Die Rohstoffwoche: Boliden, Albemarle, MP Materials, Pan American Silver, Savannah Resources, Treasury Metals, Blackwolf Copper And Gold

Die Rohstoffwoche: Boliden, Albemarle, MP Materials, Pan American Silver, Savannah Resources, Treasury Metals, Blackwolf Copper And Gold picture alliance / Westend61 / Christian Vorhofer

Boliden plant die Wiederaufnahme der Produktion in der Zinkmine Tara im vierten Quartal und will durch ein Maßnahmenpaket die Kosten deutlich senken. Albemarle agiert nicht im besten Marktumfeld, bestätigt aber den Ausblick für das Gesamtjahr. MP Materials leidet ebenfalls unter den Marktbedingungen: Der Verlust im ersten Quartal fiel deutlich höher aus als erwartet. Pan American Silver indes trennt sich vom La Arena Projekt, bleibt diese aber durch eine Lizenzgebühr noch verbunden. Savannah Resources vermeldet derweil ein Ressourcenupdate für das Barroso-Lithiumprojekt. Und Treasury Metals plant die Verschmelzung mit Blackwolf Copper and Gold. Die Rohstoffwoche im Überblick.

Boliden vor Wiederinbetriebnahme von Zinkmine Tara

Boliden (WKN: A3DHD8, ISIN: SE0017768716) informierte am Freitag über Pläne zur Wiederinbetriebnahme der Zinkmine Tara. "Zwischen den Arbeitnehmergewerkschaften und dem örtlichen Management wurde eine Vereinbarung getroffen, die den Prozess der Wiedereröffnung der Mine in Tara auf einer finanziell nachhaltigeren Basis ermöglicht", heißt es dazu wörtlich.

Die Vereinbarung sieht demnach eine "deutlichen Verbesserung der Arbeitsweise und Produktivität" vor. Durch verschiedene Maßnahmen, darunter auch Personalabbau, sollen die normalen Cash-Kosten der Tara-Mine auf etwa 100 USc/Pfund Zink sinken, verglichen mit 137 USc/Pfund Zink im ersten Halbjahr 2023.

Boliden erwartet einmalige Restrukturierungskosten in Höhe von ca. 30 Mio. EUR. Der Produktionsanlauf soll im vierten Quartal 2024 beginnen, die volle Produktion wird ab Januar 2025 erwartet.

Albemarle bestätigt Ausblick

Albemarle (WKN: 890167, ISIN: US0126531013) legte am Mittwoch Zahlen für das abgelaufene erste Quartal vor. Das Unternehmen vermeldete einen bereinigten, verwässertes Gewinn pro von 0,26 USD und ein bereinigtes EBITDA von 291 Mio. USD. Die Überlegungen zum Unternehmensausblick für das Geschäftsjahr 2024 wurden bestätigt.

Der Lithiumproduzent sieht sich "auf dem besten Weg, bis 2024 Produktivitätsvorteile in Höhe von mehr als 280 Millionen US-Dollar zu erzielen". Im ersten Quartal wurden demnach mehr als 90 Millionen USD an Produktivitäts- und Restrukturierungskosteneinsparungen realisiert.

Vermeldet wurde zudem eine Betriebsrate von 50 % bei Kemerton I. Zudem gebe es "gute Fortschritte" bei der Inbetriebnahme von Meishan und dem Projekt zur Verbesserung der Ausbeute von Salar. CEO Kent Masters kommentierte: "Wir konzentrieren uns weiterhin auf eine disziplinierte Kapitalallokation, um profitables organisches Wachstum und Werte für alle Stakeholder zu schaffen."

MP Materials erleidet unerwartet hohen Verlust

MP Materials (WKN: A2QHVL, ISIN: US5533681012) legte am Donnerstag unerwartet schwache Zahlen für das erste Quartal vor. Der Seltenerdspezialist – Eigentümer der kalifornischen Mountain Pass Mine und zweitgrößter Seltenerdproduzent außerhalb Chinas nach Lynas Rare Earths – musste in einem schwierigen Marktumfeld geringere Konzentratverkäufe und niedrigere Preise verkraften. So wurden im Auftaktquartal 9.332 Tonnen Konzentrat verkauft – etwa 9 % weniger als im Vorjahreszeitraum. MP Materials erlitt deshalb einen bereinigten Verlust von 4 Cent pro Aktie, während Analysten mit lediglich 2 Cent gerechnet hatten.

"Trotz des anhaltend schwierigen Preisumfelds sind wir der Meinung, dass wir den inneren Wert von MP durch bedeutende Fortschritte in unserem Trennungsbetrieb, unserer Upstream 60K Expansion und unserem Magnetikgeschäft in Texas gesteigert haben", kommentierte CEO James Litinsky.

