Aftermath Silver leitet PFS für Berenguela ein: Perus Bergbau expandiert

Aftermath Silver leitet PFS für Berenguela ein: Perus Bergbau expandiert Aftermath Silver Ltd.

Der Metallexplorer Aftermath Silver CA00831V2057 A2DMFN treibt das Silber-Kupfer-Mangan-Projekt Berenguela in Südperu voran. Nach der Ankündigung einer Vormachbarkeitsstudie für das Projekt wurde nun ein Dienstleister für deren Durchführung verpflichtet.

"Dies ist der ideale Zeitpunkt, um ein Silber- und Kritische-Metalle-Projekt von Berenguelas Größenordnung und Qualität voranzutreiben. Die Nachfrage nach Silber, Kupfer und hochreinem Mangan steigt stetig, angetrieben durch die weltweite Elektrifizierung, den Ausbau erneuerbarer Energien und die Energiewende", sagt CEO Ralph Rushton im Hinblick auf das Marktumfeld.

Berenguela verfügt derzeit über gemessene und angezeigte Ressourcen von 122,5 Millionen Unzen Silber und weitere 22 Millionen Unzen an abgeleiteten sowie über gemessene und angezeigte Ressourcen von 717,1 Millionen Pfund Kupfer mit zusätzlichen 118 Millionen Pfund an abgeleiteten Ressourcen. Außerdem beherbergt die Lagerstätte eine beträchtliche Manganressource.

Rushton betont, dass Kupfer und Mangan "für die Energiewende und wachstumsstarke Industrieanwendungen zunehmend strategisch wichtig" seien. Damit spricht der CEO die Marktkräfte an, die im peruanischen Bergbau derzeit für einen strukturellen Aufschwung sorgen.

Perus Bergbauexporte auf Expansionskurs

Ein Blick auf die Exportzahlen des südamerikanischen Landes spricht für sich.  Im Jahr 2020 erzielten die Kupferexporte 846 Mio. USD, in den ersten elf Monaten des Jahres 2025 waren es bereits 24,96 Mrd. USD. Die Goldexporte stiegen von 1,04 Mrd. USD auf 20,26 Mrd. USD, die Bleiexporte von 174 Mio. USD auf 2,82 Mrd. USD und die Zinkexporte von 436 Mio. USD auf 2,53 Mrd. USD.

Die Bedeutung für die Gesamtwirtschaft ist immens. Im vergangenen Jahr erreichten Perus Gesamtexporte 90 Mrd. USD. Die Hälfte davon entfiel auf Kupfer- und Goldkonzentrate. Unter Einbeziehung anderer Mineralien betrug der Anteil des Bergbausektors 60 %.  Der Bergbau trägt 20 % zu den Steuereinnahmen und 10 % zum BIP bei.

Die Projektpipeline ist dabei gut gefüllt. Auf 64 Mrd. USD wird das Portfolio taxiert. Es umfasst 67 Projekte, von denen 71 % Kupfer, 13 % Gold und 16 % Eisen, Zink, Silber und Zinn betreffen, sowie Explorationsarbeiten im Wert von 1 Mrd. USD, die sich auf 84 Explorationsprojekte verteilen, unter denen Kupfer eine hervorgehobene Bedeutung einnimmt.

Ein Selbstläufer wird weiteres Wachstum nicht. Zetti Gavelán, Vizepräsident des Instituto de Ingenieros de Minas del Perú (IIMP) und Führungskraft bei Glencore Sudamérica, warnte kürzlich auf einer Konferenz: "Die größte Herausforderung liegt nicht in unserer Produktionskapazität, sondern in der Erweiterung der Projektpipeline."

Die Herausforderung besteht darin, Explorationsprojekte weiterzuentwickeln und aus größeren Projekten produzierende Minen zu machen. Das ist nicht immer einfach, auch weil das politische Umfeld wechselhaft ist. Der jüngst ernannte Interim-Präsident José María Balcazar ist der neunte Staatsführer innerhalb eines Jahrzehnts.

