Hudbay Minerals bietet 439 Mio. USD für Copper Mountain Mining

Hudbay Minerals bietet 439 Mio. USD für Copper Mountain Mining Copper Mountain

Durch den Deal entsteht der drittgrößte kanadische Kupferproduzent mit einer jährlichen Produktion von 150.000 t. Die Synergieeffekte und Effizienzgewinne werden auf 30 Millionen USD pro Jahr taxiert. M&A hat im Bergbausektor Hochsaison: Ursächlich sind vor allem schrumpfende Projekt-Pipelines.

Das kanadische Bergbauunternehmen Hudbay Minerals (WKN: A0DPL4, ISIN: CA4436281022) will den Konkurrenten Copper Mountain Mining (WKN. A0MWH1, ISIN: CA21750U1012) für 439 Millionen USD kaufen und so sein Kupferportfolio erweitern.

Wie die beiden Unternehmen in einem gemeinsamen Statement mitteilten, sieht die getroffene Vereinbarung – der noch zwei Drittel der Copper Mountain Aktionäre zustimmen müssen – einen Kaufpreis von 0,381 Hudbay Aktien pro Copper Mountain Aktien vor.

23 % Prämie für Copper Mountain Aktionäre

Basierend auf dem Schlusskurs der Hudbay Aktie am 12. April ergibt sich daraus ein Kaufpreis von 2,67 CAD pro Copper Mountain Aktie. Daraus resultiert eine Gesamtpreis in Höhe von 439 Million USD für die geplante Übernahme.

Die Copper Mountain Aktionäre erhalten gemessen am zehntägigen volumengewichteten Durchschnittspreis der Aktie eine Prämie in Höhe von 29 %. Die Hudbay Aktionäre werden künftig ca. 76 % am neuen Unternehmen besitzen.

Durch die geplante Fusion entsteht der drittgrößte Kupferproduzent Kanadas mit einer jährlichen Produktionskapazität von 150.000 t. Die beiden Unternehmen rechnen mit Effizienzgewinnen und Synergieeffekten in Höhe von 30 Mio. USD pro Jahr.

Die Transaktion erschafft demnach einen Kupferproduzenten, der gut positioniert sei um "nachhaltige Cashflows aus einem Betriebsportfolio von drei langlebigen Minen sowie überzeugendes organisches Wachstum aus einer erstklassigen Pipeline von Kupferprojekten" zu erzielen. Die Minen der beiden Unternehmen befinden sich in Kanada, Peru und den USA.

Hudbays CEO Peter Kukielski sieht in der Vereinbarung "eine einzigartige Gelegenheit" zur Kombination komplementärer Vermögenswerte. Er erwartet für das kombinierte Unternehmen während des gesamten Zyklus robuste Cashflows und attraktive Renditen, da es Kapital im kombinierten Projektportfolio optimal einsetzen könne. Auch erfülle das kombinierte Unternehmen hohe Ansprüche im Bereich der Sicherheits- und ESG Standards. Die Übernahme werde sich "positiv auf Hudbays Schlüsselkennzahlen pro Aktie" auswirken.

Copper Mountain Director Edward Dowling bezeichnete die strategische Begründung der Transaktion als "auf vielen Ebenen überzeugend". Es werde ein nachhaltiger Wert für alle Interessengruppen geschaffen. Der Deal biete Copper Mountain Aktionären eine attraktive Prämie und die Möglichkeit einer Beteiligung an einem stärker diversifizierten Portfolio und einer "starken organischen Kupferpipeline".

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2023 wird für den Bergbausektor ein starkes M&A Jahr

2023 ist für den Bergbausektor ein Jahr mit starker M&A Aktivität. Den Auftakt machte das Angebot von Newmont zur Übernahme von Newcrest Anfang Februar – es könnte bei einem Abschluss des Deals die größte Goldminentransaktion aller Zeiten werden.

Sabina Gold & Silver wurde durch B2Gold für 1,1 Milliarden CAD gekauft. Der Autohersteller Stellantis ist mit 14 % bei McEwen Copper eingestiegen. General Motors ist am Basismetallgeschäft des brasilianischen Rohstoffkonzerns Vale interessiert. Tesla dachte laut über eine Übernahme von Sigma Lithium nach. Glencore hat ein milliardenschweres Angebot für Teck Resources auf den Tisch gelegt.

Der Goldcorp Gründer und heute McEwen Mining CEO Rob McEwen sagte am Rande der Bergbaukonferenz PDAC, es gebe "einige wirklich attraktive Preise" was dem Zusammenschluss von Unternehmen angehe – und steht mit dieser Auffassung nicht allein.

Auch Rio Tinto, BHP und Freeport-McMoRan haben mehr oder weniger deutlich signalisiert, an aussichtsreichen Übernahmen interessiert zu sein. Freeport-McMoRan CEO Richard Adkerson nannte eine Konsolidierung "zwangsläufig", da die langfristigen Aussichten für Kupfer bullish und die organischen Wachstumsmöglichkeiten begrenzt seien. Dies werde unweigerlich zu M&A Aktivitäten führen.

Die Einschätzung trifft den Kern der Situation in der Branche: Die Projektpipelines sind vielerorts geschrumpft, da viele Unternehmen auf Greenfield-Projekte verzichtet haben. Deshalb ziehen auch kleinere Produzenten und Explorer zunehmend großes Interesse auf sich.