Atomenergie ist sicherlich ein polarisierendes Thema. Nichtsdestotrotz zeigt das unverzichtbare Brennstabmaterial Uran seit einiger Zeit an den Handelsplätzen eine Aufwärtsperformance, neben der selbst Edelmetall wie Gold an Glanz einbüßt. Allein dieses Jahr erlebte das radioaktive Element  einen Kursanstieg von mehr als 40 Prozent. Uran ist hochbegehrt, denn: Global betrachtet ist Atomstrom eine attraktive Option zur Deckung des stetig wachsenden Energiebedarfs.  Allerdings läuft der Rohstoff bei vielen Anlegern unterhalb des Radars – erstaunlich, denn es gibt einige Faktoren, die Uran und seine Produzenten zu einem sehr interessanten Investment machen.  Dieser Tage schaffen zudem Signale aus den USA sowohl für Anbieter als auch die Abnehmerseite fruchtbare Transparenz und Marktimpulse. Zugleich sind rührige Explorer wie das kanadische Unternehmen Skyharbour Resources (TSX-V: SYH, WKN: A2AJ7J, ISIN: CA8308166096) dabei, neue Lagerstätten zu untersuchen, die mittelfristig den dringend benötigten Rohstoff liefern könnten.

Uran, speziell seine Verwendung im Energiesektor, ist ein ambivalentes Thema, denn bei aller Einträglichkeit birgt Atomstrom immer ein latentes Risikopotenzial. Wenn etwas passiert, sind die Auswirkungen einschneidend. Das gilt auch für das Börsenparkett: Als es in Fukushima 2011 im Zuge eines von einem Tsunami begleiteten Erdbebens im örtlichen Kernkraftwerk zu Kernschmelzen kam, führte dies dazu, dass von den damals über 400 börsennotierten Uranunternehmen heute nur noch wenige Produzenten am Markt aktiv sind. Nicht nur die ausgedünnten Zulieferbetriebe und Minenschließungen wirken sich auf die Verfügbarkeit aus.  In diesem Jahr sorgten zusätzlich auch die Folgen von COVID-19 für Rückgänge in der Produktion. Das zeigt nun direkte und hochinteressante Auswirkungen auf die Rohstoff-Charts.

Klaffende Lücken der globalen Versorgung

Während also weite Teile der Uranproduktion aus verschiedenen Gründen brach liegen, setzen nach wie vor viele Nationen auf Kernkraftwerke. Neue und geplante Reaktoren werden in den kommenden Jahren die bestehenden Anlagen ergänzen – und dies in einer Versorgungslage, bei der die Produktion die Nachfrage schon nicht mehr deckt. Die wichtigsten Käufer von Uran sind China, Indien, Russland, Japan und die USA.

Führende Anbieter wie Kazatomprom (der weltgrößte Uranproduzent aus Kasachstan)  und Major-Player Cameco (aus Kanada)  müssen derweil bereits zukaufen, um ihre vertraglichen Lieferverpflichtungen einhalten zu können. Die Lagerbestände befinden sich derweil auf einem historischen Tief.

Das führt zu einem Ungleichgewicht, das sich in der jüngeren Vergangenheit zu einem anhaltenden Uran-Boom verstärkte: Die Nachfrage seitens der globalen Industriekonzerne (insbesondere aus Asien)  trifft auf das begrenzte Angebot. Die Folge: Die Preise steigen, und der Bedarf an neuen Entdeckungen wird immer dringlicher. Mittelfristig wären zwei weitere Versorger vom Kaliber Kazatomprom nötig, um das Angebots-Nachfrage-Defizit auszugleichen, heißt es.

Ein epochemachender Bullenlauf und Impulse aus den USA

Den letzten Bullenmarkt erlebte Uran zwischen 2003 und 2007. Angesichts  der aktuellen Marktlage mit ihren Produktionsdefiziten sagte der bekannte Börsenexperte Peter Grandich kürzlich dem Kurs eine noch eine weit explosivere Entwicklung voraus, den „größten Bullenlauf“ seit 36 Jahren.

Nachdem bereits das Missverhältnis von Angebot und Nachfrage die Preisentwicklung beflügelt, sind es auch positive Signale aus den USA, die dem Markt zusätzliche Stabilität bescheren.

So  wurde kürzlich das sogenannte „Russian Suspension Agreement“ (RSA) aus den Neunzigerjahren verlängert. Dieses sieht vor, die Uran-Importe aus Russland zu reduzieren.  Innerhalb der nächsten zwanzig Jahre sollen die Importe auf einen Anteil von zunächst zwanzig auf später fünfzehn Prozent herabgesetzt werden. Entsprechendes gilt für angereichertes Uran, dessen Einfuhr im ersten Schritt auf  sieben und später fünf Prozent reduziert wird. 

Das klingt zwar auf den ersten Blick nach einer Verschärfung der Versorgungssituation der US-Verbraucher, ist faktisch aber  eine Maßnahme, die laut Spezialisten der Investmentbank TS Securities Produzenten außerhalb Russlands (zum Beispiel auch in Kanada) stärken sollte. Unsicherheiten sowohl auf Versorger- als auch Produzentenseite über die realisierbaren Rahmenbedingungen der kommenden Jahrzehnte werden ausgeräumt, die Planungssicherheit wächst.

Politische Stärkung des Uransektors

Zugleich investieren die USA in physisches Uran: Ab kommendem Jahr sollen bis zu 190 Millionen Pfund angekauft werden, vorgesehen dafür sind Ausgaben von 150 Millionen USD jährlich. Dieses Uran wird aber nicht den Energieversorgern zukommen, sondern soll als strategische Reserve dienen. Inwieweit sich dieses Vorhaben realisieren wird, ist allerdings vom Ausgang der US-Präsidentschaftswahlen abhängig.

