Gold wird anhaltend von Aufwärtstrends bestimmt: Die Preise steigen, die Nachfrage auch. Derweil hat der Sparkurs vergangener Jahrzehnte die Reserven der Branchenriesen an den Rand sich anbahnender Versorgungsengpässe geführt. Das ist die große Stunde der Junior-Explorer, die mit ihren Ressourcen die sich auftuenden Lücken füllen könnten. Aber welche Mechanismen haben die Marktbewegungen rund um das klassische Edelmetall ausgelöst? Und: Wie profitieren Anleger davon?

Crescat Capital ist ein US-amerikanisches Unternehmen für globale Makro-Vermögensverwaltung mit Sitz in Denver. Man ist spezialisiert auf proprietäre, auf wertorientierten Modellen basierende taktische Anlagethemen. Ende Dezember veröffentlichte Crescat einen Abriss über die aktuelle Marktlage im Edelmetallsegment, präzise: beim Gold. Bei dieser Gelegenheit entstand eine aufschlussreiche Momentaufnahme, die die Entwicklung der Kurse in Beziehung zu verschiedenen Wirtschaftsfaktoren und Szenarios setzt. Das Fazit: der Branche, insbesondere den Junior-Explorern im Small-Caps-Segment steht – buchstäblich – eine goldene Ära bevor.

Signale der Veränderung

Während Aktien dieser Tage nicht selten zu Rekordkursen gehandelt werden, bleiben Rohstoffe oft unterbewertet. Ein solches Marktumfeld vergleichen die Experten mit kritischen Momenten der Börsengeschichte, etwa mit den Dotcom-Blasen der Jahrtausendwende und den sogenannten „Nifty Fifty“ aus den frühen Siebzigern. Bei letztgenanntem handelte es sich um die Aktien von fünfzig bei Anlegern beliebten Unternehmen. Obwohl es sich augenscheinlich um solide „Buy-and-hold“-Wertpapiere handelte und sie damals wesentlichen Anteil am Bullenmarkt hatten, crashten sie spektakulär– etwas, das allzu leicht geschehen kann, wenn Anleger sich von positiven Marktsignalen mitreißen lassen, zugleich aber Basiskennzahlen der bewerteten Aktien ignorieren.

Analytisch denkende Anleger, so folgert Crescat, sollten sich gedenk dieser historischen Wendepunkte und angesichts der momentanen Marktlage von Wachstumsaktien und Wertpapieren mit festen Zinsen ab- und stattdessen harten Vermögenswerten zuwenden. Damit könnte sich das Blatt wieder in Richtung der Rohstoffe (und Wirtschaftssektoren wie Energie und Agrarwerten) wenden, Branchen, die in den vergangenen Jahren unter rückläufigen Investitionen zu leiden hatten.

Ausbruch aus dem Trendkanal?

Selbstverständlich sind die Vorgänge am weltweiten Finanzmarkt aktuell stets im Kontext der COVID-Krise zu interpretieren. Doch bereits bevor das Virus die Welt in den Griff bekam, hatten Faktoren wie Verschuldungen und Mangel an Arbeitsplätzen die Wirtschaft ausgebremst: Grundlagen für Versorgungsglücken. Interessanterweise wird eine Inflationslage jedoch noch mehr durch Input-Lücken verursacht. Das, so legt der Report dar, seien Engpässe bei Primärressourcen, die mit einer politisch forcierten Anheizung der Gesamtnachfrage zusammenfallen. Versorgungsmängel, die nicht zuletzt durch mangelnde Investitionen mit verursacht wurden, führen in diesem Szenario zu steigenden Rohstoffpreisen, die sich bald auch in den weltweiten Lieferketten abbilden sollten: Eine mögliche gravierende Inflation im Rohstoffsektor.

Demographischer Wandel und technologische Fortschritte setzen aktuell zwar deflationäre Impulse, doch der Rohstoff-Index von Bloomberg nähere sich einer 12-Jahres-Widerstandslinie. Der Trend niedriger Rohstoffpreise könnte schon bald gebrochen werden.

Was bedeutet das für die Edelmetalle?

