Dieser Artikel enthält Werbung

Argentina Metals erkundet Mendozas Kupferpotenzial

Argentina Metals erkundet Mendozas Kupferpotenzial Mauro Tchorbadjian / Unsplash

Argentina Metals CA04022C1095 A42CJA will in der westargentinischen Provinz Mendoza auf rund 146.700 Hektar Kupfervorkommen von Weltformat entdecken. Während Chile fast ein Viertel des globalen Kupfers liefert, produziert Argentinien bislang praktisch nichts. Reformen und neue Bergbauprojekte verschieben nun die Kräfte.

Argentinien öffnet Bergbau für Großprojekte

Argentinien versucht, seine geologischen Vorkommen erstmals seit Jahrzehnten in eine investierbare Bergbaustrategie zu übersetzen. Zentrales Instrument ist das RIGI, das Förderregime für Großinvestitionen. Zugelassene Vorhaben erhalten langfristige steuerliche, zollrechtliche und devisenbezogene Planungssicherheit. Die Regierung hat die Antragsfrist inzwischen bis zum 8. Juli 2027 verlängert, Mitte Juni waren landesweit 16 Projekte mit zugesagten Investitionen von knapp 29,9 Milliarden USD genehmigt. Weitere 25 Vorhaben mit einem geplanten Volumen von rund 111 Milliarden USD befanden sich in der Prüfung.

Mendoza vollzieht innerhalb dieses nationalen Kurswechsels einen besonders deutlichen Schwenk. Die Provinz hatte den Metallbergbau wegen politischer, rechtlicher und gesellschaftlicher Widerstände lange weitgehend blockiert. Inzwischen besitzen 34 Explorationsvorhaben im westlichen Bergbaudistrikt von Malargüe bestätigte Umweltgenehmigungen.

Zum Testfall für die neue Bergbaupolitik wird PSJ Cobre Mendocino, ein Kupfer-Gold-Projekt bei Uspallata. Das Vorhaben soll jährlich rund zehn Millionen Tonnen mineralisiertes Gestein verarbeiten. Sein RIGI-Plan umfasst insgesamt 891 Millionen USD, einschließlich späterer Wartungs- und Schließungskosten; davon entfallen 630 Millionen USD auf den Bau. Nach der Umweltgenehmigung und der Aufnahme in das Förderregime peilen die Betreiber den Baubeginn für 2027 an. Gelingt die Finanzierung, erhielte Mendoza erstmals die industrielle Infrastruktur eines größeren Kupferstandorts.

Der politische Rückenwind beseitigt die Konflikte jedoch nicht. Wasserverbrauch, mögliche Folgen für örtliche Gewässer und die Kontrolle der Umweltauflagen bleiben entscheidende Streitpunkte. Für kleinere Explorer entsteht daraus ein doppelter Effekt: Fortschritte bei PSJ könnten Fachkräfte, Dienstleister und Infrastruktur in die Region ziehen. Verzögerungen oder strengere Auflagen dagegen auch benachbarte Projekte bremsen.

Argentina Metals bündelt Kupfer-Projektgebiete

In dieses Umfeld stößt Argentina Metals. Der kanadische Explorer hält 26 Projektgebiete auf insgesamt 146.728 Hektar im Distrikt Malargüe. Sämtliche Lizenzen befinden sich vollständig im Besitz des Unternehmens und sind frei von privaten Förderabgaben, Rückübertragungsrechten und Verpflichtungen gegenüber früheren Eigentümern. Gesetzliche Abgaben an Mendoza bleiben davon unberührt. Das senkt die vertragliche Komplexität, sagt über die wirtschaftliche Qualität der Vorkommen aber noch nichts aus.

Flaggschiff ist Las Estrellas, ein Kupfer-Gold-Projekt, für das Argentina Metals derzeit Bohrziele festlegt. Oberflächenproben aus dem nördlichen Zielgebiet erreichten Kupfergehalte von bis zu knapp einem Prozent; weitere Messungen deuten im Süden auf ein mögliches Kupfer-Porphyr-System hin. Die bisherigen Ergebnisse verdichten das Bild eines aussichtsreichen Kupfersystems. Mit den geplanten Bohrungen will Argentina Metals die bekannten Mineralisierungszonen nun gezielt in der Tiefe weiterverfolgen und das Potenzial von Las Estrellas präziser abgrenzen.

