Orion steigt für 5 Mrd. USD in Glencores Kongo-Minen ein

Orion steigt für 5 Mrd. USD in Glencores Kongo-Minen ein Glencore, Mutanda Mining

Der Rohstoffkonzern Glencore JE00B4T3BW64 A1JAGV hat eine Grundsatzvereinbarung mit dem Orion Critical Mineral Consortium geschlossen. Geplant ist der Verkauf von 40 % an den Kupfer- und Kobaltprojekten Mutanda Mining und Kamoto Copper Company in der Demokratischen Republik Kongo. Die Transaktion bewertet die beiden Minen mit rund 9 Mrd. USD und wäre eine der größten US-Investitionen im Land seit Jahren .

Kupfer und Kobalt für strategische Partnerschaften

Mutanda und Kamoto zählen zu den wichtigsten Minen Glencores im zentralafrikanischen Lualaba. Allein im vergangenen Jahr förderten sie rund 247.800 Tonnen Kupfer – fast ein Drittel der gesamten Glencore-Produktion – und 35.100 Tonnen Kobalt. Beide Metalle gelten als unverzichtbar für Elektroautos, Stromnetze und Batterien.

Mit dem Deal sichert sich Orion CMC nicht nur Zugang zur Produktion, sondern auch das Recht, die eigene Förderquote selbst zu vermarkten. Das Konsortium wird zudem nicht-geschäftsführende Direktoren in die Projektgesellschaften entsenden können. Der operative Betrieb bleibt unter Kontrolle von Glencore .

Geopolitischer Hintergrund und US-Initiative

Orion CMC wurde erst Ende 2025 gegründet – ein Zusammenschluss von Orion Resource Partners, der US-Entwicklungsbank DFC und dem Staatsfonds ADQ aus Abu Dhabi. Die Gruppe plant Investitionen von über 5 Mrd. USD in kritische Mineralien, insbesondere zur Absicherung westlicher Lieferketten.

Die Transaktion erfolgt kurz nach der Unterzeichnung einer strategischen Rohstoffpartnerschaft zwischen den USA und der DR Kongo. Laut dem stellvertretenden US-Außenminister Christopher Landau zeigt das Vorhaben, wie wirtschaftliche Interessen und geopolitische Allianzen zusammenspielen: "Wir wollen gemeinsam mit der kongolesischen Regierung dafür sorgen, dass beide Seiten profitieren", sagte er der Financial Times.

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USA und China ringen um Afrikas Rohstoffe

Während chinesische Firmen wie CMOC bereits seit Jahren stark im Kongo investiert sind, markiert der Einstieg von Orion CMC eine neue Phase westlicher Rohstoffpolitik in Afrika. Beobachter werten den Deal auch als Versuch, den Einfluss Chinas in der Region zu begrenzen.

Zugleich stärkt Glencore durch den Teilverkauf seine Bilanz und öffnet die Tür für weitere Partnerschaften – möglicherweise auch jenseits Afrikas. Parallel laufen Gespräche über eine potenzielle Fusion mit dem Rohstoffriesen Rio Tinto, die ein Unternehmen mit einem Marktwert von über 200 Mrd. USD schaffen könnte.