Das Unternehmen

Auch wenn die Gesellschaft bereits 1987 gegründet wurde, ihre bewertbare Karriere startete das Unternehmen im Jahr 2016, wo, noch unter dem alten Namen Jet Gold, am 21. März 2016 eine erste 30%ige Option auf das Hauptprojekt Haib abgeschlossen werden konnte. Am 26.10.2016 benannte sich Jet Gold in den heute bestehenden Namen Deep-South Resources Inc. um. Ab 8. Mai 2017 erwarbt das Unternehmen 100% am Projekt Haib in Namibia. Am 19.9.2018 wurden 75 % des Projektes Kapili Tepe dem Portfolio hinzugefügt.

Kupferprojekt HAIB

Deep-South Resources verfügt über eine rund 370 km² umfassende und zusammenhängende Landmasse im Süden Namibias. Infrastrukturell ist das Projektareal sehr gut erschlossen. So existieren gute Anbindungen an das übergeordnete Straßennetz, Stromzufuhr in erreichbarer Entfernung (85km), ausreichende Wasservorkommen und sowohl Nahversorgung, wie auch Arbeitskräfte sind in den umliegenden Gemeinden zu finden. In rd. 100 km befindet sich eine wichtige Bahnlinie, die zu den Meereshäfen führt.

Abb1: Projektlage in Namibia, Quelle: Deep-South Resources

Namibia gilt als äußerst bergbaufreundlich mit einer stabilen Rechtslage. Das Frazer Institut bewertet Namibia als das beste Land Afrikas und führt es unter allen Bergbauländern der Welt auf Platz 14.

Die regionale Topografie besteht überwiegend aus weitgehend leichten Hügelketten, durchzogen von einigen Tälern. Gut erkennbar auf nachfolgender Aufnahme.

Abb2: Landschaftsaufnahme vom Projektareal, Quelle: Deep-South Resources

Geologie

Das porphyrische Kupfer-Molybdän-Depot liegt in der Karas Region, eine der weltweit ältesten Porphyrformationen aus dem Archaikum. Kupfervorkommen sind in Quarz-Porphyr-Venen und Verwitterungsschichten leicht zu identifizieren, die sich häufig am Projektareal finden lassen. Die hauptsächlich am Projektareal vorkommenden Gesteinsarten sind Kalkpyrite und Borite. Auch in diesen Formationen sind Kupfervorkommen bereits gemessen worden, die jedoch geringere Grade aufweisen..

Projektstatus

Auf Basis von 66.000 Bohrmeter, die seit 1970 Jahren von Teck Resources, Rio Tinto, Falconbridge und anderen Projekteignern aber auch bereits von Deep-South  auf dem Projekt niedergebracht wurden, konnte nach metallurgischen Tests, geochemischen Auswertungen, Feldarbeiten und Kartierungen eine erste Ressource erstellt werden. Diese betrifft jedoch nur einen kleinen Bereich von rd. 2km x 1km im Ausmaß und bis rd. 350 m in die Tiefe.

Abb3: aktuelle Ressource auf Haib, Quelle: Deep-South Resources

Parallel zur Ressource wurde auch eine erste vorwirtschaftliche Schätzung (PEA) beauftragt, die am 28. Mai 2020 veröffentlicht werden konnte und eine solide wirtschaftliche Basis in Aussicht stellt.

Abb4: Mengen und Kosten, Quelle: Studie von Deep-South Resources

Abb5; Wirtschaftlichkeit des Projektes, Quelle: Deep-South Resources

Für die Auswertung der Wirtschaftlichkeit wurde ein Kupferpreis von 2,50 USD je Pfund Kupfer angenommen und für eine potentielle Produktion ein cut-off-Grad von 0,30% Kupfer. Nicht enthalten in der Ressource ist das Nebenprodukt Molybdän, das sich ebenfalls bei Bohrungen zeigte und erst zu einem späteren Zeitpunkt bewertet werden wird.

Beim Ressourcenmodell ging man vom möglichen Grubenumfang der historischen Bohrresultate aus. Nachfolgende Grafik zeigt die Dimensionen.

