höher die Gewinnmargen der Kupferproduzenten sind, desto attraktiver wird der Kupferabbau. Allerdings bleibt der Bergbau eine anspruchsvolle und langfristige Branche mit relativ hohen Markteintrittsbarrieren, selbst bei verbesserten Margen. Zudem konkurriert der Bergbau um Kapital mit einer Reihe anderer renditestärkerer Branchen wie beispielsweise der KI", heißt es in einer aktuellen Notiz von Benchmark Minerals Intelligence.
Prismo Metals setzt auf die Vorzüge des Marktumfelds und das daraus erwachsene Aufwertungspotenzial von Explorationsprojekten. Hot Breccia etwa, unmittelbar neben dem Kupferprojekt Christman von Freeport gelegen, beherbergt historischen Bohrungen zufolge neben Kupfer auch Gold. Der Anteil an dem Projekt wurde auch aufgrund der Marktsituation von 75 % auf 95 % erhöht. Darüber hinaus hat Prismo eine unwiderrufliche Option zum Erwerb der verbleibenden 5 %-Beteiligung erworben.
Beim Silver King Projekt des Unternehmens, gelegen unweit der Resolution Kupferlagerstätte von Rio Tinto und BHP, werden neben Kupfer auch Silber, Gold und Molybdän gesucht, bei Ripsey Silber und Gold.
Die Aktie von Prismo Metals hat in den letzten sechs Monaten um gut 20 % zugelegt, wodurch das Unternehmen mit etwas mehr als 7 Mio. EUR bewertet wird. Im aktuellen Marktumfeld könnten signifikante Fortschritte bei der Exploration auch vor dem Hintergrund der rekordverdächtigen Kupfermargen rasch zu einer Neubewertung führen.