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Hier gab es hochgradige Bohrtreffer in geringer Tiefe

Hier gab es hochgradige Bohrtreffer in geringer Tiefe FireFox Gold

Der Goldpreis hat zwar eine Korrektur durchlaufen, hält sich vor dem Hintergrund der dramatisch veränderten Zinserwartungen jedoch auf beeindruckend hohem Niveau. Diese relative Stärke, da sind sich viele Analysten sicher, wird mit Beginn des nächsten Zinssenkungszyklus den Weg zu neuen Hochs freimachen.

Goldexplorer weltweit haben ihre Budgets hochgefahren und suchen nach dem gelben Edelmetall. Ein hoher Goldpreis ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass aus einem Explorationsprojekt irgendwann eine erfolgreiche Goldmine wird. Es gibt viele weitere Voraussetzungen. Zwei davon: der Goldgehalt und die Tiefe der Lagerstätte.

In diesem Beitrag stellen wir sechs Goldexplorationsprojekte vor, bei denen jüngste Bohrprogramme hohe Goldgehalte in geringer Tiefe zutage förderten.

FireFox Gold bei Mustajärvi: 16,6 Meter mit 5,83 g/t Au ab 72,45 Meter

FireFox Gold CA31816R8369 A419WJ exploriert das Mustajärvi-Goldprojekt im finnischen Lappland im Central Lapland Greenstone Belt rund 17 km östlich von Kittilä.

Die Mineralisierung ist in Streichrichtung und in der Tiefe offen, und mehr als 50 % des Projektgebiets wurden bisher nur minimal exploriert, obwohl es wichtige Merkmale für orogene Goldlagerstätten aufweist.

Bislang wurden mit über 30.000 Bohrmetern mehrere hochgradige Zonen (Central, Northeast, East) über >2 km Streichlänge definiert; 2026 kam die neue Lammas-Zone hinzu. Die erste Mineralressourcenschätzung wird Anfang 2027 erwartet.

Seit dem Spätsommer legte FireFox Gold mehrere starke Bohrergebnisse aus unterschiedlichen Bereichen des Projekts vor, insbesondere im Hinblick auf die neue Entdeckung Lammas. Ein Auszug:

  • 26MJ016: 14,1 m @ 4,32 g/t Au ab 28,0 m (inkl. 3,1 m @ 8,63 g/t Au). Ort: East Zone, als Resource-Infill-Loch. Zweck: Infill-/Abgrenzung und Verfeinerung der Mineralisierung in der East Zone (inkl. Step-out auf der Südwestseite) für die MRE.
  • 26MJ021: 2,0 m @ 63,19 g/t Au ab 102,4 m (inkl. 1,0 m @ 124,0 g/t Au und 0,38 % Co). Ort: Zentraler Teil der East Zone, Resource-Infill-Loch. Zweck: Infill und Downdip-Extension (Abgrenzung nach der Tiefe) der hochgradigen Mineralisierung entlang der Shear-Zone für die MRE.
  • 26MJ030: 7,0 m @ 11,36 g/t Au ab 199,0 m (inkl. 1,0 m @ 57,9 g/t Au mit sichtbarem Gold) sowie 2,0 m @ 44,65 g/t Au ab 118,6 m. Ort: Test der westlichen Streichverlängerung der Northeast Zone; Zweck: Step-out / Abgrenzung und Verlängerung der Northeast Zone nach Westen
  • 26MJ032 (Discovery): 21,0 m @ 4,13 g/t Au ab 114,0 m (inkl. 1,0 m @ 21,6 g/t Au). Ort: Neue Lammas-Zone, knapp 1 km östlich der Haupt-Mustajärvi-Shear-Zone; Zweck: Discovery / erstes Bohren eines neuen parallelen Strukturziels (Lammas).
  • 26MJ035: 16,6 m @ 5,83 g/t Au ab 72,45 m (inkl. 1,05 m @ 51,5 g/t Au). Ort: Lammas-Zone, Zweck: Step-out zur Bestätigung der lateralen Kontinuität; definierte Streichlänge der neuen Zone damit auf ca. 260 m erhöht (offen in alle Richtungen).

Firefox-CEO Carl Löfberg kommentierte die letzten Bohrungen im Oktober: "Diese Erweiterungsbohrungen bei der neuen Lammas-Entdeckung sind von großer Bedeutung, da wir nun eine analoge mineralisierte Scherzone mit einer Streichlänge von über 200 Metern nachweisen können, die sich in alle Richtungen öffnet. Darüber hinaus liegt der Erzgehalt der Bohrabschnitte in der Lammas-Zone weiterhin deutlich über dem globalen Durchschnitt."