Das Potenzial des Landes aber ist gewaltig. So lagern die zweitgrößten Kupferreserven der Welt, die größten Silberreserven, die drittgrößten Molybdänreserven, die viertgrößten Zinkreserven, die fünftgrößten Bleireserven, die siebtgrößten Zinnreserven und die achtgrößten Goldreserven laut einer Auswertung des Wirtschaftsministeriums in Peru.

Analysten optimistisch für Perus Aktienmarkt

Analysten sind zunehmend optimistisch, dass der Aufschwung des peruanischen Bergbaus sich fortsetzt. Oxford Economics stufte peruanische Aktien in der vergangenen Woche auf "Übergewichten" ein. Peru sei aufgrund seiner hohen Exportstärke bei Kupfer am besten positioniert, um vom Kupferzyklus zu profitieren, heißt es im Bericht der Analysten. Der S&P/BVL Peru General Index hat seit dem Tief im April 2025 um rund 27 % zugelegt.

Der Bericht von Oxford Economics kommt für verschiedene Länder der Region zu unterschiedlichen Ergebnissen. Der brasilianische Aktienmarkt wurde ebenfalls mit "Übergewichten" eingestuft. Für Chile wurde jedoch eine neutrale Bewertung beibehalten – unter Verweis auf Abwärtsrisiken durch Minenschließungen, Streiks und logistische Engpässe. Mexiko und Kolumbien bleiben bei Oxford Economics untergewichtet.

Zu Perus Stärken im Bergbau gehören die geringen Energiekosten. Während der regionale Durchschnitt bei 14,7 USD/kWh liegt, betragen sie in Peru 10,7 USD/kWh.

Auch auf Grund dieses Wettbewerbsvorteils fließt verstärkt Geld in den peruanischen Explorationssektor, was sich in den kürzer werdenden Abständen der Fortschrittsberichte von Explorern für ihre Projekte widerspiegelt.

Camino Minerals CA1380503070 A40Z0W etwa meldete am 17. Februar Bohrergebnisse für das Kupferprojekt Los Chapitos, darunter 83,5 Meter mit 0,94 % Kupfer und 10,4 Gramm Silber pro Tonne. Am 29. Januar hatte Solis Minerals AU0000189029 A3C8R2 für Ilo Este u. a. einen Abschnitt über 27 Meter mit 0,18 % Kupfer und 0,22 Gramm Gold pro Tonne präsentiert. Drei Tage zuvor hatte Element 29 Resources CA28619M1059 A2QKKG einen 1.152 Meter langen Abschnitt mit 0,64 % Kupferäquivalent vorgelegt.

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Aftermath Silver plant neben PFS auch Bohrungen

Auch Aftermath Silver plant rasche Fortschritte bei Berenguela – und profitiert dabei von der günstigen Infrastruktur für Bergbauunternehmen im Land. Das Projekt liegt rund 6 Kilometer von Santa Lucia entfernt. Der Ort ist mit 220 Volt an das nationale Stromnetz angeschlossen. Wie das Unternehmen gegenüber Investoren mitteilt, befinden sich in der Nähe zudem Wasserressourcen inklusive Trinkwasserversorgung, qualifizierte Arbeitskräfte sowie ein Verladebahnhof mit Anbindung an den Hafen von Matarani an der Pazifikküste.

Die Aktie von Aftermath Silver hat in den letzten zwölf Monaten um mehr als 120 % zugelegt und sich damit deutlich stärker entwickelt als der peruanische Aktienmarkt. Die Aktie ist allerdings nicht in Peru notiert, sondern in Kanada, an der Nasdaq OTC und in Deutschland. CEO Ralf Rushton hatte bei der ersten Ankündigung der Vormachbarkeitsstudie im Februar angekündigt, parallel zu den Arbeiten an der Studie wichtige Explorationsziele bei Berenguela sowie dem Silberprojekt Chalacollo in Chile durch Bohrungen untersuchen zu wollen.

Die Bohrungen und die Studie selbst könnten im Laufe des Jahres die Bewertung des Unternehmens (aktuelle Marktkapitalisierung: 234 Mio. EUR) weiter antreiben. Dies gilt vor allem in einem weiterhin günstigen Marktumfeld für Explorer.