Gold und Silber gehören zu den beschränkten Ressourcen – und treffen aktuell auf eine ansteigende Nachfrage der Investoren. Das Angebot indes verknappt sich: Im vergangenen Jahrzehnt haben die großen Player der Branche ihre Investitionen zum Auffüllen ihrer Reserven eingeschränkt. Dadurch stehen sie nun an einer Versorgungsklippe. In den kommenden Jahrzehnten wird sich der Output der großen Produzenten sogar dramatisch verknappen.

Zugleich ist auch die Entdeckung neuer Goldressourcen von mehr als 2 zwei Millionen Feinunzen rückläufig – und das bereits seit 30 Jahren. Lediglich in der Startphase des neuen Jahrtausends gab es einen kleinen Aufschwung.

Am Versorgungsengpass haben die bereits erwähnten Einsparungen für Explorationsaufwendungen einen wesentlichen Anteil. Seit fast einem Jahrzehnt investieren die Goldproduzenten deutlich weniger in die Erforschung und Entwicklung neuer Minen. Das bedeutet: Die Branche benötigt dringend Kapital, um den Output an Gold mittelfristig wieder steigern zu können.

Nicht nur bei der Goldexploration hakt es: Auch die Entwicklung neuer Minen wird durch den Investitionsmangel dauerhaft ausgebremst. Kredite sind für Gold- und Silber-Unternehmen kaum verfügbar.

Die Folgen für den Goldpreis

So bizarr es klingt: Um finanziell zu überleben, mussten die Edelmetallproduzenten in den vergangenen Jahren einen harten Sparkurs fahren, Betriebskosten und Investitionen reduzieren und zugleich den Forderungen ihrer Aktionäre nachkommen, indem sie weniger Schuldtitel und Anleihen emittierten – und zugleich mit Priorität das Bilanzvermögen in Ordnung hielten. Die Folge: Die Investitionsausgaben bewegen sich in einem gegenläufigen Trend zur Entwicklung der Preise. Eine Schere klafft auf.

Dass die Branche ein so konservatives Investitionsverhalten zeigt, obwohl die Goldpreise sich um ein Allzeithoch herum bewegen, ist ungewöhnlich. Auch, dass die Big Player durch ihr sparsames Wirtschaften heute mehr freien Cashflow generieren als im letzten Vierteljahrhundert, ist neu. Bereits produzierende Großproduzenten sehen einer lukrativen Zukunft entgegen. Doch es gibt ein dräuendes Problem: Der Sparkurs der letzten Jahrzehnte führt zu Verknappung, denn die Reserven wurden nicht zureichend aufgefüllt.

Der allgemeine Optimismus der steigenden Goldpreise strahlt somit nun auf die kleineren Player, Junioren und Explorer ab, deren große Stunde im derzeitigen Marktsetting gekommen ist. Wer nicht selbst in die Produktion geht, sollte zum Objekt der Begierde für Akquisitionen seitens der „Großen“ werden.

Wer braucht das Gold?

Wie erklärt sich aber nun die plötzlich steigende Nachfrage an Edelmetallen? Crescat macht die Trendwende an verschiedenen Faktoren fest: Der Monetarisierung der Zentralbankschulden, die Erwartung einer anstehenden Inflationsphase und nicht zuletzt die Flucht privater Anleger von volatilen Papier- hin zu handfesten und inflationssicheren Werten.

Dass die Zentralbanken zum Ausgleich der globalen Schuldenlast die Notenpresse anwerfen, gilt momentan als einziger probater finanzpolitischer Ausweg. Für Anleger bedeutet dies jedoch hinsichtlich der überbewerteten traditionellen Vermögenswerte Verluste.

Die Goldwerte zeigen indes ein interessantes Verhalten: Zwischen 2011 und 2018 änderten sie sich weniger stark als Geldwerte; in letzter Zeit beschleunigt die quantitative Lockerung sich jedoch wieder und wirkt sich auch auf Gold aus.

Crescat führt ein Makromodell an, das den Goldpreis mit den aggregierten Daten der acht wichtigsten Zentralbanken korreliert. Darauf basierend gehen die Experten von einem kurzfristigen Kursziel von einem Goldunzenpreis von über 3.000 UDS aus. Demnächst könne dieses Ziel noch steigen, da in diesem Jahr die Fälligkeit von US-Staatsanleihen von 5,8 Millionen USD ansteht.

Voraussichtlich wird die US-Notenbank Fed auch ihr Inflationsziel von zwei Prozent zugunsten der Vollbeschäftigung überschreiten. Ihr Vorbild könnte bei den anderen Zentralbanken Schule machen.