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Pan American Silver verkauft La Arena für 295 Mio. USD

Pan American Silver (WKN: 876617, ISIN: CA6979001089) informierte am Mittwoch über den Verkauf des Goldprojekts La Arena in Peru an das chinesische Unternehmen Zijin Mining für insgesamt 295 Mio. USD. 245 Mio. USD wechseln sofort in bar, weitere 50 Mio. USD als bedingte Zahlung den Besitzer, wenn das Projekt La Arena II die kommerzielle Produktion erreicht hat.

"Mit dem Verkauf von La Arena setzen wir unsere Strategie fort, unser Portfolio nach der Yamana-Transaktion zu optimieren und gleichzeitig durch die Einbehaltung von Lizenzgebühren zukünftiges Potenzial zu wahren", kommentierte CEO Michael Steinmann. Die Prioritäten des Unternehmens bestünden in Investitionen in hochwertige Vermögenswerte, Schuldenabbau und Kapitalrückgabe an die Aktionäre.

Laut der Vereinbarung wird Pan American über die gesamte Lebensdauer der Mine eine Gold-Nettoschmelzertragslizenzgebühr von 1,5 % bezogen auf die Produktion in La Arena II erhalten. Das Grundstück La Arena liegt in der peruanischen Provinz La Libertad und besteht aus der Goldmine La Arena und dem Projekt La Arena II.

Savannah Resources mit Ressourcenupdate für Barroso

Savannah Resources (WKN: A1C8XS, ISIN: GB00B647W791) berichtete am Donnerstag über ein Ressourcenupdate für das Barroso-Lithiumprojekt in Portugal.

Demnach befinden sich 93 % der Gesamtressource nun in der Kategorie "angezeigt". Zuvor waren es 67 %. Savannah sieht dadurch das allgemeine geologische Vertrauen in die Ressource erhöht. Laut dem Technischen Direktor Dale Ferguson wurde damit das wesentliche Ziel der jüngsten Arbeiten – die im Rahmen der Bemühungen um eine DFS erfolgten – erreicht.

"Es gab keine Erwartungen, die Gesamttonnage durch dieses Bohrprogramm wesentlich zu steigern. Unser vorrangiges Ziel bestand darin, so viel Tonnage wie möglich in die angezeigte Kategorie zu bringen, was uns gelungen ist." Tatsächlich beläuft sich die JORC 2012-konforme Ressource jetzt auf 661.000 Tonnen mit 1,03 % Li2O bzw. 6.800 Tonnen Li2O. Die Größe der Ressource hat sich aufgrund der Erweiterung der Mineralisierung auf dem westlichen Pegmatit um 3 % erhöht.

Mittelfristig ist das Potenzial des Projekts jedoch noch größer. Savannah Resources legte zeitgleich die Ergebnisse des aktuellen Bohrprogramms vor. Untersuchungsergebnisse von sieben Diamantbohrlöchern im Erzkörper Reservatório bestätigen demnach die Lithiummineralisierung in der Tiefe sowie das Potenzial für weitere Ressourcenerweiterungen.

Die Highlights:

  • 36,48 m mit 1,34 % Li2O ab 31,05 m in 23RESDD009
  • 36 m mit 1,28 % Li2O ab 151 m in 23RESRC039
  • 21,8 m mit 1,37 % Li2O ab 132,3 m plus 9,2 m mit 1,08 % Li2O ab 157 m in 23RESRC041

Treasury Metals kauft wohl Blackwolf Copper and Gold

Treasury Metals (WKN: A2QA47, ISIN: CA8946478259) und Blackwolf Copper and Gold (WKN: A3CNHW, ISIN: CA0926381058) stellten am Donnerstag ihre Pläne zum Zusammenschluss vor. Demnach wird Treasury Metals für jede Stammaktie von Blackwolf 0,607 Stammaktien bezahlen.

Nach Abschluss des Aktientauschs werden die bestehenden Treasury- und Blackwolf-Aktionäre rund 68,3 % bzw. 31,7 % des fusionierten Unternehmens besitzen. Der kanadische Bergbaufinanzierer Frank Giustra, einer der Hauptaktionäre von Blackwolf, wird voraussichtlich für den Deal stimmen.

Durch den Zusammenschluss soll das Projekt Goliath Gold Complex in Ontario mit einem gestärkten Führungs-, Bilanz- und Kapitalmarktteam in Richtung Produktion gebracht werden. Auch das Kupfer-Gold-Erschließungsprojekt Niblack in Alaska und andere Explorationsgrundstücke gehören zum Portfolio des künftig wohl fusionierten Unternehmens.