Andere Indikatoren für das Pro-Uran-Engagement der USA, von Plänen für Klimapolitik, welche Kernkraft inkludieren,  bis zum „Gesetz der nuklearen Führungsrolle der USA“, die auch von den Demokraten gestützt werden, bedeuten selbst im Falle einer Wahlniederlage von Donald Trump einen positiven Antrieb für den Uranmarkt.

Exkurs: Der Uran-Verbrauch in Energiekraftwerken

Kernkraftwerke sind also  größten Verbraucher für zivil genutztes Uran. Das wichtigste Argument für Atomstrom ist der geringe Rohstoffverbrauch zur Energieerzeugung (ein Kilo spaltbares Uran liefert 24.000.000 Kilowattstunden Energie) bei CO2-neutralen und somit umweltfreundlichen Emissionen. Störungsfreien Betrieb vorausgesetzt, ist Kernenergie daher ein sehr sicherer und effizienter Energielieferant und hat weltweit immense Bedeutung für die Stromversorgung. Aktuell sind 442 Kernreaktoren am Netz, mehr als 150 sind in Planung oder stehen kurz vor der Inbetriebnahme. Der Jahresbedarf eines Atomkraftwerks liegt bei ungefähr 183 Millionen Pfund Uran.

Natürliches Uran besteht zu etwa 99,3 Prozent  aus dem Isotop 238U und zu 0,7 Prozent aus 235U. Es muss einer Reihe von Verarbeitungsschritten unterzogen werden, bevor es als Brennstoff in einem Kernkraftwerk zum Einsatz kommen kann. Man spricht von „Anreicherung“. Je nach Reaktortyp wird ein auf zwei bis fünf Prozent angereicherter 235U-Gehalt benötigt.

Im Kernreaktor werden Uranplatten zu Brennelementen zusammengefasst und in Wasser getaucht. Stark vereinfacht dargestellt, findet dabei eine selbsterhaltende Kettenreaktion statt, indem Neutronen, durch das Wasser in ihrer Geschwindigkeit abgebremst, auf Uranatome treffen und diese spalten, wobei wiederum Neutronen freiwerden – und so weiter. Überschüssige Neutronen werden mit Kadmium aufgefangen. Da bei diesem Prozess große Hitze entsteht, heizt sich das Wasser auf. Es entsteht Dampfdruck, mit dem Turbinen angetrieben werden, über Generatoren dann den Strom erzeugen.

Die Uran-Projekte von Skyharbour Resources

Eines der Junior-Unternehmen, das bald eine wichtige Rolle für die Uranproduktion spielen könnte, ist Skyharbour Resources aus Vancouver. Der Explorer erforscht im zur Provinz Saskatchewan angehörigen Teil des Athabasca-Beckens (einem Uran-Hotspot auf dem nordamerikanischen Kontinent) auf  1.800 Quadratkilometer Fläche mehrere Projekte.

Flaggschiff ist die Liegenschaft  „Moore Uranium“. Für die Projekte  „Preston Uranium“ und „Falcon Point“ konnte Skyharbour bereits Joint-Ventures mit Partnerunternehmen wie Orano Resources Canada und Azincourt Uranium (Preston) beziehungsweise Pitchblende Energy Pty Ltd (Falcon Point North) einleiten, die die Exploration der riesigen Projektfläche beschleunigen werden. Dazu gibt es mit Mann Lake und Yurchison noch zwei weitere, aktuell nicht priorisierte Projekte im Portfolio.

Hervorragende Mineralisierungen weckten Erwartungen

Auf allen Arealen, die aktuell von Skyharbour und seinen Partnern exploriert wurden, gab es bereits beeindruckende Funde mit hohen Mineralisierungsgraden. In der sogenannten „Maverick“-Zone des Hauptprojekts Moore  waren beispielsweise 20,8 Prozent Triuranoctoxid über 1,5 Meter sowie 9,12 Prozent über 1,4 Meter und 2,23 Prozent über 9,3 Meter, in Tiefen zwischen 250 und 275 Metern festgestellt worden. Zum Vergleich: Beim kommerziellen Abbau sind bereits in bis zwei Prozent ein abbauwürdiger Gehalt.

In der Hook-Zone im Falcon-Point-Projekt wurde neben dem ebenfalls hochbegehrten Element Thorium oberflächennahen Pechblende-Adern mit Spitzenwerten von 68 (!) Prozent Triuranoctoxid festgestellt. Ein Durchschnittswert bei einer solchen Mineralisierungsform liegt bei 48 Prozent.

Mit Skyharbour vom Uran-Boom profitieren

Fazit:  Uran ist ein Top-Gewinner am Rohstoffmarkt mit einer historisch einzigartigen Performance und einem sicheren Absatzumfeld: Der Bedarf wird in absehbarer Zeit sicher nicht einbrechen. Wer keine Berührungsängste mit dem radioaktiven Material hat, erhält mit Skyharbour Resources eine hervorragende Möglichkeit, auf den Trendzug aufzuspringen und schon in einen Frühstadium in ein vielversprechendes Unternehmen zu investieren. Skyharbour ist nach Expertenansicht ein Explorer, der vom jetzigen Projektstand aus zu urteilen hervorragende Chancen hat,  sich erfolgreich am Markt zu positionieren und einen hohen Shareholder Value zu generieren.

Die systematische Exploration des Maverick-Trends auf Moore und die Deals mit den Joint-Venture-Partnern bringen Beschleunigung in die Forschungsarbeiten und werden sicherlich in den kommenden Monaten zu aufschlussreichen Neuigkeiten rund um die Ressourcen führen, die im kanadischen Boden auf ihre Förderung warten. Damit wären ergiebige neue Uran-Quellen verfügbar.