Mit Enrique Reichhard hat Argentina Metals dazu einem ausgewiesenen Experten die technische Führung übertragen. Der neue Explorationschef bringt mehr als 45 Jahre Branchenerfahrung mit und war zuvor unter anderem für Codelco, Billiton und Teck tätig. Seine Aufgabe ist es, die aussichtsreichsten Zielgebiete zu priorisieren und das nächste Bohrprogramm fachlich vorzubereiten.

Parallel erweitert Argentina Metals sein Projektportfolio durch die Übernahme von El Salado und La Quimera. Als Gegenleistung für die beiden Projektgebiete zahlte das Unternehmen 195.000 CAD und gab 450.000 Aktien an die Verkäufer aus; weitere 225.000 Aktien entfielen auf die Vermittlung. Mit der Transaktion wächst die Explorationsfläche in Mendoza um knapp 10.000 Hektar.

Mit unserem kostenlosen Newsletter bleiben Sie stets zu interessanten Rohstoffthemen und Minenfirmen auf dem neuesten Stand. Verpassen Sie keine Marktkommentare und Hintergrundberichte zu spannenden Metallen mehr.

Mit dem Absenden bestätigen Sie, dass Sie unseren Disclaimer / AGB, unsere Datenschutzerklärung und Informationsvertragsbedingungen gelesen haben und akzeptieren.
Sie haben es fast geschafft!

Öffnen Sie Ihr Email Programm (eventuell den Spam Ordner prüfen) und klicken Sie in der Email mit dem Betreff: "Miningscout: Bitte Anmeldung bestätigen" auf den Bestätigungslink.

Fügen Sie info@miningscout.de als Kontakt in Ihrem Email-Programm hinzu, damit unser Newsletter nicht aus Versehen als Spam markiert wird.

Bergbauriesen treiben Großprojekte voran

Dass internationales Kapital Argentiniens Kupferpotenzial inzwischen ernst nimmt, zeigen wesentlich größere Vorhaben. Vicuña, ein Gemeinschaftsunternehmen von BHP und Lundin Mining, will die Lagerstätten Josemaría und Filo del Sol stufenweise entwickeln. Für den ersten Abschnitt sind rund sieben Milliarden USD vorgesehen, langfristig könnte das Investitionsvolumen etwa 18 Milliarden USD erreichen. Die Vorstudie kalkuliert für die ersten 25 vollen Produktionsjahre mit durchschnittlich rund 395.000 Tonnen Kupfer jährlich. Eine Investitionsentscheidung wird gegen Ende 2026 angestrebt, die erste Produktion ist für 2030 vorgesehen.

Glencore hat daneben RIGI-Anträge für El Pachón und Agua Rica gestellt. Für die erste Phase von El Pachón setzt der Rohstoffkonzern rund 9,5 Milliarden USD an, für Agua Rica vier Milliarden USD. Solche Projekte schaffen einen möglichen Markt für Bohrunternehmen, Ingenieure, Zulieferer und Energieinfrastruktur. Gleichzeitig verschärfen sie den Wettbewerb um Fachkräfte und Kapital.

Argentinischer Kupfergürtel mit Nachholpotenzial

Die wirtschaftliche These beruht auf einer auffälligen Lücke. Chile und Argentinien teilen den Andenkupfergürtel, doch Chile fördert rund 23 Prozent des weltweiten Kupfers, während Argentiniens Produktion derzeit kaum ins Gewicht fällt. Argentina Metals setzt darauf, dass dieser Abstand stärker durch frühere Investitionsbedingungen als durch die Geologie verursacht wurde.

Kurzfristig präsentiert sich der Kupfermarkt ausgeglichener. Die International Copper Study Group, eine zwischenstaatliche Marktstatistikorganisation, erwartet für raffiniertes Kupfer 2026 einen Überschuss von etwa 96.000 Tonnen und 2027 von rund 377.000 Tonnen. Schwächeres Nachfragewachstum und mehr Kupfer aus wiederverwertetem Material sorgen vorübergehend für Entlastung. Entscheidend für die langfristige Marktspannung bleibt jedoch der schleppende Ausbau neuer Minenkapazitäten.

Neue Kupferminen benötigen von der Entdeckung bis zur Produktion meist zehn bis 20 Jahre. Argentina Metals positioniert sich früh in diesem Entwicklungszyklus: Mit seinem großflächigen Projektportfolio, dem verbesserten regulatorischen Umfeld und den vielversprechenden Ergebnissen von Las Estrellas schafft das Unternehmen die Grundlage für weitere Entdeckungen. Die nächsten Explorationsschritte sollen das Potenzial der Zielgebiete nun systematisch erschließen.