Asara Resources bei Kada: 47 Meter mit 8 g/t Au ab 10 Metern

Asara Resources AU0000315624 A40009 entwickelt das Kada-Goldprojekt im Siguiri-Becken in Guinea in Westafrika. Das Gesamtprojekt besteht aus dem 106 km² großen Konzessionspaket Kada und Bamfele entlang des mineralisierten Siguiri-Trends.

Zum Projekt gehört die Lagerstätte Massan mit einer Mineralressource von 2,04 Mio. Unzen, davon 1,27 Mio. Unzen angezeigt und 0,77 Mio. Unzen abgeleitet. Die Lagerstätte Massan ist in Streichrichtung und in der Tiefe weiterhin offen; weitere Bohrungen werden durchgeführt.

Unter anderem Ende Juli veröffentlichte Asara Resources Ergebnisse dieser Bohrungen. Die Bohrungen wurden entlang der südlichen Profillinien (fence lines) auf der Lagerstätte Massan durchgeführt und bieten eine erste systematische Bohrabdeckung für eine zuvor nur unzureichend erbohrte südliche Erweiterung.

Das Highlight:

  • 47 m mit 8,0 g/t Au aus MSRC26-167 ab 10 Metern Tiefe, einschließlich 8 m mit 42,2 g/t Au

Das Bohrloch MSRC26-167 ergab zwei aufeinanderfolgende 1-Meter-Intervalle mit Gehalten von >130 g/t Au. Dies ergänzt das zuvor gemeldete Bohrloch MSRC26-041, das etwa 500 m südlich entlang des Streichens liegt und ebenfalls ein außergewöhnlich hochgradiges Intervall von >150 g/t Au über 1 m geliefert hatte.

CEO Matthew Sharples kommentierte: "Die ersten Ergebnisse haben unsere Erwartungen übertroffen: Sie lieferten breite Mineralisierungszonen zusammen mit außergewöhnlichen, hochgradigen Goldabschnitten und bestätigen die Fündigkeit eines Gebiets, in dem historisch nur sehr wenige Bohrungen stattgefunden haben."

New Found Gold bei Queensway: 507,7 g/t Au über 2,2 Meter ab 16,8 Meter

New Found Gold CA64440N1033 A2QBFY entwickelt das weit fortgeschrittene Goldprojekt Queensway in Neufundland und Labrador. Im Oktober 2026 wurde eine aktualisierte PEA vorgelegt. Diese sieht einen Nachsteuer-NPV von ca. 1,73 Mrd. CAD und 126 % IRR. Die Mineralressourcenschätzung enthält in der gemessenen und angezeigten Kategorie 1,92 Mio. oz Gold. Der erste Erztransport zur Pine-Cove-Mill ist für das vierte Quartal 2027 geplant. Das Unternehmen sieht "Queensway bestens finanziert, um Kanadas nächster mittelgroßer Goldproduzent zu werden."

Im Februar wurden die Ergebnisse von Bohrungen zur Gehaltskontrolle veröffentlicht. Darunter:

  • 508 g/t Au über 2,20 m ab 16,80 m (NFGC-25-GC-024)

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Ramelius Resources bei Dalgaranga: 35 Meter mit 16 g/t Au ab 104,7 Meter

Ramelius Resources AU000000RMS4 808383 besitzt das Dalgaranga-Goldprojekt in Westaustralien ca. 75 Kilometer nordwestlich von Mt Magnet. Die Dalgaranga-Lagerstätten wurden im Juli 2025 durch die Fusion von Ramelius mit Spartan Resources erworben. Zum Projekt gehören die Lagerstätten Never Never, Gilbeys, Plymouth, Sly Fox und Archie Rose.

Never Never ist als Untertagemine bereits seit März 2026 in kommerzieller Produktion. Für das Geschäftsjahr 2027 ist geplant, ca. 500.000 Tonnen mit einem Durchschnittsgehalt von 6,2 g/t zu fördern. Das abgebaute Erz wird per Straßenzug über regionale Transportwege zum rund 75 km entfernten und erweiterten Verarbeitungs-Hub von Ramelius in Mt Magnet geliefert.

Doch Dalgaranga bietet noch mehr Potenzial: Zum Explorationsprogramm 2026 gehört ein 75.000 Meter umfassendes Bohrprogramm, um die bestehenden unterirdischen Ressourcen von Gilbeys zu erweitern.