Wie genau sich die praktisch nicht aufzuhaltende Inflation auswirken wird, hängt von den kaum sicher zu prognostizierenden Reaktionen von Verbrauchern und Investoren ab. Mit hoher Wahrscheinlichkeit werden selbstverstärkende Effekte eine Rolle spielen.

Sinkende Realzinsen spiegeln auf der anderen Seite die Unterdrückung der Zentralbankzinsen und die Inflationserwartungen der Anleger wieder. Der Gap zwischen Renditenrückgang und Goldkurs ist ein weiteres starkes Signal für einen Aufwärtstrend zugunsten des Edelmetalls.

Die Fed ist weit entfernt von einer Unabhängigkeit in ihrer Wahl der Mittel, einer Inflation entgegenzuwirken, da sie die Konjunkturprogramme der Regierung als Kreditgeber finanzieren muss. Unter anderem geschah das durch den massiven Ankauf von Staatsanleihen. Mit der so geschaffenen Liquidität konnte damit zwar größerer Schaden der Aktien- und Anleihenmarkt abgewendet werden. Diese Lösung ist aber nur kurzfristig, da die steigenden Rohstoffpreise und die reale Inflation den finanziellen Vermögenswerten gegenspielen.

Déjà-vu-Szenarien? Börsen-Setups aus der Vergangenheit

Crescat postuliert, dass die Inflationserwartungen auch weiterhin schneller steigen als die nominalen Zinssätze, was Investoren dazu bewegen sollte, von Aktien abzukehren und sich Rohstoffen zuzuwenden. Für ein solches Setting gibt es historische Präzedenzfälle.

Zum Beispiel die Dotcom-Blase: Damals fiel der NASDAQ Composite über zweieinhalb Jahre um 78 Prozent, während die Goldaktien über sieben Jahre hinweg einen Aufwärtskurs nahmen. Eine ähnliche Tendenz gab es damals auch bei Energie und Industriegütern.

Oder die Siebzigerjahre: Zwischen 1973 und 1974 sank der S & P 500-Kursindex in einem Bärenmarktszenario um 50 Prozent zurück. Zeitgleich verfünffachten sie die Bestände der Goldminen und die Ölpreise gingen durch die Decke. Hintergrund damals: Das arabische Ölembargo.

Exkurs: Versorgungsengpässe beim Öl?

Gold und Öl weisen hinsichtlich ihrer Performance an den Börsen allgemein erstaunliche Parallelen auf. Die Investitionskürzungen der Vergangenheit haben auch im Öl-Business zu Versorgungsklippen geführt. Wie bei Minenbetrieben und Gold-Preisentwicklung gibt es auch eine Korrelation zwischen Bohrtürmen und Ölpreisen.

Börsen und Gesundheitskrisen

Corona ist übrigens bei weitem nicht die erste Pandemie, die sich auch auf das Börsenparkett ausgewirkt hat. In den Jahren 1918 und 1919 wütete die Spanische Grippe und schränkte die Wirtschaftskapazitäten unmittelbar ein. Die Folge: Versorgungsengpässe auch bei Rohstoffen. Der Anstieg von Großhandelspreisen und Lebenserhaltungskosten führten zu ab 1920 zu einer Inflation von über 20 Prozent, der Dow Jones Industrial Average ging bis 1921 um 47 Prozent auf einen Tiefstand zurück.

Die große Chance der Gold-Junioren

Alle Zeichen deuten also auf attraktive Aussichten für die Goldbranche und Gold-Investoren hin. Dabei trifft ein freier Cashflow bei den Majors auf einen Versorgungsengpass, den sie durch Investitionen in die kleinen Newcomer im Explorations- und Entwicklungsstadium auffangen können. Die einen haben die Mittel, die anderen den Rohstoff – eine Win-win-Situation.

Die Protagonisten der Explorer-Szene verfügen über prospektive Liegenschaften, gehören aber mehrheitlich einer unterbewerteten Sparte der Bergbauindustrie, dem sogenannten Small-Caps-Segment an. Die Junioren haben in der vergangenen schwierigen Situation des Goldmarktes Durchhaltevermögen beweisen, indem klug gewirtschaftet und strategisch durchdacht nach spannenden Projekten gesucht wurde. Nun, am Beginn des Gold-Bullenmarktes dürften diese jungen Unternehmen groß herauskommen.