Abb6: Ressourcen- Grubenumfang, Quelle: Deep-South Resources

Dieses Modell zeigt jedoch nach Ansicht der Geologen von Deep-South noch absolut kein befriedigendes Bild, denn es wurden seinerzeit überwiegend Bohrungen in einem 150-Raster durchgeführt, die kaum das wahre Ausmaß der Ressource abbilden. Außerdem wurde nur bis in eine Tiefe von rd. 200 Meter gebohrt. Darüber hinaus ist mittlerweile bekannt, dass sich hochgradige Mineralisierungen  nicht nur innerhalb der aktuellen Ressource sondern auch außerhalb der Gruben- und Ressourcengrenzen befinden, und die Kupfergrade in der Tiefe zunehmen. Bei einzelnen Messungen wurden hochgradige Kupfervorkommen bis in eine Tiefe von 800 Meter angetroffen, und auch in dieser Tiefe endete die Mineralisierung noch nicht.

Planung 2020 – 2021

Ausgehend von einem ersten Nachweis der Wirtschaftlichkeit und dem erkannten Erweiterungspotential plant das Management ein bis zu 12.000 Meter umfassendes Bohrprogramm, das in einem engeren 50-m-Raster die Depotqualität näher definieren soll. Ziel ist  auch die Erhöhung der Ressourcengrade sowie eine Überführung von Ressourcenteilen in die gemessene (measured) Kategorie als Vorbereitung für eine weitere Wirtschaftlichkeitsstudie vornehmen zu können.

Auf der Planungsliste für die kommenden Monate stehen auch weitere metallurgische Testreihen, die den Gewinnungsgrad weiter erhöhen sollen.

Vorbereitend für eine erweiterte Wirtschaftlichkeitsstudie werden bereits technische Planungen vorbereitet, sowie umfangreiche Studien zur Umweltverträglichkeit in Angriff genommen.

Kupferprojekt KABILI-TEPE (75%)

Über knapp 50 km² Projektfläche, verteilt auf zwei zusammenhängenden Lizenzgebiete, verfügt Deep South in der türkischen Provinz Sivas, nahe der Ortschaft Imranli, ca. 500km von Ankara entfernt.

Die regionale Geologie wird vom Tethyan Orogenic Gürtel der Türkei bestimmt. Ultramafische Felsformationen und Faltungen mit Lavaflüssen durch die Zonen wurden auf mehreren km² an der Oberfläche beobachtet. Falconbridge hat das Projekt Anfang der 2000er Jahre exploriert und festgestellt, dass oxidische hochgradige Vorkommen von mehr als 1% Kupfer bereits an der Oberfläche anzutreffen sind. Als Nebenmetalle befinden sich auch noch Kobalt und Nickel in den Gesteinsformationen. Über 20 Fundstellen konnten auf der Oberfläche ausgemacht werden, die eine genauere Exploration rechtfertigen würden.

Die Managementstrategie sieht jedoch vor sich mit Konzentration und Kapital auf das Hauptprojekt Haib zu reduzieren und Kabili-Tepe zu einem späteren Zeitpunkt in Angriff zu nehmen.

Management

Pierre Léveillé, Präsident, CEO, Direktor

Über 20 Jahre an Erfahrungen im Finanzbereich des Bergbausektors hat der CEO als Investmentbanker und als Direktor bei verschiedenen Explorationsgesellschaften gesammelt. Seit 1996 ist er als Financier und Explorationsmanager in Namibia tätig, wo er nicht nur über 75 Mio, USD an Finanzierungen auf die Beine gestellt hat, sondern seine Erfahrungen auch auf einer Diamantmine erweiterte.

John H. Akwenye, Direktor

Er ist Jurist mit über 30 Jahren Erfahrung bei Geschäftsentwicklungen in Namibia. Guinas Investments, Direktor der Namibian Airport Gesellschaft, Direktor bei Areva Resources sind nur einige Positionen, die er bekleidete.

Chad Williams

Als unabhängiger Direktor bingt er umfangreiche Kenntnisse in den Bereichen Kapitalmärkte und Unternehmensführung ein. Er ist Gründer und Vorsitzender von Red Cloud Securities Inc. sowie Mitglied des Verwaltungsrats von Blue Thunder Mining Inc., Golden Tag Resources Ltd., Karora Resources Inc. und Honey Badger Silver Inc. Er war außerdem Mitgründer von Agilith Capital Inc. sowie Westwind Capital Inc. Er wirkte als Geschäftsführer von Victoria Gold Corp. und Leister für Bergbau- Investment Banking bei Blackmont Capital Inc. und war ein hochrangiger Bergbauanalyst, unter anderem bei der TD Bank.