Gebohrt wird außerdem bei Never Never (Infill-Bohrungen) und bei der Galaxy Mine nahe Mt Magnet, die ebenfalls bereits in Produktion ist. Sowohl bei Never Never als auch bei Galaxy wurden dabei in diesem Jahr hohe Goldgehalte in vergleichsweise geringer Tiefe gemeldet:

  • Never Never (Infill): 35,3 Meter mit 16 g/t Au ab 104,7 Meter
  • Galaxy: 22,7 Meter mit 10,8 g/t Au ab 47,3 Meter, darunter 0,70 Meter mit 294 g/t Au

Executive General Manager Exploration, Peter Ruzicka, kommentierte diese und andere Bohrungen aus dem Programm: "Unsere Explorationsstrategie liefert weiterhin hochgradige Entdeckungen. (…) Diese Ergebnisse belegen das außergewöhnliche Explorations-Aufwärtspotenzial und werden bei anhaltendem Erfolg unser Produktionsprofil steigern."

Orosur Mining bei Anzá: 104,45 Meter mit 5,96 g/t Au ab der Oberfläche

Orosur Mining CA6871961059 A0YJNS exploriert das Anzá-Projekt in der westlichen Kordillerenregion Kolumbiens, 50 km westlich von Medellín und wenige Kilometer westlich des Flusses Cauca. Das Projekt liegt innerhalb des Mid-Cauca-Gürtels – ein Gürtel aus spätmiozänen Porphyr- und verwandten Lagerstätten.

Seit der Übernahme der 100%igen Kontrolle (zuvor waren Newmont Mining und Agnico Eagle an dem Projekt beteiligt) konzentriert sich Orosur auf drei Zielgebiete auf der 327 km² großen Lizenz. Das Wichtigste darunter ist Pepas – eine oberflächennahe, hochgradige Goldmineralisierung. Für Pepas wurden mehrere Bohrergebnisse vorgelegt, darunter:

  • PEP073 – 104,45 m @ 5,96 g/t Au ab Oberfläche

Für Pepas wurde Anfang des Jahres die erste MRE vorgelegt: 1,14 Mio. t mit 5,46 g/t Au in der Kategorie "Indicated" für 201.000 Unzen enthaltenes Gold. Zusätzlich gibt es eine abgeleitete Mineralressource von 0,19 Mio. t mit 2,99 g/t Au für 18.000 Unzen enthaltenes Gold. Pepas und der Rest des Projekts werden weiterhin exploriert.

K2 Gold bei Mojave: 39,62 Meter mit 5,35 g/t Au ab 51,82 Meter

K2 Gold CA50117M1068 A2DNZ7 exploriert das Mojave-Projekt im Inyo County in Kalifornien. Es handelt sich um ein mehr als 6.000 Hektar großes Oxidgold- und Buntmetallprojekt.

Die Mineralisierung reicht von distalen, sedimentgebundenen Oxid-Goldvorkommen (östliches Zielgebiet) bis hin zu proximalen, sedimentgebundenen Cu-, Ag-Basismetallgängen, polymetallischen (Au-Ag-Cu-Pb-Zn) Skarnen und potenziellen Cu-Au-Porphyr-Vorkommen auf der westlichen Seite des Grundstücks. Mehrere Oxidgoldvorkommen, die an der Oberfläche beginnen, wurden in der Vergangenheit erfolgreich erbohrt, insbesondere von Newmont und BHP. 

Im August wurden Bohrergebnisse vorgelegt. Diese sind Teil einer vollständig genehmigten und finanzierten 14.000-Meter-Kampagne und stellen das bisher größte Bohrprogramm für dieses Projekt dar. Die Resultate bestätigen das Vorhandensein eines hochgradigen Oxid-Goldsystems in einer 40 Meter langen Erweiterungsbohrung nördlich der 2020 von K2 entdeckten Lagerstättenabschnitte.

Die Highlights:

  • DF26-020: 39,62 m mit 5,35 g/t Au ab 51,82 m Bohrlochtiefe, einschließlich 25,91 m mit 7,14 g/t Au
  • DF26-019: 10,67 m mit 7,75 g/t Au ab 16,76 m Bohrlochtiefe
  • DF26-018: 18,29 m mit 3,77 g/t Au ab 27,43 m Bohrlochtiefe, einschließlich 7,62 m mit 7,48 g/t Au

Fazit: Natürlich ebnen auch hochgradige Bohrtreffer nicht automatisch den Wege zur nächsten Mine oder einer Erweiterung bestehender Betriebe. Kontinuität, Metallurgie, Ressourcenkonvertierung, Genehmigungen und einiges mehr sind dazu notwendig. Die vorgenannten Projekte scheinen aufgrund der bisherigen Treffer jedoch einen Blick wert.