Ein Investment in Small-Cap-Goldexplorer kann erheblichen Wert für Anleger darstellen, auch vor dem Hintergrund der Dynamik einer Branche, die sicherlich künftig auch durch Akquisitionen und Fusionen geprägt sein dürfte. Wie oben dargelegt, werden große Akteure versuchen, neue Reserven für sich zu generieren. Ebenso möglich ist es, dass sich manche Junioren ihrerseits an die Entwicklung und den Eigenbetrieb eines lukrativen Goldprojektes wagen.

Investitionen in Gold oder Goldunternehmen sind eine rationale und vernünftige Alternative zu inflationssensitiven Anlageformen. Für diese Strategie muss niemand direkt bei Platzhirschen wie Barrick & Co. einsteigen. Das Explorer-Segment bietet genug Möglichkeiten für spannende Goldwerte im Portfolio.

Tristar Gold

Da wäre zum Beispiel TriStar Gold Inc. (TSX-V: TSG, Frankfurt: 7TG; OTCQX: TSGZF, ISIN: CA89678B1094). Das ist ein 2010 gegründetes, US-amerikanisches Unternehmen mit Sitz in Scottsdale, Arizona; gehandelt werden die Unternehmensaktien allerdings an der kanadischen Börse. Das seit 2016 zu 100 Prozent gehaltene Flaggschiffprojekt „Castelo de Sonhos“ wiederum befindet sich in Brasilien, genau gesagt: In der Region Tapajós im Bundesstaat Pará. Wer sich ein wenig mit der Geschichte des Goldbergbaus auskennt, ist im Bilde: Die Gegend war Schauplatz des großen brasilianischen Goldrausches, während dem zwischen den ausgehenden Siebzigern bis Mitte der Neunzigerjahre zwischen 30 und 50 Millionen Unzen Seifengold produziert wurden.

„Castelo de Sonhos“ hat eine Projektfläche von insgesamt 17.177 Hektar und befindet sich komplett im Besitz von TriStar. Exploriert wurde das Gelände bereits vom Vorbesitzer, dem Branchenriesen Barrick Gold, der das Projekt jedoch nicht weiter verfolgte. Allerdings steht TriStar durch diese historische Exploration eine umfangreiche Datenbasis zur Verfügung. Auf dem Projekt gibt es mehrere Mineralisierungsziele, wobei der südliche Teil der Lagerstätte Esperança priorisiert untersucht wird. Weitere Ziele sind der Ostteil von Esperança sowie die Zonen „Center“, „New Discovery“ und „Upper Conglomerate“. Geologisch betrachtet, verfügt das Projekt somit über ein enormes Erweiterungspotenzial.

Die abgeleiteten Mineralressourcen von Castelo de Sonhos belaufen sich aktuell auf 39,8 Millionen Tonnen mit Gehalten von je 1,0 Gramm (1,3 Millionen Unzen); die angegebenen Ressourcen betragen 17,7 Millionen Tonnen zu je 1,2 Gramm Gold (0,7 Millionen Unzen). Für das erste Quartal 2021 peilt TriStar eine aktualisierte Ressourcenschätzung mit Erweiterung und Höherstufung der Ressource an. Die Ergebnisse für eine Vormachbarkeitsstudie sind für das zweite Quartal anvisiert.

TriStar konnte durch seine Explorationsarbeiten die Ressource in den vergangenen drei Jahren versiebenfachen. Die hervorragenden metallurgischen Eigenschaften der Funde ermöglichen eine hohe Goldgewinnung aus dem Erz mit Rückgewinnungsraten bis zu 98 Prozent. Die Entwicklung des Projekts verläuft unter hervorragenden Rahmenbedingungen ab. Günstigen Klimaverhältnisse, Anschluss ans Stromnetz und Zugang zu Wasser sowie eine nahegelegene Autobahn begünstigt die Minenlogistik.