Jean-Luc Roy, CXO, Direktor

Ein erfahrener Entwicklungsmanager mit über 30 Jahren Erfahrung, die er sich bei Unternehmen wie First Quantum Minerals, Resolute Mining und Ampella Mining angeeignet hat. Bei Deep South bringt er seine Expertisen in allen Aspekten der Exploration, Finanzierung, Behördenkontakte und Management ein. Parallel zu Deep South fungiert er auch noch als Direktor bei Can Alaska Uranium.

Vivian Stuart-Willams, Vizepräsident für Exploration

Ein mit 46 Berufsjahren ausgestatteter Geologe, vornehmlich in der südafrikanischen Region. Experte ist er nicht nur bei Uran, sondern auch für Basismetalle Gold, Kohle und Industriemetalle. Seine Kenntnisse hat er nahezu weltweit aufgebaut. Seit Mitte der 1990er Jahre ist er im Projekt Haib als Explorationsmanager involviert, seinerzeit noch bei Teck Namibia.

Chantelle Collins, CFO

Eine erfahrene Fachkraft im Bereich Öffentlichkeit und sehr versiert in allen Angelegenheiten der Reporterfordernisse einer börsengelisteten Gesellschaft. Neben Deep South Resources arbeitet sie auch noch für 3 weitere Börsengesellschaften.

Ergänzt wird das Management durch Frau Taryn Downing im Sekretariat, eine Position, die sie bereits seit über 25 Jahren bei unterschiedlichen börsennotierten Gesellschaften inne hatte.

Aktienstruktur und Finanzdaten

  • Aktien: 108,262,298 per 25.10.2020
  • Kapital: ca. 2,5 Mio. CAD per 25.10.2020
  • Schulden: 0,4 Mio. CAD per 28.10.2020
  • Kurs: 0,14 CAD per 28.10.2020
  • Marktkapitalisierung: 15,16 Mio. CAD per 28.10.2020

Aktienbesitz in Prozent

Abb7: Aktienstruktur, Quelle: Deep-South Resources

Fazit

Deep South Resources zeigt sich als ein aufstrebendes und in Namibia gut verankertes Explorationsunternehmen, das von einem Management geleitet wird, das die Landesstrukturen und Erfordernisse bestens kennt.

Die Konzentration auf das Haib-Projekt ist in Anbetracht der Projektgröße und der damit verbundenen Kapitaleinsätze voll verständlich, wobei auch hier eventuell eine Partnerschaft mit einem Major vorteilhaft wäre. Dies deshalb, um bei den kommenden Meilensteinen eine allzu große Verwässerung durch die vielfachen und notwendigen Kapitalaufnahmen in Zukunft weitgehend zu vermeiden.

Die Projektqualität und damit die Zukunft des Projektes sind durch die Ressource und die Wirtschaftlichkeitsschätzung grundlegend definiert. Erst die für 2020 und 2021 geplanten Meilensteine werden das Projekt in eine detailliertere Basis und Bewertung überführen. Bis dahin werden jedoch noch weitere Kapitalaufnahmen notwendig werden, denn die knapp 2,5 Mio. CAD werden zwar die kommenden Bohrungen finanzieren helfen, aber die geplanten technischen Studien und die Einzelstudien für die Umweltverträglichkeit werden damit nicht finanzierbar sein.

Grundsätzlich ist Kupfer als gefragtes Zukunftsmetall eine sehr gute Explorationsgelegenheit. Das Projektpotential, das sich derzeit bereits zeigt, muss allerdings in den kommenden 12 bis 15 Monaten noch entwickelt werden. Erst danach wird sich zeigen, wie werthaltig das Projekt sein wird und welchen Unternehmenswert Deep South tatsächlich  erreichen kann. Bis dahin ist jedoch mit einer guten Nachrichtenlage zu rechnen, die helfen wird, das Unternehmen besser darzustellen.