Barrick räumt letztes Hindernis für Nordamerika-IPO aus dem Weg
Barrick Mining CA06849F1080 A417GQ und Newmont Corporation US6516391066 853823 haben sich auf eine umfassende Beilegung ihres Streits um das Nevada Gold Mines Joint Venture (NGM) geeinigt. Damit fällt das letzte formale Hindernis für Barricks geplanten Börsengang seiner nordamerikanischen Goldaktiva.
Der Deal: Tausch und Milliardenzahlung
Kern der Einigung ist ein Beitrag ausgeschlossener Liegenschaften in das bestehende JV: Barrick bringt das Projekt Fourmile ein, Newmont seine Entwicklungsprojekte Fiberline und Mike. Newmont zahlt Barrick im Gegenzug 1,95 Mrd. USD in bar.
Damit sind laut Unternehmensangaben sämtliche offenen Streitpunkte zwischen den beiden Parteien beigelegt. Das NGM-JV vereint nun einen Goldkomplex mit einer Ressource von nahezu 100 Mio. Unzen in Nevada.
Fourmile: Die Preisfrage
Für Investoren ist die Bewertung von Fourmile der heikelste Punkt der Einigung. Analysten halten den vereinbarten Ausgleichsbetrag für erheblich zu niedrig gemessen an der Qualität des Projekts – ein Konsens über eine konkrete Zahl besteht in der Branche bislang nicht.
Barricks Aktie reagierte entsprechend und verlor am Handelstag deutlich. Das Unternehmen begründete die Transaktion mit dem strategischen Mehrwert: der Konsolidierung des Komplexes und der Freigabe für den IPO.
IPO: Zeitplan und Führung
Newmont hat im Rahmen des Deals seine formelle Zustimmung zum geplanten Börsengang der nordamerikanischen Goldaktiva erteilt. Barrick bekräftigte das Ziel, das IPO bis Ende 2026 abzuschließen – vorbehaltlich Marktbedingungen und der erforderlichen Genehmigungen.
Als CEO des künftig eigenständigen Unternehmens ist der aktuelle Barrick-CEO Mark Hill vorgesehen.
Q2-Zahlen: Gehalte und Royalties belasten
Zeitgleich mit der Einigung veröffentlichte Barrick seine Ergebnisse für das zweite Quartal 2026 – und verfehlte dabei die Konsensschätzungen der Analysten. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 0,82 USD gegenüber einer Markterwartung von 0,94 USD, der Umsatz bei 5,29 Mrd. USD statt erwarteter 5,67 Mrd. USD.
Als Ursachen nannte das Unternehmen niedrigere Erzgehalte an den Minen Carlin, Cortez und North Mara sowie höhere Royalties infolge des gestiegenen Goldpreises. Die Goldproduktion selbst übertraf mit 796.000 Unzen die eigene Guidance von 730.000 bis 770.000 Unzen.