Auch die wirtschaftlichen Aussichten können sich sehen lassen: Eine vorläufige wirtschaftliche Bewertung (PEA-Studie) vom November 2018 prognostizierte bei einer angenommene Förderung von 1,1 Millionen Unzen Gold bei einer Minenlebensdauer von acht Jahren und einem angenommenen Goldpreis von 1.250 USD je Unze. Bei Gesamtprojektkosten von 187 Millionen USD und einer Jahresproduktion von 120.000 Unzen ergäbe sich ein interner Zinsfuß von 51 Prozent vor und 43 Prozent nach Steuern, bei All-In-Sustaining- Costs von 687 USD je Unze – eine sehr niedrige Kostenbasis. Die Rückzahlungsperiode betrüge 1,9 Jahre.

Momentan stehen zusätzliche Bohrprogramme zur Definition der Ressource sowie neue Explorationsbohrungen an

Die vorläufige Wirtschaftlichkeitsschätzung und Wirtschaftlichkeitsstudie werden das Potenzial des Projektes noch weiter bekräftigen und die Risiken für Anleger senken. Dabei spielt auch der steigende Goldpreis eine wichtige Rolle.

Bei TriStar handelt es sich um ein solides Entwicklungsunternehmen mit geringen Risiken. Das Unternehmen erfüllt alle Voraussetzungen, um bald zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Goldproduzenten zu werden.

Cabral Gold

Cabral Gold Inc. (TSX-V: CBR, WKN: A2JC8S; ISIN: CA1271061022) ist praktisch ein „Nachbar“ von TriStar: Ebenfalls in der ehemaligen Goldrausch-Region Tapajós explorieren die Kanadier das Projekt „Cuiú Cuiú“. Derzeit ist eine aktualisierte Ressourcenschätzung in Arbeit, die den Wert des Projektes erheblich steigern sollte. Im Rahmen von Explorationsbohrungen waren 2020 mehrere neue Zielgebiete identifiziert worden.

Das Unternehmen mit Firmensitz in Vancouver war 2014 als „San Angelo Oil“ gegründet worden und vollzog 2026 einen radikalen Portfoliowandel vom Erdöl zum Edelmetall, indem man das Cuiú Cuiú-Projekt vom Vorbesitzer Magellan Minerals übernahm. Das Projekt befindet sich im Stadium fortgeschrittener Explorationen. Namhafte Unternehmen wie Dundee Goodman, Phoenix Fund, 03 Investments und der RBC Precious Metals Fund sind in Cabral investiert. Im Sommer 2020 brachte eine überzeichnete Privatplatzierung als drei Millionen CAD in die Firmenkasse, die in die Explorationsaktivitäten fließen.

Die Ressourcen des 78.652 Hektar großen Projekts liegen basierend auf den historischen Bohrungen aus dem Jahr 2011 bei 5,9 Millionen Tonnen Material bei 0,90 Gramm Goldgehalt pro Tonne (etwa 0,2 Millionen Unzen). Angezeigt werden mehr als 19,5 Millionen Tonnen zu 1,24 Gramm Gold pro Tonne (circa 0.8 Millionen Unzen). Es sind mehrere mineralisierte Zonen identifiziert; die wichtigste davon ist „Central“, wo Bohrungen Mineralisierungen mit Gehalten von 27 Meter zu 6,9 Gramm Gold pro Tonne und 8 Meter mit 8,4 Gramm pro Tonne identifizierten. Neu entdeckte Mineralisierungen befinden sich in den Sektoren Alonso, Medusa und Cilmar.

Mit Explorations-Bohrungen innerhalb der hochgradigen Zonen sollen diese Werte präzisiert werden. Realistische Einschätzungen seitens Cabral belaufen sich auf bei 2,5 Millionen Unzen (ein Gramm Gold pro Tonne) und einer Million Unzen mit mehr als 10 Gramm pro Tonne.

Neben Cuiú Cuiú besitzt Cabral das etwa 25 Kilometer entfernte, aktuell aber nicht priorisierte Projekt „Bom Jardin“. Dort wurde bereits eine mehrere Kilometer lange Mineralisierung nachgewiesen.

Cabral Gold konzentriert sich derzeit auf die Definition der hochwertigen Ressource von Cuiú Cuiú durch Luft- und Bodenmagnetik, Bodenprobenahme und Bohrungen. Die Vor-Ort-Bedingungen für die Entwicklung sind vorteilhaft: Durch ein benachbartes Projekt von Eldorado kann Cabral Gold eine hervorragend entwickelte Infrastruktur nutzen, unter anderem eine Anschlussstraße an die Nord-Süd-Autobahn.

