Top-20 Bergbauunternehmen steigern CapEx 2026 um 3,8 %

Top-20 Bergbauunternehmen steigern CapEx 2026 um 3,8 % picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Ganbat Namjilsangarav

Die Investitionsausgaben der 20 größten Bergbauunternehmen weltweit stiegen von 73,6 Mrd. US-Dollar im Jahr 2024 um 7,9 % auf 79,4 Mrd. US-Dollar im Jahr 2025. Für das Jahr 2026 wird ein Anstieg um 3,8 % auf 82,4 Mrd. USD erwartet. Dies geht aus einem Ende März veröffentlichten Bericht von GlobalData hervor.

Jeweils 11 Mrd. USD dürften in diesem Jahr demnach Rio Tinto GB0007188757 852147 und BHP AU000000BHP4 850524 investieren. Im Fall von Rio Tinto bedeutet dies einen Rückgang um 3,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Ursachen für den Rückgang: Geringere Wachstumsinvestitionen, normalisierte Investitionen in die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs sowie der Abschluss bedeutender Projekte wie des Kupferprojekts Oyu Tolgoi in der Mongolei und des Eisenerzprojekts Simandou in Guinea.

Rio Tinto investiert weniger, BHP mehr

"Die Normalisierung der Investitionsausgaben spiegelt auch eine verbesserte Kostendisziplin wider, einschließlich der Einstellung von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Studien und Programmen", heißt es in dem Bericht zu Rio Tintos Investitionen. Diese seien zunehmend strategisch auf die Entwicklung kritischer Mineralien wie Kupfer, Lithium und Aluminium ausgerichtet.

Die 11 Mrd. USD umfassenden Investitionen im Jahr 2026 bedeuten für BHP einen Zuwachs um 17 %. Im Fokus stehen Kupfer, Eisenerz und Kali bei den Projekten Jansen Potash (Phase 1 und 2), Copper South Australia und Pilbara, in die ein Großteil der Investitionen fließt.

Andere Bergbauunternehmen melden prozentual höhere Anstiege ihrer Investitionsausgaben. Teck Resources CA8787422044 858265 etwa plant einen Zuwachs um 74,1 % ein – insbesondere durch die laufenden Arbeiten an der Absetzbeckenanlage im Betrieb Quebrada Blanca (390 Mio. bis 460 Mio. USD) sowie die Verlängerung der Minenlebensdauer für Highland Valley Copper (900 Mio. bis 1,2 Mrd. USD).

Barrick Mining CA06849F1080 A417GQ wird dem Bericht zufolge in diesem Jahr 4,2 Mrd. USD investieren, was einem Anstieg um 30 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Kapital wird vor allem durch den stetigen Fortschritt des Projekts Lumwana Super Pit Expansion erforderlich. Kinross Gold CA4969024047 A0DM94 plant demnach um 25 % höhere Investitionen ein.

Zwischen 4,5 und 5 Mrd. USD plant Arcelor Mittal LU1598757687 A2DRTZ zu investieren – vor allem um seine Produktion "strategisch auf die Lieferung des Spezialstahls auszurichten, der für wachstumsstarke Sektoren (…) wie saubere Energie, Rechenzentren und Elektromobilität benötigt wird", wie die Analysten von GlobalData konstatieren.

Newmont US6516391066 853823 steuert 3,35 Mrd. USD zu den globalen Bergbauinvestitionen bei – unter anderem für die Verlängerung der Minenlebensdauer von Lihir und Cerro Negro durch Infrastrukturverbesserungen und gewinnbringende Erweiterungen in Tanami und Cadia.

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Brownfield-Projekte dominieren CapEx

Dass die Investitionsausgaben der großen Unternehmen vor allem in bestehende Projekte fließen und z.B. zur Erweiterung oder zur Verlängerung der Minenlebensdauer dienen, passt zu anderen Daten. Eine Studie des Sustainable Minerals Institute der University of Queensland untersuchte 366 Brownfield-Standorte in 58 Ländern und 16 Mineralien sowie Daten zur globalen Produktion, Exploration und zu Investitionsausgaben von 1998 bis 2024.

Im gesamten Mineraliensektor wird demnach das Brownfielding-Kapital von der physischen "Erweiterung" dominiert, gefolgt von der "Entwicklung neuer Zonen" und der "Verlängerung der Minenlebensdauer", während die "Optimierung" und die "Wiedereröffnung" vergleichsweise gering ausfallen.

"Sobald eine Mine genehmigt und zugelassen ist, gehört die Erweiterung in der Regel zum normalen Geschäftsablauf bei der Minenentwicklung, selbst wenn sich durch diese Erweiterung das ursprüngliche Risiko sozialer und ökologischer Auswirkungen verändert", erläuterte Studienautorin Deanna Kemp.

Gänzlich neue Standorte – also Greenfield-Projekte – sind aufgrund der langen Vorlaufzeiten in den Führungsetagen jedoch zunehmend unpopulär. So erreichte die Zahl der neu eröffneten Kupferminen um 2015 ihren Höhepunkt, die der Eisenerzminen Anfang der 2000er-Jahre, die der Nickelminen um 2010–2012 und die der Goldminen um 2012–2014.