Sentix: Zwei Indikatoren bei Silber springen an

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Der Silberpreis kam dieser Woche unter Druck. Manches spricht dafür, dass es sich um einen letzten Ausverkauf vor einer Trendumkehr handelt. So deuten gleich zwei sentix Indikatoren in Richtung Norden. Auch andere Modelle sehen Silber eher unterbewertet.

Time Differential Index für Silber: Kaufpotenzial vorhanden

Der Silberpreis (in US-Dollar) zeigt gemessen an Time Differential (TD) Index laut der aktuellen sentix Analyse eine "deutliche Verbesserung im Stimmungsbild". Einerseits breche das Sentiment aufgrund der fallenden Kurse ein. Gleichzeitig steige das strategische Grundvertrauen deutlich.

Der TD Index ist deshalb deutlich unter den Wert von -0,4 und damit in die Kaufzone gefallen. Statistisch ist dieses Niveau des TD Index laut sentix mit positiven Kurserwartungen verbunden.

Der Time Differential Index berechnet sich aus der Differenz der kurzfristigen Stimmung und der mittelfristigen Wertwahrnehmung. Es geht bei dem Index um die Aufdeckung von Divergenzen. Weist der Index etwa einen hohen Wert auf, ist die Stimmung gut – die mittelfristige Überzeugung aber weniger gut.

Das Verkaufspotenzial wächst in der positiven Zone somit. Niedrige Werte dagegen sprechen für kurzfristig vorherrschende Angst und eine gleichzeitig hohe mittelfristige Wertwahrnehmung, woraus Kaufpotenzial erwächst.

Auch Overconfidence Index sinkt in die Kaufzone

Die sentix Analyse verweist auf einen zweiten Indikator, der für den Silbermarkt ebenfalls Kaufchancen andeuten könnte. Der Overconfidence Index ist (bereits vor den Kursverlusten der aktuellen Woche) in den Kaufbereich gefallen.

Dies stellt laut den sentix Analysten ein "positives Vorzeichen" dar. Die Analyse verweist jedoch ausdrücklich darauf, dass sich das Potenzial nicht kurzfristig in steigenden Silberkursen umsetzen lassen muss.

Der sentix Overconfidence Index misst die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Anleger sich aufgrund einer starken Kursentwicklung zu sicher bezüglich der weiteren Marktentwicklung sind. Bei Werten von +/-7 ist demnach eine Konsolidierungsphase bzw. Korrektur zu erwarten. Vor dieser für den Silberpreis eher schwachen Woche hatte der Index das Niveau von -7 erreicht.

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Silberpreis zuletzt deutlich unter Druck: Jetzt unterbewertet?

Der Silberpreis hat in den vergangenen Monaten dramatisch an Wert verloren. Kostete eine Feinunze im März und Mai noch rund 26 USD, werden aktuell nur noch rund 18,50 USD bezahlt. Zwei Abwärtswellen im April/Mai sowie im Juni/Juli haben den Kurs um fast ein Drittel reduziert.

Die langfristigen Charts sehen nicht gut aus. Von Ende 2020 bis Anfang 2022 befand sich der Kurs in einer mehrjährigen (leicht abwärts gerichteten) Trading Range.

Kürzlich erfolgte der Ausbruch nach unten. Ein Teil der Kursverluste ist möglicherweise mit Rezessionsängsten zu erklären. Silber wird auch in der Industrie verwendet – eine rückläufige Produktion könnte auch hier die Nachfrage drücken. Doch auch die Zinswende trägt ihren Teil zu den Kursverlusten bei. Für Silber gilt wie für alle Edelmetalle, dass mit den Zinsen auch die Opportunitätskosten steigen.

Aktuell liegt der Kurs in etwa auf dem Niveau zum Zeitpunkt des Ausbruchs der Corona Pandemie. Damals war der Kurs von 18 USD auf 12 USD heruntergerauscht – um sich kurze Zeit später allerdings zunächst deutlich zu erholen und anschließend erheblich über die Vor-Coronaniveaus hinaus anzusteigen. Das Allzeithoch beim Silberpreis von knapp 50 USD liegt allerdings schon mehr als zehn Jahre zurück.

Quant Insight Analyst: Silber unter fairem Wert

Huw Roberts, Head of Analytics bei Quant Insight, äußerte jüngst in einem Interview mit Kitco News, dass Silber etwa eine halbe Standardabweichung unter seinem fairen Wert liege. Die Aussage bezog sich auf Kurse von 19,15 USD pro Feinunze.

Die Makro Fundamentaldaten des Metalls scheinen laut Roberts einen Boden zu erreichen. Silber sei deshalb ein Vermögenswert, den Anleger "im Auge behalten" sollten. Die Gold Silber Ratio – gewissermaßen der Wechselkurs zwischen Gold und Silber – liegt mit 92,8 derzeit auf dem höchsten Stand seit zwei Jahren. Auch dies deuten manche Beobachter als Hinweis darauf, dass der Markt unterbewertet sein könnte.

Sollte tatsächlich eine Trendwende bevorstehen, könnten davon auch Silberproduzenten und Developer profitieren. Ein Beispiel dafür ist das kanadische Explorationsunternehmen Southern Silver Exploration Corp (TSX-V: SSV, WKN: A12BX1, ISIN: CA8438142033), dessen Aktienkurs zuletzt eher schwach ·abschnitt. Das Unternehmen besitzt ein fortgeschrittenes Silberprojekt mit starkem Anteil an Multimineralvorkommen in der mexikanischen Provinz Durango.