Die Neubewertung des Projekts durch eine Machbarkeits- und Wirtschaftlichkeitsstudie sowie eine neue Ressourcenschätzung sollten eine noch positiver ausfallende Neubewertung des Unternehmens nach sich ziehen.

Pasofino Gold

Pasofino Gold Ltd. (TSX-V: VEIN, WKN: A2PUFS; ISIN: CA7026571074) schließlich ist ein in Toronto ansässiger Mineralienexplorer. Das Unternehmen wurde zwar schon im Jahr 2010 gegründet, firmierte bis September 2019 jedoch als „Enforcer Gold Corp.“ 2018 schlossen die Kanadier im Zuge eines Joint-Venture mit dem Betreiber SOQUEM eine Option über 50 Prozent Beteiligung auf das Kupfer-Gold-Projekt „Roger“ in der kanadischen Provinz Québec ab. Auch Roger befindet sich in einem fortgeschrittenen Explorationsstadium. Die Gesamtgröße des Projekts beträgt 987 Hektar; es verfügt über eine aktuell geschätzte Ressource von angezeigten 297.000 Gold bei einem Goldgehalt von 0,85 Gramm pro Tonne (abgeleitet das 159.00 Unzen zu 0,75 Gramm pro Tonne). Das angezeigte Gold-Äquivalent liegt bei 333.000 Unzen zu 0,95 Gramm Gehalt pro Tonne (abgeleitet: 202.000 Unzen zu 0,96 Gramm Gold-Äquivalent pro Tonne). Eine Ressourcenaktualisierung ist in Vorbereitung.

Am seinem zweiten Projekt „Dugbe“ in Süd-Liberia ist Pasofino Gold seit Juli 2020 (über seine 100-prozentige Tochter ARX Resources Limited) durch einen Optionsvertrag mit Hummingbird Resources zu 49 Prozent beteiligt. Das 2.355 Quadratkilometer große Projekt liegt in der der geologischen Region „Birimian“. Deren charakteristische Gesteine beherbergen die meisten westafrikanischen Goldvorkommen.

Die aktuellste Ressourcenschätzung für Dugbe nach dem Standard NI-43101 wurde im August 2020 erstellt. Für die Lagerstätte „Tuzon“ werden 2,03 Millionen Unzen Gold zu bei 1,51 Gramm pro Tonne angezeigt (abgeleitet 439.000 Unzen zu 1,31 Gramm pro Tonne). Die entsprechenden Schätzungen für „Dugbe F“ liegen bei 273.000 Unzen zu 1,46 Gramm pro Tonne (angezeigt) und 823.000 Unzen zu 1,57 Gramm pro Tonne (abgeleitet). Zusammen sind das abgeleitet 47,7 Tonnen mit 1,51 Gramm Gold pro Tonne (1,3 Millionen Unzen) und 26,7 Tonnen mit 1,47 Gramm Gold pro Tonne (1.26 Millionen Unzen).

Anvisiert ist eine Jahresproduktion von 200.000 bis 250.000 Unzen Gold aus Dugbe. Eine Machbarkeits- und eine „ESIA“-Studie (Environmental and Social Impact Assessment) sollten in der zweiten Jahreshälfte 2021 vorliegen. Die beiden ersten Bohrinseln sind bereits im Einsatz: Eine für ein Infill-Bohrprogramm in Dugbe F, die andere für Scoutbohrungen am Ziel „Tiehnpo“. Zwei weitere Bohrinseln sollen im Januar 2021 mobilisiert werden.

Für die Logistik vor Ort soll ein knapp 50 Kilometer langer Abschnitt der Zufahrtstraße zwischen Tuzon und Greenville saniert werden; dabei müssen einige Brücken ausgetauscht werden.

Fazit 

Gold sollte nach Expertenmeinungen auch 2021 seinen Erfolgskurs fortsetzen und Investoren spannende und gewinnbringende neue Anlagemöglichkeiten bescheren. Dabei kann eine Investition in einen Small-Cap-Player eine sehr gute Alternative zu physischem Gold, Fund oder Investment in einen der Top-Produzenten sein. Die Explorationserfolge treffen zum richtigen Zeitpunkt auf ein sich verknappendes Angebot – großartige Optionen für das Portfolio, sei es im Rahmen von Übernahmeszenarios oder eigene Produktionsaufnahmen der Bergbaufirmen.